John Hughes †

Biographie

John Hughes © Buena Vista International

Geboren am
Gestorben am
18.2.1950
06.08.2009
in Lansing, Michigan, USA
Manhattan, New York City, New York, USA
Autor Thomas Ays

Das gute, alte, traute amerikanische Heim, das „Saubermann“-Image gehörte seit jeher in John Hughes Filme. Sein stetig wiederkehrendes Markenzeichen waren keine Snobs, oder reiche, verzogene Gören, sondern eben: „The simple american Life!“
“Ich glaub' mein Straps funkt SOS“ hieß der Film, mit dem John Hughes sein Einstand in Hollywood feiern konnte – allerdings „nur“ als Drehbuchautor. Sein Debüt als Regisseur lies noch etwas auf sich warten.

Als er seinen Abschluss an der Glenbrook North High School 1968 in der Tasche hatte, brach er sein Studium an der University of Arizona nach einem Jahr ab. Anschließend verbrachte er seine Zeit damit, diverse Artikel in Zeitschriften zu veröffentlichen und Romane zu schreiben, die jedoch nie verlegt wurden. Erst dann begann er sich an Drehbücher zu versuchen. Nach „Ich glaub' mein Straps funkt SOS“ folgte mit „Mr. Mom“ und „Die Schrillen Vier auf Achse“ weitere Arbeiten von Hughes. Mit dem Streifen „Das darf man nur als Erwachsener“ gab er dann 1984 sein Debüt als Regisseur. Ein Jahr später setzte sich seine Arbeit dann mit „The Breakfast Club“ vollends durch. John Hughes war vom Drehbuchautor zum Regisseur aufgestiegen. Bei diesem Film fungierte er außerdem als Produzent und war, ungenannt, als Schauspieler mit von der Partie.

Mit „L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn“, für den er auch für das Drehbuch verantwortlich war, lieferte er einen weiteren Teenie-Erfolgsstreifen ab. „Ferris macht blau“ jedoch übertraf locker den Bekannt- und Beliebtheitsgrad des vorangegangenen Streifens. Die Welt um Ferris Bueller wurde ein echter Hit.
Mit „Pretty in Pink“ und „Ist sie nicht wunderbar“ konnte John Hughes weitere Erfolge feiern – teils wieder als Regisseur, aber immer als Drehbuchautor. Weitere Highlights in der Karriere des Amerikaners folgten: „Ferien zu Dritt“, „Allein mit Onkel Buck“ und „Schöne Bescherung“ liefen alle sehr erfolgreich an den Kinokassen.
1990 schrieb und produzierte John Hughes dann „Kevin - Allein zu Haus“. Der Film mit Macaulay Culkin in der Hauptrolle funktionierte von der ersten Stunde an und erwies sich auch an den Kinokassen als äußerst rentabel. Das da eine Fortsetzung folgen musste, war nur reine Formsache. „Kevin - Allein in New York“ wurde nicht ganz so erfolgreich, bescherte dem Drehbuchautor Hughes jedoch einen weiteren Erfolg. Davor saß er für „Curly Sue - Ein Lockenkopf sorgt für Wirbel“ mal wieder auf einem Regiestuhl – zum letzten Mal.
In den folgenden Jahren schrieb Hughes die Drehbücher für Filme wie „Ein Hund namens Beethoven“, „Dennis, die Nervensäge“ und „Eine Familie namens Beethoven“. Und auch für „Juniors freier Tag“ und „101 Dalmatiner“ zeichnete sich der Amerikaner für das Drehbuch verantwortlich.
Nach „Flubber“ mit Robin Williams in der Hauptrolle, schrieb und produzierte er weitere mehr oder weniger bekannte Streifen, von denen es aber wenige in die Top 10 der Kinocharts schafften. Erst mit „Manhattan Love Story“ ging es wieder einigermaßen bergauf.

John Hughes wollte sich schon immer nach Vollendung seines 50. Lebensjahres vom Film zurückziehen. Am 6. August 2009, im Alter von nur 59 Jahren, starb der Filmemacher in New York nach einem schweren Herzinfarkt.


Filmographie John Hughes