Oskar Roehler

Biographie

Oskar Roehler © X-Verleih

Geboren am 21.1.1959 in Starnberg, Bayern, Deutschland Autor Kathrin Lang

„Ich glaube, dass die Zeiten von diesen lahmarschigen Filmen, die versuchen, eine Message rüberzubringen, vorbei sind.“ (Oskar Roehler)

Oskar Roehler – einer der großen Namen, wenn es um deutsche Regisseure geht. Seit dem Beginn seiner Karriere hatte er schon beinahe jede deutsche Schauspielgröße vor seiner Linse und bereicherte unseren Filmmarkt regelmäßig mit tollen Produktionen, die es in sich haben.

Als Sohn der Schriftstellerin Gisela Elsner und des Schriftstellers Klaus Roehler war es für Roehler naheliegend, dass auch er eine Karriere als Schreiberling einschlägt – und so kam es, wie es kommen musste: Die Karriere von Oskar Roehler hat als Drehbuchautor begonnen. Zunächst schrieb der Stücke fürs Theater und wechselte schließlich, Anfang der 1990er Jahre, ins Filmgeschäft. Zum ersten Mal als Regisseur betätigte sich der Deutsche 1995 für „Gentleman“ mit Inga Busch. Seinen Durchbruch feierte er letztlich 2000, als er das Drama „Die Unberührbare“ mit Hannelore Elsner in der Hauptrolle inszenierte und dafür unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet wurde. Für das Drama betätigte er sich nicht nur als Regisseur, sondern auch als Drehbuchautor. Innerhalb der Geschichte verarbeitete er den tragischen Selbstmord seiner Mutter. Seinen nächsten größeren Erfolg verzeichnete Roehler 2004 mit dem gesellschaftskritischen Drama „Agnes und seine Brüder“ in dem Moritz Bleibtreu, Herbert Knaup und Katja Riemann in den Hauptrollen zu sehen waren. Roehler verfasste für „Agnes und seine Brüder“ auch das Drehbuch, das letztlich mit dem Bayrischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. 2006 folgte mit „Elementarteilchen“ erneut ein mehrfach ausgezeichneter und hochkarätig besetzter Kassenschlager. 2009 brachte er das Musikdrama „Lulu und Jimi“ in unsere Kinos. Für diesen Film fungierte Oskar Roehler erneut als Drehbuchautor, Regisseur und zudem als Co-Produzent. Im Frühherbst 2010 brachte er schließlich den kontrovers diskutierten Film „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ in unsere Kinos. Erneut besetzte er Moritz Bleibtreu für eine tragende Rolle. Außerdem darf das Drama „Faust“, frei nach Goethes „Faust“, bereits gespannt erwartet werden.


Filmographie Oskar Roehler

  • 1992: Terror 2000 - Intensivstation Deutschland (nur Drehbuch, Schauspieler)
  • 1992: Deutschfieber (nur Drehbuch)
  • 1995: Gentleman (auch Drehbuch, Schnitt, Produzent)
  • 1995: Ex (TV) (nur Drehbuch)
  • 1997: Silvester Countdown (auch Drehbuch, Produzent)
  • 1997: Die 120 Tage von Bottrop (nur Drehbuch, Schauspieler)
  • 1999: Latin Lover (auch Drehbuch)
  • 1999: Gierig (auch Drehbuch)
  • 2000: Die Unberührbare
  • (auch Drehbuch)
  • 2001: Suck My Dick (auch Drehbuch)
  • 2002: Fahr zur Hölle, Schwester! (TV)
  • 2003: Der alte Affe Angst (auch Drehbuch)
  • 2004: Agnes und seine Brüder
  • (auch Drehbuch)
  • 2006: Elementarteilchen
  • (auch Drehbuch)
  • 2009: Lulu & Jimi
  • (auch Drehbuch, Co-Produzent)
  • 2010: Jud Süss - Film ohne Gewissen
  • (auch Mitwirkung Drehbuch)
  • 2010: Faust