Lasse Hallström

Biographie

Lasse Hallström © Concorde Film

Geboren am 02.06.1946 in Stockholm, Schweden Autor Melanie Frommholz

Der Schwede Lasse Hallström ist in Sachen „Filme machen“ ein echter Frühstarter. Bereits in der Oberschule drehte er kleine Dokumentarfilme. Unter anderem machte er auch einen Kurzfilm für seine Freunde, die gerade dabei waren, eine Rockband zu gründen. Der Film lief im schwedischen Fernsehen und bedeutete für Lasse Hallström den Einstieg ins „Profifilmgeschäft“.

Anfang der 70ger Jahre arbeitete der Schwede als Produzent beim Fernsehen und verdiente sich so seine ersten Sporen. 1975 lieferte er mit „A Guy and a Gal“ seinen ersten Kinofilm ab. Nur zwei Jahre später, 1977, sollte sich der Regisseur mit „ABBA – Der Film“ auf dem europäischen Filmmarkt einen Namen machen. Den internationalen Durchbruch konnte Lasse Hallström aber erst 1985 mit dem Streifen „Mein Leben als Hund“ feiern. Ein Einstand nach Maas, den der Schwede wurde bei den OSCARS mit einer Nominierung als bester Regisseur und einer Nominierung für das beste Drehbuch bedacht. Auch auf dem hart umkämpften, amerikanischen Filmmarkt standen ihm nun die Türen offen. 1991 folgte mit dem Film „Ein charmantes Ekel“ dann auch sein erster US-Streifen, mit Richard Dreyfuss und Holly Hunter in den Hauptrollen.

Auf die Frage, wie es denn als europäischer Filmemacher in Hollywood sei, antwortete Lasse Hallström in einem Interview mit „Cinema online“:„Ich bin dort nur Besucher, und habe immer eine Hintertür offen. Aber es ist nicht so, dass alles ganz anders wäre. Im Grunde mache ich dort die gleiche Art von Filmen, wie vorher in Schweden.“Vielleicht ist es diese Einstellung des Regisseurs, die uns bis heute solche wundervollen Filme wie „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“, „Power of Love“ oder „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ (übrigens wieder eine OSCAR-Nominierung als bester Regisseur für den Schweden) beschert hat. Lasse Hallström setzt bei seiner Arbeit eben nicht auf große Effekte oder platte Gags. Er erzählt Geschichten, die nicht geradlinig das Ziel ansteuern. Es sind gerade die Irrungen und Wirrungen der einzelnen Charaktere, die er beleuchtet. Immer darauf bedacht, so wahrhaftig wie möglich zu sein. Auch „Chocolat“ aus dem Jahre 2000 oder „Schiffsmeldungen“ ein Jahr später, passen in diese Reihe der „ruhigen“ Filme. 2006 brachte der Schwede mit "Casanova" den größten Verführer seiner Zeit zurück auf die Leinwand. 2009 realisierte der Schwede zusammen mit Richard Gere den berührenden Hundefilm "Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft". Ein Jahr später verfilmte er die Liebesgeschichte von Nicholas Sparks „Das Leuchten der Stille“. 2012 startete die Romanverfilmung "Lachsfischen im Jemen" in unseren Kinos.

Lasse Hallström ist seit 1994 mit der Schauspielerin Lena Olin verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter, Tora. Aus erster Ehe hat er einen Sohn.


Filmographie Lasse Hallström

Filmpreise

OSCAR Nominierungen:
1987: Beste Regie: Mein Leben als Hund
1987: Bestes Drehbuch: Mein Leben als Hund
1999: Beste Regie: Gottes Werk und Teufels Beitrag