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James Cameron
Biographie
© 20th Century Fox
| Geboren am | 16.08.1954 | in | Kapuskasing, Kanada | Autor | Kathrin Lang |
|---|
“Die Leute nennen mich einen Perfektionisten. Ich würde mich eher als „Richtigmacher“ bezeichnen. Ich arbeite so lange an Dingen, bis sie für mich richtig sind. Erst dann nehme ich mich der nächsten Sache an.“ (James Cameron)
James Cameron – Einer der bekanntesten Regisseure unsere Zeit. Durch ihn entstanden schon zahlreiche Kassenschlager, die heute sogar als absolute Kultfilme angesehen werden. Er ist ein wahrer Meister auf seinem Gebiet und beherrscht nicht nur das Regieführen, sondern schreibt erfolgreich auch Drehbücher und betätigt sich für viele Filme auch als Produzent und Cutter. Dabei dachte der gebürtige Kanadier zunächst an eine ganz andere Zukunft: 1971 zog er in die Vereinigten Staaten, dort fing er am Fullerton College an, Physik zu studieren. Seine Leidenschaft für die Naturwissenschaft hielt jedoch nicht lange an. Camerons Interesse für Filme wurde immer mehr geweckt und er begann sich ernsthafte Gedanken über eine Karriere als Regisseur zu machen.
“Man kann viele Bücher und Artikel über das Filmemachen lesen, aber man kann nie wirklich wissen wie es funktioniert, wenn man es nicht im Tagesgeschäft miterlebt.“
Seinen ersten Job in dieser Richtung erhielt James Cameron nach einem 35mm-Kurzfilm, der in kompletter Eigenproduktion entstand. Als Lob für diese Leistung stellte ihn Roger Cormans als ‚Junge für alles‘ in seiner Firma „New World Pictures“ ein. 1980 bekam er dann jedoch seine große Chance. Cameron durfte für „Battle Beyond the Stars“ die Kamera an manchen Stellen selbst führen. Nachdem James Cameron über ein Jahr hinweg in Cormans Produktionsfirma viel über das Filmemachen lernen konnte, rutsche er 1981 fast wie von selbst auf den Regiestuhl. Damals sprang der Regisseur für „Fliegende Killer - Piranha II“ ganz plötzlich ab und James Cameron durfte seinen Platz einnehmen. Damit war der Weg für Camerons Karriere frei - die Türen standen ihm offen.
Bereits ein Jahr später gelang ihm der große Durchbruch, als er das Drehbuch zu „Terminator“ schrieb und für diesen Actionstreifen sogar Arnold Schwarzenegger für die Hauptrolle für sich gewinnen konnte. Schwarzenegger erhielt durch diese Rolle Weltruhm. Obwohl der Film in den Produktionskosten mit 6 Millionen Dollar recht billig ausfiel, wurde „Terminator“ zum Publikumsliebling und spielte weltweit satte 80 Millionen Dollar ein. James Cameron erntete nur positive Kritik und avancierte zum Erfolgsregisseur.
“Der Job eines Regisseurs ist es, etwas zum Leben zu erwecken. Das geschieht jedoch nicht von selbst. Wenn es einem nicht gelingt mit Leidenschaft und Intensität an diese Aufgabe heranzugehen, kann man es auch gleich lassen.“
Diesem Riesenerfolg schlossen sich zwei weitere an: 1985 verfasste Cameron das Drehbuch zu „Rambo II – Der Auftrag“. Danach verfilmte er „Aliens – Die Rückkehr“, zu dem er ebenfalls das Drehbuch schrieb. Beide Filme ließen Cameron viele, viele Stufen auf der Karriereleiter weiter nach oben klettern. Insbesondere „Aliens – Die Rückkehr“ schlug wie eine Bombe ein - Neben den 7 OSCAR-Nominierungen, spielte der Film weltweit über 180 Millionen Dollar ein und wurde einer der besten und bekanntesten Filme aller Zeiten. 1989 durfte sich das kanadische Multitalent zum ersten Mal über eine OSCAR-Nominierung in der Kategorie Beste Regie für „Abbys“ freuen.
1991 war es dann endlich soweit und die Fortsetzung von „Terminator“ – „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ kam in unsere Kinos. James Cameron war in diesem Actionstreifen nicht nur als Regisseur, sondern gleichzeitig auch Drehbuchautor und Produzent tätig. Die Arbeit lohnte sich – „Terminator 2“ gewann vier OSCARS und wurde für zwei Goldjungen nominiert. Für viele Kinogänger ist dieser Film sogar noch besser, als sein Vorgänger.
