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Woody Allen
Biographie
© Concorde Film
| Geboren am | 01.12.1935 | in | Brookly, New York, USA | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
"Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Ich möchte nur nicht dabei sein, wenn es geschieht."
Was schreibt man über einen Mann, über den es bereits etliche Biographien und sogar Dokumentarfilme gibt? Mit Sicherheit nichts, was den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Nachfolgend also ein „klitzekleiner“ Ausflug in das bewegte Leben einer der größten Filmemacher unserer Zeit.
Woody Allen erblickte am 1.12.1935 in Brooklyn, New York als Allen Stewart Konigsberg das Licht der Welt. Bis heute verbindet ihn mit seiner Heimatstadt augenscheinlich eine innige Liebe, denn viele seiner Filme und Geschichten sind hier angesiedelt. Im Alter von 15 Jahren wurde aus Allen Stewart Konigsberg dann Woody Allen. Zu dieser Zeit begann er sich auch für Film zu interessieren. Besonders der europäische Film hatte es ihm angetan, was erklären würde, warum seine späteren Filme so wenig „amerikanisch“ wirkten. Nach dem Schulabschluss begann Allen ein Studium an der New York University. Unter anderem belegte er hier auch einen Filmkurs. Schnell merkte der Amerikaner jedoch, dass die Uni nicht wirklich sein Weg war. Er begann als Gag-Schreiber zu arbeiten und hatte Glück. Der Agent Harvey Meltzer brachte ihn beim „Writer’s Development Program“ des TV-Senders NBC unter. Eine gute Schule, wie sich im Nachhinein herausstellte, und das richtige Sprungbrett.
"Für Sie bin ich ein Atheist. Für Gott bin ich ein treuer Gegensatz.“
Anfang der 50ger Jahre boomte das Fernsehgeschäft und Woody Allen machte sich als Autor bald einen Namen in der Branche. Er versuchte sich 1961 dann auch auf der Bühne. Bis 1964 war er erfolgreich als Stand-Up-Comiedien und Bühnenschauspieler tätig. Bei einem seiner Auftritte fiel er auch dem Produzenten Charles Feldmann auf, der Allen engagierte das Drehbuch zu seinem neusten Projekt „Was gibst Neues, Pussy“ umzuschreiben. Der Film war auch der erste Einsatz für den Amerikaner vor der Kamera. Woody Allen hatte seinen Fuß in der Tür zum Filmgeschäft.
Das bei dem Amerikaner in Sachen Film neben dem Schreiben von Drehbüchern und Gags noch weitere Talente schlummern war bald klar. Auch als Schauspieler wusste sich Allen gut zu verkaufen. 1966 erhielt er dann auch die Chance bei dem Projekt „What’s up, Tiger Lily“ erstmals Regie zu führen. Ob Woody Allen zu diesem Zeitpunkt auch nur annähren ahnte, dass er am Beginn einer unvergleichlichen Karriere als Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler stand?
Mittlerweile ist der Filmemacher einer der meist geachteten und erfolgreichsten Persönlichkeiten der Traumfabrik Hollywood. Top-Schauspieler reißen sich um eine Rolle in einem seiner Filme. Auch bei den Oscars ist er ein ständig gern gesehener Gast. Sowohl als Drehbuchautor als auch als Regisseur kann er auf eine beträchtliche Anzahl von Nominierungen blicken. Gewonnen hat er den Goldjungen 1977 für das beste Drehbuch und die beste Regie für „Der Stadtneurotiker“ und 1986 in der Kategorie Bestes Drehbuch für „Hanna und ihre Schwestern“.
