Joel Coen

Biographie

Joel Coen © Paramount Pictures

Geboren am 29.11.1954 in Minneapolis, Minnesota, USA Autor Thomas Ays

„Ich hasse es, wenn Leute im Kino weinen. Das ist besonders peinlich, wenn man in einem wirklich schlechten Film sitzt und die Leute um einen herum schluchzen und ihre Nasen putzen.“
Es darf eigentlich keine Biographie über Joel Coen begonnen werden, ohne das man gleich auch seinen Bruder Ethan nennt, schließlich tun die beiden alles zusammen - zumindest im filmischen Bereich.
1954 unter dem bürgerlichen Namen Joel Daniel Coen geboren, war es schon im Kindesalter klar, was mal aus den Coen-Brüdern werden wird. Schon als Kinder filmten sie ihre eigenen Filmchen mit einer Super8-Kamera. 1984 brachten sie dann ihren ersten Film, "Blood Simple - Eine mörderische Nacht" heraus, bei dem sie auch für die Produktion, das Drehbuch und den Schnitt verantwortlich waren. Ein Markenzeichen übrigens, das bis heute so geblieben ist. Noch heute beanspruchen die Coen-Brüder sämtliche Bereiche eines Films (Drehbuch, Produktion, Schnitt, Regie,...) für sich. Nur so werden aus scheinbar "normalen Kinostoffen" Coen-Filme, die ihre Fans so lieben.
Nach "Arizona Junior" und "Miller's Crossing", den Filmen "Barton Fink" und "Hudsucker - Der große Sprung" konnte Joel mit seinem Bruder Ethan einen filmischen Höhepunkt in der gemeinsamen Karriere verbuchen. "Fargo" erhielt bei den OSCARs 7 Nominierungen, davon 2 Awards. Darunter ging einer an die Hauptdarstellerin Frances McDormand und einen an das beste Drehbuch - geschrieben von den Coen-Brüdern.
2001 wurde erneut ein Drehbuch der Coens für einen OSCAR nominiert. Das zu "O Brother, Where Art Thou?", in dem George Clooney zu sehen war, wurde jedoch nicht ausgezeichnet.
Nach den Filmen "Ein (un)möglicher Härtefall", erneut mit Clooney und "Ladykillers" mit Tom Hanks konnte Joel Coen mit seinem Bruder den wohl größten Erfolg bislang feiern. Mit "No Country for Old Men" konnten sie nicht nur den OSCAR für die beste Regie und das beste Drehbuch mit nach Hause nehmen, sondern auch den für den besten Film. Somit sind die Coen-Brüder 4fache OSCAR-Preisträger. Was für ein Erfolg!
Und auch damit wird nicht Schluss sein. Die Karriere der Coens hat schließlich gerade erst begonnen.
2008 vereinten die beiden Brüder die Schauspieler Frances McDormand, Brad Pitt und George Clooney in ihrem Film „Burn After Reading - Wer verbrennt sich hier die Finger?“. Anfang 2010 kam dann „A Serious Man“ in die Kinos, der bei den OSCARs 2010 gleich zwei Nominierungen einheimste. Anfang 2011 folgten gleich die nächsten Nominierungen. Für den Western "True Grit" erhielt Joel gemeinsam mit Brüderchen Ethan wieder drei Nominierungen für den OSCAR. Weitere Projekte sind angekündigt.
Joel Coen ist mit der Schauspielerin Frances McDormand verheiratet. Die beiden adoptierten 1994 ihren Sohn Pedro.


Filmographie Joel Coen

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1996: Beste Regie: Fargo
1996: Bestes Drehbuch: Fargo
2001: Bestes Drehbuch: The Man Who Wasn't There

Gewonnene Golden Globes:
2007: Bestes Drehbuch: No Country for old Men

OSCAR Nominierungen:
1996: Beste Regie: Fargo
1996: Bester Schnitt: Fargo
2000: Bestes Drehbuch: O Brother, Where Art Thou?
2007: Bester Schnitt: No Country for Old Men
2009: Bester Film: A Serious Man
2009: Bestes Drehbuch: A Serious Man
2010: Bester Film: True Grit
2010: Beste Regie: True Grit
2010: Bestes Drehbuch: True Grit

Gewonnene OSCARs:
1996: Bestes Drehbuch: Fargo
2007: Bester Film: No Country for Old Men
2007: Beste Regie: No Country for Old Men
2007: Bestes Drehbuch: No Country for Old Men