Alfred Vohrer †

Biographie

Alfred Vohrer © Kinowelt

Geboren am
Gestorben am
19.12.1914
03.02.1986
in Stuttgart, Baden Würrtemberg, Deutschland
München, Bayern, Deutschland
Autor Thomas Ays

Unser Krimiexperte: Alfred Vohrer.
Geboren wurde Alfred Adolf Vohrer 1914 in Stuttgart als Sohn eines Verlagskaufmanns. Nachdem er die Realschule erfolgreich hinter sich gebracht hatte, nahm er Gesangs- und Schauspielunterricht. Bereits als Jugendlicher sang Vohrer Operettenpartien in kleinen Ensembles. Ende der 30er Jahre hatte er es endlich geschafft und wurde beim Württembergischen Staatstheater engagiert. Doch dann kam der Zweite Weltkrieg und Alfred Vohrer wurde eingezogen und an die Front geschickt. In Russland verlor er 1941 seinen rechten Arm. Dieses Unglück beendete seine Schauspieler-Karriere abrupt.
Nachdem er aus dem Krieg zurückkehrte, begann er ein Volontariat bei der UFA und arbeitete dort als Regie-Assistent. Von 1946-48 war Vohrer Oberspielleiter beim Radio Stuttgart. Ein Jahr später, 1949, wechselte er dann zur Synchron-Regie. In den 50er Jahren synchronisierte Vohrer fast eintausend Filme!
1958 setzte sich Alfred Vohrer erstmals auf einen Regiestuhl und inszenierte „Schmutziger Engel“, seinen ersten Spielfilm. Anschließend folgen „Meine 99 Bräute“, „Verbrechen nach Schulschluß“, „Mit 17 weint man nicht“ und „Bis daß das Geld euch scheidet“.
1961 bekam er von Produzent Horst Wendlandt „Die toten Augen von London“ angeboten. Dieser Edgar Wallace-Streifen war der Auftakt zu 13 (!) weiteren Filmen nach dem englischen Autoren Edgar Wallace. 1962 drehte Vohrer „Das Gasthaus an der Themse“ und „Die Tür mit den 7 Schlössern“, 1963 „Der Zinker“ und „Das indische Tuch“ und 1964 den Klassiker „Der Hexer“. 1965 entstand „Neues vom Hexer“, 1966 „Der Bucklige von Soho“, 1967 „Die blaue Hand“ und „Der Mönch mit der Peitsche“. Ein Jahr später brachte er uns „Der Hund von Blackwood Castle“, „Im Banne des Unheimlichen“ und „Der Gorilla von Soho“. 1969 folgte dann der letzte Teil der Reihe, den Vohrer inszenierte: „Der Mann mit dem Glasauge“. Mit diesen Filmen wurde Alfred Vohrer zu DEM Edgar-Wallace-Regisseur schlechthin und blieb für die Krimi-Anhänger und die Fans dieser Streifen unvergessen.
Er hätte zwar auch gerne andere Filme gedreht, wurde aber meist für Krimis engagiert, die er dann auch gekonnt in Szene setzte. Auch im Fernsehen machte sich Vohrer einen Namen. Mit TV-Serien, wie „Derrick“ und „Der Alte“ brachte er bekannte, beliebte und kultverdächtige Unterhaltung auf die Mattscheibe. In der 80er Jahren waren „Das Traumschiff“ und „Die Schwarzwaldklinik“ Quotenrenner und bescherten Alfred Vohrer weitere Erfolge.
In der Nacht zum 3. Februar 1986 starb Alfred Vohrer an Herzversagen in München. Stunden später sollte er eine weitere Folge zu „Der Alte“ drehen. Dank der grandiosen Filme, die er drehte, wird Alfred Vohrer als ein Krimi-Spezialist unvergessen bleiben. Wir danken für spannende Unterhaltung und tolle Filme!


Filmographie Alfred Vohrer