1997, für Cameron das Jahr der Jahre, kam „Titanic“ in unsere Kinos. Mit diesem gigantischen Projekt brach er alle Rekorde. Wochenlang wurden die Kinos gestürmt, alle wollten oder mussten dieses 200 Millionen Dollar teure Spektakel miterleben. „Titanic“ räumte elf sehr verdiente OSCARS ab - unter anderem natürlich auch einen für den Macher selbst. Diesem Film folgten viele Fernsehauftritte rund um das Thema „Titanic“ – der Name James Cameron war in jedermanns Ohr. Spätestens ab 1997 gehört Cameron zu den ‚Königen der Welt‘.
Nachdem der ganze Trubel um Titanic ein Ende gefunden hatte, wurde es jedoch erst mal ruhiger um den Regisseur. Größeres Aufsehen erregte er erst wieder im Jahre 2000, als seine TV-Serie „Dark Angel“ mit Jessica Alba in der Hauptrolle ausgestrahlt wurde. 2003 dann nochmals ein weiterer Höhepunkt: Sein Drehbuch zu „Terminator 3: Rise of the Machines“ wurde verfilmt. Zwar nicht vom Meister selbst, jedoch entstanden Idee und Story durch ihn. Seine große Rückkehr feierte James Cameron erst Ende 2009, als er „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ in unsere Kinos brachte. Der Film wurde von der Presse als „Aufbruch in eine neue Filmära“ gefeiert. Kurzum: Das lange Arbeiten an diesem Projekt hat sich gelohnt. Mit „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ konnte Cameron mühelos an alte Karrierehöhepunkte anknüpfen. Nach einigen Wochen wurde „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ mit einer Einspielzahl von mehr als 1.842 Milliarden Dollar zum erfolgreichsten Film aller Zeiten und positioniert sich damit auf Platz 1; vor „Titanic“. Bei den Golden Globes wurde der Meister mehrfach für sein Werk nominiert und gewann den Preis für die beste Regie. Auch die Jury der OSCARs war der Meinung, dass dieses Spektakel bei den Verleihungen nicht unbedacht bleiben darf: Neun Nominierungen lassen großes erhoffen!
Filmographie James Cameron
- 1978: Xenogenesis (auch Drehbuch, Produzent, Szenenbilder)
- 1980: Sador - Herrscher im Weltraum (nur Effekte)
- 1981: Fliegende Killer - Piranha II
- 1981: Die Klapperschlange (nur Kamera)
- 1982: Planet des Schreckens (nur Szenenbilder)
- 1985: Terminator
- (auch Drehbuch)
- 1985: The Time It´s War
- 1985: Rambo II - Der Auftrag
- (nur Drehbuch)
- 1986: Aliens - Die Rückkehr
- (auch Drehbuch)
- 1989: Abyss
- 1991: Gefährliche Brandung
- (nur Ex.Produzent)
- 1991: Terminator 2 - Tag der Abrechnung
- (auch Drehbuch, Produzent)
- 1994: True Lies - Wahre Lügen
- (auch Drehbuch, Produzent, Schnitt)
- 1995: Apollo 13
- (nur Effekte)
- 1995: Strange Days
- (nur Produzent, Drehbuch, Schnitt)
- 1996: T2 3-D: Battle Across Time (auch Drehbuch)
- 1997: Titanic
- (auch Drehbuch, Produzent, Schauspieler, Schnitt, Kamera)
- 2000: Dark Angel (TV-Serie) (auch Drehbuch, Ex.Produzent)
- 2001: Earthship.TV (TV)
- 2002: Die Bismarck (TV) (auch Produzent)
- 2002: Solaris
- (nur Produzent)
- 2003: Terminator 3 - Rebellion der Maschinen
- (nur Figuren)
- 2002: Die Geister der Titanic (auch Produzent)
- 2003: Volcanos of the Deep (nur Ex.Produzent)
- 2005: Aliens of the Deep (auch Produzent)
- 2005: Last Mysteries of the Titanic (TV) (nur Produzent)
- 2005: Titanic Adventures (nur Produzent)
- 2006: The Exodus Decoded (TV) (nur Ex.Produzent)
- 2007: The Lost Tomb of Jesus (TV) (nur Ex.Produzent)
- 2008: Terminator - S.C.C. (TV-Serie) (nur Figuren)
- 2009: Avatar - Aufbruch nach Pandora
- (auch Drehbuch, Produzent)
- 2011: Sanctum
- (nur Ex.Produzent)
- 2011: Battle Angel (auch Drehbuch, Produzent)
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1997: Bestes Drehbuch: Titanic
Gewonnene Golden Globes:
1997: Beste Regie: Titanic
2009: Beste Regie: Avatar - Aufbruch nach Pandora
OSCAR Nominierungen:
2009: Bester Film: Avatar - Aufbruch nach Pandora
2009: Beste Regie: Avatar - Aufbruch nach Pandora
2009: Bester Schnitt: Avatar - Aufbruch nach Pandora
Gewonnene OSCARs
1997: Bester Film: Titanic
1997: Beste Regie: Titanic
1997: Bester Schnitt: Titanic