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Wolfgang Petersen
Biographie
© Warner Bros. Pictures Germany
| Geboren am | 14.03.1941 | in | Emden, Niedersachsen, Deutschland | Autor | Kathrin Lang |
|---|
Germany goes Hollywood! Wolfgang Peterson ist einer der wenigen deutschen Stars, die es geschafft haben sich auch im Ausland einen echten Namen zu machen.
Peterson erlernte sein Handwerk jedoch zunächst auf vertrautem deutschen Terrain. Geboren in Schleswig-Holstein, zog es ihn nach seinem Abitur nach Hamburg. Dort arbeitete er einige Jahre als Regieassistent. Später wurde er am Ernst-Deutsch-Theater als Regisseur und Schauspieler angestellt. Er wusste jedoch schon damals, dass er mehr erreichen will. Wolfgang Peterson wollte ganz nach oben, und studierte deshalb anschließend Theaterwissenschaften an der Universität in Hamburg und bildete sich in Berlin an der deutschen Film- und Theaterakademie weiter.
Erstmals erfolgreich tätig wurde Wolfgang Peterson dann 1971, als er die beliebte deutsche Kriminalserie „Tatort“ inszenierte. Petersens mehrfach ausgezeichneter „Tatort: Reifeprüfung“, stellte 1976 einen Einschaltquoten-Rekord auf und ist bis heute unzählige Male erfolgreich international ausgestrahlt worden. Auch sein TV Film "Smog" verkaufte sich europaweit. In Italien gewann er dafür sogar den Prix Italia, für die besondere Leistung im Bereich Regie.
Bereits 1978 gründete Wolfgang Peterson seine eigene Produktionsfirma Radiant. Diese produzierte 1982 das bisher größte Werk Petersons: „Das Boot“. Dieser Erfolgsstreifen räumte bei der OSCAR Verleihung sechs Nominierungen ab (unter anderem für die beste Regie). Damit war Wolfgang Peterson der erste und bislang auch einzige Regisseur, der diese Nominierung für einen deutschsprachigen Film erhielt. „Das Boot“ wurde in diesem Jahr nicht nur für den OSCAR nominiert, sondern gewann auch noch zahlreiche andere Preise.
Mit dem in den Münchner Bavaria Studios von Bernd Eichinger produzierten Fantasy-Märchen „Die unendliche Geschichte“ landete Petersen drei Jahre später einen weiteren internationalen Erfolg und stellte einen erneuten deutschen Kassenrekord auf. Bei diesem Streifen führte er nicht nur Regie, sondern wirkte auch bei der Gestaltung des Drehbuches mit.
1991 war es dann endlich soweit. Peterson gab mit „Tod im Spiegel“ sein Filmdebüt in Hollywood. Dieser Streifen, in dem er neben der Regie auch für Drehbuch und Produktion verantwortlich war, hob sein Talent für Spannungserzeugung und visuelle Effekte noch mehr als in alle andern Filme zuvor hervor. 1993 kam es dann zu der sagen wir ruhig schicksalshaften Begegnung mit Clint Eastwood, der die Hauptrolle in seinem „In the Line of Fire“ übernahm. Dies bedeutete den endgültigen Durchbruch des Deutschen in Hollywood. Die Traumfabrik riss sich danach geradezu um ihn. Die besten Schauspieler waren bereit für Peterson zu spielen, ihm wurden nur die besten Themenstoffe angeboten. Kurz: Wolfgang Peterson schwebte im siebten Hollywood-Himmel.
Ein weiteres großes Spektakel, mit dem der deutsche Meister in den Kinos punkten konnte, war der historische Film „Troja“, in dem Superstars wie Brad Pitt, Eric Bana oder Orlando Bloom zu sehen waren. Großes Kino, mit noch größerem Erfolg. 2006 war "Poseidon" in den deutschen Kinos zu sehen - War aber wenig erfolgreich.
Abschließend bleibt zu sagen, dass unser deutscher Weltstar eine Bilderbuchkarriere hingelegt hat, wie sie mit Sicherheit viele gerne erlebt hätten. Aber ohne Fleiß auch kein Preis. Gut gemacht Wolfgang!
Filmographie Wolfgang Petersen
- 1967: Der Eine – der Andere
- 1968: Die Rote Fahne
- 1969: Ich nicht
- 1971: Tatort - Blechschaden (TV)
- 1971: Ich werde dich nicht töten, Wolf
- 1972: Anna und Toto (TV)
- 1972: Tatort - Strandgut (TV)
- 1973: Smog (TV)
- 1973: Tatort - Jagdrevier (TV)
- 1973: Einer von uns beiden
- 1974: Tatort - Nachtfrost (TV)
- 1974: Aufs Kreuz gelegt (TV)
- 1975: Van der Valk und die Reichen (TV)
- 1975: Tatort - Kurzschluß (TV)
- 1975: Stellenweise Glatteis (TV)
- 1975: Die Stadt im Tal (TV-Serie)
- 1976: Vier gegen die Bank (TV) (auch Drehbuch)
- 1976: Hans im Glück (TV)
- 1976: Tatort - Reifeprüfung (TV)
- 1977: Die Konsequenz (auch Drehbuch)
- 1977: Planübung (TV) (auch Drehbuch)
- 1978: Schwarz und weiß wie Tage und Nächte (TV) (auch Drehbuch)
- 1981: Das Boot
- (auch Drehbuch)
- 1981: Das Boot (TV-Serie) (auch Drehbuch)
- 1984: Die unendliche Geschichte
- (auch Drehbuch)
- 1985: Enemy Mine
- 1991: Tod im Spiegel (auch Produzent, Drehbuch)
- 1993: In the Line of Fire - Die zweite Chance
- (auch Produzent)
- 1995: Outbreak - Lautlose Killer
- (auch Produzent)
- 1997: Air Force One
- (auch Produzent)
- 1997: Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg
- (nur Ex.Produzent)
- 1999: Instinkt
- (nur Produzent)
- 2000: Der Sturm
- (auch Produzent)
- 2000: Der 200 Jahre Mann
- (nur Produzent)
- 2001: The Agency (TV) (nur Produzent)
- 2004: Troja
- (auch Produzent)
- 2006: Chicxulub (nur Ex.Produzent)
- 2006: Poseidon
- (auch Produzent)
Filmpreise
OSCAR Nominierungen:
1982: Beste Regie: Das Boot
1982: Bestes Drehbuch: Das Boot