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Wes Anderson
Biographie
© Buena Vista International
| Geboren am | 01.05.1969 | in | Houston, Texas, USA | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
„Ich habe das Gefühl, meine Realität ist genau so, wie das Universum meiner Filme. Aber das mag an meiner verqueren Perspektive liegen. Vielleicht weiß ich gar nicht, was Realität ist.“ (Wes Anderson im Interview mit Spiegel Online)
Der Filmemacher, Drehbuchautor und Produzent Wesley „Wes“ Wales Anderson ist bekannt geworden für eine etwas andere Art von Filmen, die sich bewusst von den gängigen Klischee-Geschichten abheben. Sein Filmuniversum ist bevölkert von Exzentrikern, verkrachten und gescheiterten Existenzen, durchgeknallten Freaks, kurz von Menschen mit jeder Menge Macken.
Beim Studium an der University of Texas in Austin lernte er den Schauspieler Owen Wilson kennen. Mit ihm realisierte er 1994 seinen ersten Kurzfilm „Bottle Rocket“. Die Geschichte kam an und wurde 1996 zu seinem Langfilmdebüt. Seit dieser Zeit bildeten Wilson und er ein kreatives Team. Owen Wilson ist fast an allen Anderson Projekten beteiligt und gehört neben Jason Schwartzman, Andrew Wilson, Bill Murray, Kumar Pallana, Dipak Pallana, Brian Tenenbaum, Stephen Dignan, und Anjelica Huston zu jenen Darstellern, die der Regisseur bevorzugt für in seinen Filmen besetzt.
2001 verbuchte der Amerikaner mit „Die Royal Tenenbaums“ seinen ersten internationalen Erfolg, nachdem seine ersten Filme eher dem interessierte Festivalpublikum bekannt waren. Bei den Filmfestspielen von Berlin konnte Anderson sich über eine Nominierung für den Goldenen Bären freuen und die Jury der OSCARs würdigte das Drehbuch, welches Wes Anderson mit Kumpel Owen Wilson schrieb, mit einer Nominierung in der Kategorie „Bestes Drehbuch – Original“. Auch sein Folgefilm „Die Tiefseetaucher“ wurde 2004 in Berlin für den Goldenen Bären nominiert. 2007 startete mit „Darjeeling Limited“ erneut ein unkonventionelles Projekt in den Kinos. Drei sich fremd gewordene Brüder versuchen sich auf einer Reise durch Indien emotional wieder anzunähern – Wes Andersons Variante eines Roadmovie begeisterte die Kritiker und gewann beim Filmfest von Venedig den Goldenen Löwen.
„Ich versuche mich nicht zu wiederholen, aber dann sieht es so aus, als ob ich das in meinen Filmen kontinuierlich tue. Es ist nichts, worum ich mich ausdrücklich bemühe. Ich möchte nur Filme machen, die persönlich sind, aber auch ein Publikum interessieren.“
Nach dem Kurzfilm „Hotel Chevalier“ brachte uns der Filmemacher 2010 die animierte Adaption der Roald Dahls-Erzählung „Der fantastische Mr. Fox“ auf unsere Leinwände. Erneut ein außergewöhnliches Projekt, welches der Amerikaner mit sehr viel Liebe zum Detail verwirklichte. Die Academy nominierte den Streifen prompt in der Kategorie Bester animierter Film. Wes Anderson musste sich bei der Verleihung jedoch dem PIXAR-Film „Oben“ geschlagen geben.
Filmographie Wes Anderson
- 1994: Bottle Rocket (auch Drehbuch)
- 1996: Durchgeknallt (Bottle Rocket)
- (auch Drehbuch)
- 1998: Rushmore (auch Drehbuch, Produzent)
- 2001: Die Royal Tenenbaums
- (auch Drehbuch, Produzent, Schauspieler)
- 2004: Die Tiefseetaucher
- (auch Drehbuch)
- 2005: Der Tintenfisch und der Wal
- (nur Produzent)
- 2007: Darjeeling Limited
- (auch Drehbuch, Produzent)
- 2007: Hotel Chevalier
- (auch Drehbuch)
- 2010: Der fantastische Mr. Fox
- (auch Drehbuch, Produzent, Stimme)
- 2012: Moonrise Kingdom
- (auch Drehbuch, Produzent)
Filmpreise
OSCAR Nominierungen:
2001: Beste Drehbuch (Original): Die Royal Tenenbaums
2009: Bester animierter Film: Der Fantastische Mr. Fox