“Komm zur Armee, sieh die Welt, triff interessante Menschen – und töte sie dann.“
Wie kein Zweiter versteht es der bekennende Pessimist Woody Allen das Thema „Menschen und ihr Beziehungschaos“ immer wieder neu zu verpacken und erfolgreich auf die Leinwände zu zaubern. Filme wie „ Der Stadtneurotiker“ haben über die Jahre Kultstatut erlangt. 2005 kamen gleich zwei Streifen des großen Regisseurs in unsere Kinos. „Melinda und Melinda“ und „Match Point“ - wieder unterhaltsames Erzählkino! Gerade "Macht Point" war sehr erfolgreich und räumte eine OSCAR und gleich zwei Golden Globe Nominierungen ab. 2006 folgte mit "Scoop - Der Knüller" erneut ein toller Streifen des berühmten Filmemachers. Erneut übrigens eine Zusamenarbeit mit der Schauspielerin Scarlett Johansson, die in jeder Zeit seine neue Muse zu sein schien. Auch in seinem 2008 startenden Film "Vicky Cristina Barcelona" übernahm sie eine tragende Rolle. Für 2009 stand "Whatever Works - Liebe sich wer kann" auf dem Kinofilmprogramm des nimmermüden Filmemachers. Erneut eine Allen-typische Tragikkomödie über das Leben, die Liebe und New York. 2010 beschenkte sich Woody Allan zu seinem 75. Geburtstag mit dem Beziehungsreigen „Ich sehe den Mann deiner Träume“. 2011 kam Allens neue wunderbare Regiearbeit „Midnight in Paris" in die Kinos. Die Story gefielt auch der Jury der Golden Globes, die das Drehbuch auszeichente. Die OSCAR-Jury folgte und nominierte den Filmemacher ebenfalls für Drehbuch und Regie. Den Goldjungen für das beste Drehbuch gewann Allen dann auch prompt. Es war sein vierter und er musste 26 Jahre darauf warten.
Neben der Filmarbeit ist der Amerikaner übrigends nach wie vor am Broadway aktiv.
“Grundsätzlich bin ich eine wenig gebildete Person. Ich bevorzuge es mit einem Bier in der Hand und Fleischbällchen Baseball zu schauen.“
Woody Allen ist seit 1997 in dritter Ehe mit Soon-Yi Previn verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder. Pikantes Detail: Soon-Yi ist die Adoptivtochter von Mia Farrow mit der Allen zuvor liiert war. Mit ihr hat Allen noch einen gemeinsamen Sohn. In den 70ger Jahren war der Filmemacher mit der Schauspielerin Diane Keaton zusammen.
Filmographie Woody Allen
- 1950: Colgate Variety Hour (TV-Serie) (nur Drehbuch)
- 1954: Caesar's Hour (TV-Serie) (nur Drehbuch)
- 1956: Stanley (TV-Serie) (nur Drehbuch)
- 1958: The Garry Moore Show (TV-Serie) (nur Drehbuch)
- 1958: At the Movies (TV) (nur Drehbuch)
- 1960: Candid Camera (TV-Serie) (nur Drehbuch)
- 1960: Hooray for Love (TV)(nur Drehbuch)
- 1962: The Laughmaker (nur Drehbuch)
- 1963: The Sid Caesar Show (TV-Serie) (nur Drehbuch)
- 1965: Was gibts Neues, Pussy?
- (nur Drehbuch, Schauspieler)
- 1966: What’s up, Tiger Lily? (auch Drehbuch, Produzent)
- 1967: Der Spinner (nur Schauspieler)
- 1967: Casino Royale
- (nur Drehbuch, Schauspieler)(ungenannt)
- 1966: Gene Kelly in New York, New York (TV) (nur Drehbuch)
- 1969: Don’t drink the Water (nur Drehbuch)
- 1969: Woody, der Unglücksrabe (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1970: Pussycat, Pussycat, I love you (nur Drehbuch)
- 1970: Hot Dog (TV-Serie) (nur Schauspieler)
- 1971: Men of Crisis: The Harvey Wallinger Story (TV) (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1971: Bananas
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1972: Mach's noch einmal, Sam
- (nur Drehbuch, Schauspieler)
- 1972: Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1973: Der Schläfer (auch Drehbuch, Schauspieler, Komponist)
- 1975: Die Letzte Nacht des Boris Gruschenko (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1977: Der Stadtneurotiker
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1978: Innenleben
- (auch Drehbuch)
- 1979: Manhattan
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1980: Stardust Memories
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1982: Eine Sommernachts-Sexkomödie
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1983: Zelig (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1984: Broadway Danny Rose (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1985: Purple Rose of Cairo (auch Drehbuch)
- 1986: Godard trifft Woody Allen (nur Drehbuch)
