John Lasseter

Biographie

John Lasseter © Buena Vista International

Geboren am 12.01.1957 in Hollywood, Kalifornien, USA Autor Thomas Ays

„In der Highschool las ich ein Buch mit dem Namen ‚The Art of Animation’ von Bob Thomas. Es handelt von Disney und schlafenden Schönheiten. Ich las es und dachte: Moment mal! Es gibt Leute, die damit ihr Geld verdienen?!“
Herzlich Willkommen in der Biographie über einen der kreativsten Köpfe dieses Business: John Lasseter.
Diesem Mann ist es zu verdanken, das wir 1995 eine Revolution erleben durften. Wegen diesem Herrn wurde sogar bei den OSCARs (!) eine neue Kategorie eingeführt: Die des animierten Films. John Lasseter: Hier dürfen gerne kreative Köpfe Hymnen schreiben und Loblieder frohlocken. Ohne ihn wären die Kinder dieser Welt ein wenig unlustiger aus dem Kino gegangen.
Geboren 1957 in Hollywood, begann die Karriere des John Lasseter im für ihn richtigen Gewerbe: Auf dem Zeichentricksektor. Er produzierte bereits während seinem Studium am „California Institute of the Arts” zwei Kurzfilme. Bereits während seines Studiums jobbte er bei der Zeichentrick-Hochburg „Disney Pictures“. Hier arbeitete er unter anderem an „Cap und Capper“. Nach 5 Jahren war allerdings Schluss, da Disney den Vertag mit Lasseter nicht verlängerte. Im Nachhinein betrachtet war das für den Amerikaner ein großes Glück. Durch den Verlust des Jobs war Lasseter gezwungen, neue Wege zu gehen. Er war schließlich zu neuerem berufen: Er sollte das Genre revolutionieren.
Für den animierten Kurzfilm „Die kleine Lampe“ erhielt Lasseter seine erste OSCAR Nominierung im Fach „Bester Kurzfilm (animiert)“. Das ist jedoch nicht alles. Der Film kreierte gleichzeitig das Firmenlogo des heute bekannten Produktionsstudios PIXAR, das jeder von uns bestimmt schon einmal gesehen hat. Noch heute ist das Logo „in Betrieb“ und verliert nichts von seiner Originalität. Zwei Jahre später erhielt John Lasseter seinen ersten OSCAR im selben Fach für den Film „Tin Toy“.
1995 begann jedoch die wahre Erfolgsgeschichte: Mit „Toy Story“ lieferte Lasseter seinen ersten animierten in Spielfilmlänge gedrehten Kinofilm ab. Prompt wurde er belohnt. Die OSCAR Nominierung für das beste Drehbuch war da nur Formsache (Die Kategorie „Bester animierter Film“ gab’s bis Dato noch nicht.). Lasseter erhielt außerdem einen Special-OSCAR für „inspirierende Leistungen“.
Die Erfolgsgeschichte riss nicht ab. Durch den Erfolg von „Toy Story“ entschied sich Disney dazu, die Produktionsschmiede PIXAR weiter zu unterstützen und sagte die Gelder weiterhin zu. 1998 folgte „Das große Krabbeln“, ein Jahr später die Fortsetzung zu „Toy Stoy“, „Toy Story 2“. Beide Filme wurden erneut erfolgreich.
2001 produzierte Lasseter „Die Monster AG“, zwei Jahre später den Knaller des Studios, „Findet Nemo“ und 2004 die Animationshits „Das wandelnde Schloss“ und „Die Unglaublichen“.
2006 führte er Regie bei dem Megaerfolg „Cars“ und schrieb hier außerdem das Drehbuch. Anschließend produziert er die Filmhits „Ratatouille“, „Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf“ und „Bolt - Ein Hund für alle Fälle“. 2009 freuten wir uns über „Küss den Frosch“, bei dem Lasseter ebenfalls als ausführender Produzent fungierte. 2010 folgte der tolle „Toy Story 3“, ein Jahr später "Cars 2".
Vor diesem Mann dürfen wir getrost den Hut ziehen und vor allem „DANKE“ sagen: Für originelle, beeindruckende und unterhaltsame Kino –und Fernsehabende.
Lasseter hat 5 Söhne und lebt mit seiner Frau Nancy in Sonoma, Kalifornien.


Filmographie John Lasseter

Filmpreise

OSCAR Nominierungen:
1986: Bester Kurzfilm (animiert): Die kleine Lampe
1995: Bestes Drehbuch: Toy Story
2001: Bester animierter Film: Monster AG
2006: Bester animierter Film: Cars

Gewonnene OSCARs
1988: Bester Kurzfilm (animiert): Tin Toy