Wes Craven

Biographie

Wes Craven © Kinowelt

Geboren am 02.08.1939 in Cleveland, Ohio, USA Autor Thomas Ays

„Horrorfilme erzeugen keine Angst, sie lösen sie aus.“
Es war einmal ein Regisseur, der war verdammt dazu, Horrorfilme zu drehen – Wes Craven.
Eigentlich hatte der studierte Anglist, Psychologe und Philosoph Wes Craven nichts, aber auch gar nichts mit dem Filmgeschäft zu tun. Ganz im Gegenteil. Er arbeitete nach dem Ende seines Studiums als Sozialkunde-Dozent an der John Hopkins University in Baltimore, wo er mit ein paar Studenten einen Amateurfilm drehte. Er hatte buchstäblich „Blut geleckt“ und ging nach New York, besuchte eine Dokumentarfilm-Schule und hielt sich als Taxifahrer über Wasser. Es folgte eine wahrlich schicksalhafte Begegnung: Er freundete sich mit Sean S. Cunningham an. (Für die nicht-Horror-geprüften-Kinogänger unter uns: Sean S. Cunningham ist der Erfinder und Macher von „Freitag der 13.“). Die beiden bildeten ein wahrlich blutig-gutes Paar. Und so finanzierten sie Cravens Erstlingswerk „Das letzte Haus links“ gemeinsam.

Mit „Nightmare on Elm Street“ schuf Craven dann 1984 nicht nur eine neue Art von Horrorfilm, sondern auch einen DER Horror-Charaktere schlecht hin: Freddy Krueger. Dieser durchzog die wilden 80er Jahre wie ein rot-grün gesteifter Faden und wurde neben Jason Vorhees („Freitag der 13.“) und Michael Myers („Halloween“) zu einem der drei größten Kult-Figuren. Dem ersten Teil folgten sage und schreibe sechs (!) Fortsetzungen. Der letzte Teil „Freddys New Nightmare“ wurde wieder von Wes Craven erschaffen und die Serie damit beendet (bei Teil zwei bis sechs übernahmen andere Kollegen die Regie).

Mit „Scream – Schrei!“ tat Craven wieder das, was er am besten konnte: Er setzte neue Maßstäbe in Sachen Horror-Film. So nahm er sich oft selbst auf die Schippe und brach Regeln, die er selbst vor Jahren aufstellte. Mit „Scream 2“ und „Scream 3“ konnte er auch den Erfolg dieser Serie weiter ausbauen.
1999 allerdings schaffte es Wes Craven doch tatsächlich das Genre zu wechseln. Mit dem Drama „Music of the Heart“ bescherte er Hauptdarstellerin Meryl Streep eine weitere OSCAR Nominierung.
2000 brachte er als ausführender Produzent eine Neuauflage von „Dracula“ zu uns, der noch zwei weitere Teile folgen sollen. Teil zwei kam 2004 (allerdings nur auf DVD) heraus. Im September startete der heiß erwartete Thriller "Red Eye" bei uns in den Kinos – endlich wieder unter der Regie von Wes Craven – und machte endlich wieder Fanherzen froh. 2006 produzierte er "The Hills Have Eyes - Der Hügel der blutigen Augen", Teil zwei folgte 2007.
2010 ging das Remake „A Nightmare on Elm Street“ an den Start, allerdings ohne Wes Craven auf dem Regiestuhl und erstmals auch ohne Hauptdarsteller Robert Englund. 2011 setzte Craven dagegen seine "Scream"-Reihe mit "Scream 4" fort und überraschte mit einer genialen Fortsetzung.


Filmographie Wes Craven