- 1986: Hannah und ihre Schwestern (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1987: Radio Days (auch Stimme, Drehbuch)
- 1987: King Lear (nur Schauspieler)
- 1987: September (auch Drehbuch)
- 1988: Eine andere Frau (auch Drehbuch)
- 1989: Somebody or The Rise and Fall of Philosophy (nur Drehbuch)
- 1989: New Yorker Geschichten
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1989: Verbrechen und andere Kleinigkeiten (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1990: Alice (auch Drehbuch)
- 1991: Ein ganz normaler Hochzeitstag
- (nur Schauspieler)
- 1992: Schatten und Nebel (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1992: Ehemänner und Ehefrauen
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1993: Manhattan Murder Mystery (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1994: Bullets Over Broadway
- (auch Drehbuch)
- 1994: Don't Drink the Water (TV) (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1995: Sonny Boys (auch Schauspieler)
- 1995: Geliebte Aphrodite
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1996: Alle sagen: I love you
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1997: Count Mercury Goes to the Suburbs (Story Count Dracula) (nur Drehbuch)
- 1997: Harry außer sich
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 1998: The Imosters (nur Schauspieler)
- 1998: Celebrity - Schön, reich, berühmt (auch Drehbuch)
- 1998: Antz
- (nur Stimme)
- 1999: Sweet and Lowdown (auch Drehbuch)
- 2000: Cuba libre - Dümmer als die CIA erlaubt (nur Schauspieler)
- 2000: Picking up the Pieces - Ein Stück vom Himmel (nur Schauspieler)
- 2000: Schmalspurganoven (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 2001: Sounds From a Town I Love (TV) (auch Drahbuch)
- 2001: Im Bann des Jade Skorpions (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 2002: Hollywood Ending (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 2003: Anything Else
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 2005: Melinda und Melinda
- (auch Drehbuch)
- 2005: Match Point
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 2005: Why Men should’t marry (nur Schauspieler)
- 2006: Scoop - Der Knüller
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
- 2008: Cassandras Traum
- (auch Drehbuch)
- 2008: Vicky Cristina Barcelona
- (auch Drehbuch)
- 2009: Whatever Works - Liebe sich wer kann
- (auch Drehbuch)
- 2010: Ich sehe den Mann deiner Träume
- (auch Drehbuch)
- 2011: Midnight in Paris
- (auch Drehbuch)
- 2012: To Rome with Love
- (auch Drehbuch, Schauspieler)
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1977: Beste Regie: Der Stadtneurotiker
1977: Bestes Drehbuch: Der Stadtneurotiker
1977: Bester Film: Der Stadtneurotiker
1978: Bestes Drehbuch: Innenleben
1978: Beste Regie: Innenleben
1983: Bester Schauspieler - Comedy/Musical: Zelig
1986: Beste Regie: Hannah und ihre Schwester
1986: Bestes Drehbuch: Hannah und ihre Schwester
2005: Beste Regie: Match Point
2005: Bestes Drehbuch: Match Point
2011: Beste Regie: Midnight in Paris
Gewonnene Golden Globes
1985: Bestes Drehbuch: Purple Rose of Cairo
2011: Bestes Drehbuch: Midnight in Paris
OSCAR Nominierungen:
1977: Bester Hauptdarsteller: Der Stadtneurotiker
1978: Beste Regie: Innenleben
1978: Bestes Drehbuch: Innenleben
1979: Bestes Drehbuch: Manhattan
1984: Beste Regie: Broadway Danny Rose
1984: Bestes Drehbuch: Broadway Danny Rose
1985: Bestes Drehbuch: Purple Rose of Cairo
1986: Beste Regie: Hannah und ihre Schwestern
1987: Bestes Drehbuch: Radio Days
1989: Beste Regie: Verbrechen und andere Kleinikeiten
1989: Bestes Drehbuch: Verbrechen und andere Kleinigkeiten
1990: Bestes Drehbuch: Alice
1992: Bestes Drehbuch: Ehemänner und Ehefrauen
1994: Beste Regie: Bullets over Broadway
1994: Bestes Drehbuch: Bullets over Broadway
1995: Bestes Drehbuch: Geliebte Aphrodite
1997: Bestes Drehbuch: Harry außer sich
2005: Bestes Drehbuch: Match Point
2011: Beste Regie: Midnight in Paris
Gewonnene OSCARs
1977: Beste Regie: Der Stadtneurotiker
1977: Bestes Drehbuch: Der Stadtneurotiker
1986: Bestes Drehbuch: Hannah und ihre Schwestern
2011: Bestes Drehbuch: Midnight in Paris