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Florian Henckel von Donnersmarck
Biographie
© Moviesection.de (2010)
| Geboren am | 02.05.1973 | in | Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
Eine Kindheit und Jugend in New York, Berlin, Frankfurt am Main und Brüssel. Ein Russischstudium in Leningrad, ein Studium der Politik, Philosophie und Volkswirtschaft an der Universität von Oxford, Großbritannien. Der deutsche Filmemacher Florian Henckel von Donnersmarck ist nicht nur ein helles Köpfchen sondern auch weit gereist.
1996 absolvierte er bei dem bekannten englischen Schauspieler, Regisseur und Produzenten Richard Attenborough („Die Brücke von Arnheim“, „Gandhi“) ein Regie-Praktikum und startete ein Jahr später an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film (FFH) eine Ausbildung zum Regisseur. Im Rahmen seiner Bewebung für die FFH drehte Henckel von Donnersmarck seinen ersten Kurzfilm „Mitternacht“. Es folgten die Kurzfilme „Das Datum“ und „Dobermann“. Letzter wurde mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt Florian Henckel von Donnersmarck den Max Ophüls-Preis. 2005 drehte der Regisseur mit „Das Leben der Anderen“ seinen ersten Spielfilm fürs Kino. Das Stasidrama, für das der Filmemacher auch das Drehbuch schrieb, hatte eine Vorlaufzeit von gut vier Jahren und wurde akribisch vom Henckel von Donnersmarck recherchiert. Mit Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck und Ulrich Tukur in den Hauptrollen entstand ein beklemmender Blick auf ein besonderes Stück deutscher Geschichte. Nicht nur die Kinogänger waren begeistert, auch die Kritiker überschlugen sich mit ihrem Lob. Der Film erhielt drei Bayrische Filmpreise (Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Schauspieler: Ulrich Mühe), war elf Mal für den Deutschen Filmpreis nominiert und konnte sieben der Kategorien für sich entscheiden, darunter auch erneut für Florian Henckel von Donnersmarck die Auszeichnung für die Beste Regie und das Beste Drehbuch. Ähnlich erfolgreich verlief es für den Filmemacher auch beim Europäischen Filmpreis. Am 02.12.2006 gewann „Das Leben der Anderen“ in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Ulrich Mühe) und Bestes Drehbuch. Und der Erfolg ging weiter. Bei den OSCARs 2007 bekam der Film den OSCAR als bester ausländischer Film. Somit ist "unser" Florian stolzer OSCAR-Preisträger! Kann solch ein Erfolg noch getoppt werden?
Das nächste Projekt von Florian Henckel von Donnersmarck war im Gegensatz zu „Das Leben der Anderen“ ein waschechtes Hollywood-Projekt für das er die Schauspielgrößen Johnny Depp und Angelina Jolie gewinnen konnte. Der Streifen bekam verhaltene bis schlechte Kritiken wurde jedoch dennoch mehrfach bei den Golden Globes nominiert.
Florian Henckel von Donnersmarck ist mit Christiane Asschenfeldt, einer Anwältin für Urheberrecht verheiratet. Das Paar hat drei Kinder. Töchterchen Lara Cosima kam 2003 zur Welt und Sohn Leo Sylvester wurde 2005 geboren. Alexis Jaguar kam 2007 zur Welt.
Filmographie Florian Henckel von Donnersmarck
- 1997: Mitternacht (auch Drehbuch, Schnitt, Produzent)
- 1998: Das Datum
- 1999: Dobermann (auch Schnitt)
- 2001: Les Mythes Urbains
- 2002: Der Templer
- 2003: Großstadt Schocker (TV-Serie)
- 2006: Das Leben der Anderen
- (auch Drehbuch, Co-Produzent)
- 2010: The Tourist
- (auch Drehbuch)
Filmpreise
Gewonnene OSCARs
2006: Bester ausländischer Film: Das Leben der Anderen