Ralf Huettner

Biographie

Ralf Huettner © Constantin Film

Geboren am 29.11.1954 in München, Bayern, Deutschland Autor Kathrin Lang

„Aus dem Paradies gibt es keine Geschichten – aber aus der Hölle schon!“ (Ralf Huettner)

Ralf Huettner, der Mann wenn es um die Außenseiter dieser Gesellschaft, um liebenswerte Anti-Helden geht. 1954 in der bayerischen Hauptstadt München geboren, studierte er von 1981 bis 1985 an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Bereits während seines Studiums schrieb er bereits das Drehbuch für eine Folge der TV-Serie „Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger“. Bis zu seinem Regiedebüt sollte es allerdings noch einige Zeit dauern. 1987, zwei Jahre nachdem Huettner sein Filmstudium beendet hatte, lieferte er uns mit „Das Mädchen mit den Feuerzungen“ seinen ersten Spielfilm ab. Die Tragik-Komödie handelte von vier Rollstuhlfahrern – und sollte thematischer Wegweiser für die weiteren Filme des Deutschen werden. Immer wieder setzte sich Ralf Huettner in den kommenden Jahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge mit Anti-Helden auseinander: Sei es nun Kultkomiker Helge Schneider, der 1993 für die Komödie „Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem“ für diesen Part herhalten musste oder Tom Gerhardt in „Voll normaaal“ (1994).

Seinen ersten Karrierehöhepunkt feierte Ralf Huettner 1997, als er uns die Komödie „Die Musterknaben“ mit den tollpatschigen Polizisten Oliver Korittke und Jürgen Tarrach auf unsere Leinwände brachte. „Die Musterknaben“ wurde ein voller Erfolg und erbrachte Huettner sogar den 3sat-Publikumspreis auf dem Fernsehfestival in Baden-Baden. 1999 und 2003 folgten mit „Die Musterknaben 2“ und „Die Musterknaben – 1001 Nacht“ die beiden weniger erfolgreichen Fortsetzungen – beide schafften den Sprung ins Kino nicht, sondern verharrten tapfer auf den Bildschirmen. Erneut für positive Schlagzeilen sorgte der Münchner 2001, als er den Bestseller „Mondscheintarif“ von Ildikó von Kürthy auf unsere Leinwände brachte und damit für gut gefüllte Kinosäle sorgte. 2006 folgte mit „Reine Formsache“ eine gelungene Tragik-Komödie, die eine Beziehung kritisch unter die Lupe nahm.

Für seine Fernseharbeit wurde Ralf Huettner 2008 hoch gelobt, als er für die Regie in der Fernsehserie „Dr. Psycho – Die Bösen, die Bullen, meine Frau und ich“ mit dem Adolf Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. 2010 machte er hingegen wieder mit einem Kinofilm auf sich aufmerksam. Mit seiner Regiearbeit für „vincent will meer“ widmete sich Huettner erneut liebenswerten Anti-Helden, indem er den Tourette-Kranken Vincent, die magersüchtige Marie und den Zwangsneurotiker Alex hervorragend in Szene setzte. „vincent will meer“ avancierte prompt zu einer erfolgreichsten Komödien des Kinojahres. Weniger verliefen sie Dinge 2012, als "Ausgerechnet Sibirien" bei der Kritik und an den Kinokassen weniger gut abschnitt.


Filmographie Ralf Huettner

  • 1982: Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger (TV-Serie) (nur Drehbuch)
  • 1987: Das Mädchen mit den Feuerzungen (auch Drehbuch)
  • 1988: Der Fluch (auch Drehbuch)
  • 1992: Der Papagei (auch Drehbuch)
  • 1992: Babylon - Im Bett mit dem Teufel (auch Drehbuch, Produzent)
  • 1993: Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem
  • 1993: Das Double (TV)
  • 1994: Voll normaaal!
  • 1995: Um die 30 (TV) (auch Drehbuch)
  • 1996: Der kalte Finger (auch Drehbuch)
  • 1997: Die Musterknaben
  • (auch Drehbuch)
  • 1998: Auch Männer brauchen Liebe (TV) (nur Schauspieler)
  • 1999: Die Musterknaben 2 (TV) (auch Drehbuch)
  • 2001: Mondscheintarif
  • (auch Drehbuch)
  • 2003: Die Musterknaben - 1000 und eine Nacht (TV) (auch Drehbuch)
  • 2006: Reine Formsache
  • (auch Drehbuch)
  • 2007: Dr. Psycho - Die Bösen, die Billen, meine Frau und ich (TV-Serie)
  • 2008: Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen (TV)
  • 2008: Putzfrau Undercover (TV)
  • 2010: vincent will meer
  • 2012: Ausgerechnet Sibirien