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David Cronenberg

Biographie

David Cronenberg © Warner Bros. Pictures Germany

Geboren am 15.03.1943 in Toronto, Ontario, Canada Autor Kathrin Lang

Der kanadische Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Produzent David Cronenberg gehört zu den wenigen Filmemachern der Traumfabrik, die sich wirklich auf ein Genre spezialisiert haben. Steht der Name Cronenberg auf dem Etikett, kann man in den meisten Fällen davon ausgehen, dass sich ein Horrorstreifen dahinter verbirgt. Explodierende Köpfe, Menschen die zu Fliegen mutieren und Würmer, die in den menschlichen Körper eindringen – All diese „Nettigkeiten“ finden ihren Platz in seinen Filmen und haben schon bei so einigen Zuschauern Ekel hervorgerufen. Markenzeichen von David Cronenbergs Filmen ist jedoch nicht nur der Horror, sondern auch die damit verbundene Gesellschaftskritik, die er immer wieder gerne in seine Filme integrierte. „Nicht nur gruseln soll sich der Mensch, sondern auch darüber nachdenken“, könnte ein mögliches Motto des Kanadiers lauten.

Ursprünglich wollte David Cronenberg Schriftsteller werden. Bereits im Kindesalter verfasste er erste Kurzgeschichten und später studierte er an der Universität von Toronto sogar Literatur. Seine Leidenschaft zum Schreiben hat David bis heute beibehalten, verfasst er doch immer noch gerne selbst die Drehbücher zu seinen Filmen. Der große Durchbruch als Regisseur gelang Cronenberg mit den beiden Horrorfilmen „Parasiten-Mörder“ (1975) und „Überfall der teuflischen Bestien“ (1977). Beide Streifen wurden gut besucht und erhielten haufenweise positive Kritik seitens der Presse. 1986 folgte mit „Die Fliege“ erneut ein gerngesehener Horrorstreifen aus dem Hause Cronenberg, der neben gutgefüllten Kinos auch die eine oder andere Auszeichnung mit sich brachte. Ebenfalls Erfolg feierte er mit seiner Stephen King Verfilmung „Dead Zone - Der Attentäter“ und dem Horror-Thriller „Die Unzertrennlichen“. In den nächsten Jahren folgten Filme wie „Die Unzertrennlichen“ und „Naked Lunch – Nackter Rausch“ mit denen Cronenberg einmal mehr bewies, dass er ein Talent dafür hat, Horrorfilme mit einer sinnvollen Botschaft zu drehen. Mit „Crash“ (1996) und „eXistenZ“ (1999) feierte der Regisseur auch bei uns in Deutschland große Erfolge, wurden beide Filme auf der Berlinale doch für den silbernen beziehungsweise goldenen Bären vorgeschlagen, wobei Letztere sogar den silbernen Bären gewann. Zu David Cronenbergs neueren Filmen gehören der Mystery-Thriller „Spider“, der Thriller „A History of Violence“ sowie das Biopic "Eine dunkle Begierde". Alle drei Werke fanden wiederum guten Zuspruch beim Publikum. 2012 verfilmte Cronenberg den Roman "Cosmopolis" mit Robert Pattinson in der Hauptrolle.


Filmographie David Cronenberg

  • 1966: Transfer (auch Drehbuch, Produzent)
  • 1967: From the Drain (auch Drehbuch)
  • 1969: Stereo (auch Drehbuch, Produzent)
  • 1970: Crimes of the Future (auch Drehbuch, Produzent)
  • 1970: Programme X (TV-Serie)
  • 1971: Jim Ritchie Sculptor (TV) (auch Drehbuch, Produzent)
  • 1971: Letter from Michelangelo (TV) (auch Drehbuch)
  • 1971: Tourettes (TV) (auch Drehbuch)
  • 1972: Don Valley (TV) (auch Drehbuch)
  • 1972: Fort York (TV) (auch Drehbuch)
  • 1972: In the Dirt (TV) (auch Drehbuch)
  • 1972: Lakeshore (TV) (auch Drehbuch)
  • 1972: Scarborough Bluffs (TV) (auch Drehbuch)
  • 1972: Winter Garden (TV)
  • 1975: Parasiten-Mörder (auch Drehbuch)
  • 1975: Peep Show (TV-Serie)
  • 1976: Teleplay (TV-Serie) (auch Drehbuch)
  • 1977: Überfall der teuflischen Bestien (auch Drehbuch)
  • 1979: 10.000 PS - Vollgasrausch im Grenzbereich (auch Drehbuch)
  • 1979: Die Brut (auch Drehbuch)
  • 1981: Scanners - Ihre Gedanken können töten (auch Drehbuch)
  • 1983: Dead Zone - Der Attentäter
  • 1983: Videodrome (auch Drehbuch)
  • 1985: Kopfüber in die Nacht
  • 1986: Die Fliege
  • (auch Drehbuch, Schauspieler)
  • 1987: Erben des Fluchs (TV-Serie)
  • 1988: Die Unzertrennlichen (auch Drehbuch, Schauspieler, Produzent)
  • 1990: Scales of Justice (TV-Serie)
  • 1990: Cabal – Die Brut der Nacht (nur Schauspieler)
  • 1991: Naked Lunch – Nackter Rausch (auch Drehbuch)
  • 1991: Scanners II: The New Order (nur Drehbuch)
  • 1992: Scanners III: The Takeover (nur Drehbuch)
  • 1992: Blue (nur Schauspieler)
  • 1993: M. Butterfly
  • 1994: Scanner Cop (nur Drehbuch)
  • 1994: Die Geschworenen (nur Schauspieler)
  • 1994: Henry und Verlin (nur Schauspieler)
  • 1994: Boozecan (nur Schauspieler)
  • 1995: Scanner Cop II (nur Drehbuch)
  • 1995: Blood & Donuts (nur Schauspieler)
  • 1995: To Die For
  • (nur Schauspieler)
  • 1996: Crash (auch Drehbuch, Stimme, Produzent)
  • 1996: Moonshine Highway (TV) (nur Schauspieler)
  • 1996: Extrem ... mit allen Mitteln
  • (nur Schauspieler)
  • 1996: Eine Familie zum Kotzen (nur Schauspieler)
  • 1998: Die letzte Nacht (nur Schauspieler)
  • 1998: I´m Losing You (nur Produzent)
  • 1999: eXistenZ (auch Drehbuch, Produzent)
  • 1999: Resurrection – Die Auferstehnung (nur Schauspieler)
  • 2000: Camera (auch Drehbuch)
  • 2001: Jason X
  • (nur Schauspieler)
  • 2002: Spider (auch Produzent)
  • 2003: Alias – Die Agentin (TV-Serie) (nur Schauspieler)
  • 2005: A History of Violence
  • 2007: Tödliche Versprechen
  • 2007: To Each His Cinema (auch Schauspieler)
  • 2010: Barney's Version (nur Schauspieler)
  • 2010: Happy Town (TV-Serie) (nur Schauspieler)
  • 2011: Eine dunkle Begierde
  • 2012: Cosmopolis
  • 2012: Rewind (TV) (nur Schauspieler)
  • (auch Drehbuch)
  • 2014: Maps to the Stars