Annette Bening

Annette Francine Bening

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Biographie

Annette Bening © Universal Pictures

Geboren am 29.5.1958 in Topeka, Kansas, USA Autor Stefanie Rufle

Filmfans kennen sie aus dem vielfach preisgekrönten Kultfilm „American Beauty“ (1999), in dem sie auf fast schon göttliche Art und Weise die absolut kontrollierte und Rosen züchtende Gattin von Kevin Spacey mimte. Annette Bening – eine Ausnahmeschauspielerin mit einer unglaublichen Leinwandpräsenz, die ihre Karriere als viel beachtete Bühnendarstellerin begann.

Am 29. Mai 1958 wurde Annette Francine Bening als jüngstes von vier Kindern in Topeka, Kansas geboren – sie hat zwei Brüder und eine Schwester. Die Familie zog nach Kalifornien, als Annette acht Jahre alt war. Nach ihrem Abschluss an der San Francisco State University studierte Annette Schauspiel am American Conservatory Theatre, wo sie auch regelmäßig auf der Bühne stand. Sie zog dann nach New York, wo sie einige Jahre regelmäßige Theater-Engagements hatte. 1987 erhielt sie einen Tony-Award als beste Schauspielerin im Broadway-Stück „Coastal Disturbances“. Es folgten einige kleinere Fernsehrollen, bis sie im mittelmäßigen Film „Ferien zu dritt“ (1988) ihre erste Rolle für die große Leinwand bekam. Doch schon im Jahr darauf durfte Bening zeigen, was sie kann. In „Valmont“ (1989), der Adaption des Romans „Gefährliche Liebschaften“, spielte sie die intrigante Marquise de Merteuil – das war Annette Benings Durchbruch in Hollywood. Schon im Jahr zuvor hatte es eine Verfilmung des Romans mit dem Titel „Gefährliche Liebschaften“ (1988) gegeben – schon damals hatte Annette für die Rolle der Marquise vorgesprochen, sie aber an Michelle Pfeiffer verloren. Diese Adaption aus dem Jahr 1988 war so erfolgreich, dass „Valmont“ leider nicht so große Beachtung fand. Doch schon ein Jahr nach „Valmont“ sollte es die erste OSCAR Nominierung für Annette Bening geben: In „Grifters“ (1990) stand sie neben Anjelica Huston und John Cusack vor der Kamera. Es folgten die Streifen „Schuldig bei Verdacht“ (1991) und „In Sachen Henry“ (1991), wo sie die Ehefrau von Harrison Ford spielte.

Dann kam die Rolle, die weitreichende Folgen für Annette Benings weiteres Leben haben sollte. Während der Dreharbeiten zu „Bugsy“ (1991) lernte sie Warren Beatty kennen, der die Titelrolle spielte. Die beiden verliebten sich, kurze Zeit später war Annette schwanger und 1992 heiratete das Paar – es war Annettes zweite Ehe. Eigentlich hätte sie die Catwoman in „Batmans Rückkehr“ (1992) spielen sollen, doch aufgrund ihrer Schwangerschaft verlor sie zum zweiten Mal eine Rolle an Michelle Pfeiffer. Für „Bugsy“ gab es eine Golden Globe Nominierung für die Mimin. Eine erneute Zusammenarbeit mit Ehemann Beatty brachte den beiden nur mäßigen Erfolg. In „Perfect Love Affair“ (1994), dem Remake des Klassikers „Die große Liebe meines Lebens“ aus dem Jahr 1957, übernahm Beatty die Cary Grant-Rolle, Annette die von Deborah Kerr, an ihrer Seite war auch Katherine Hepburn zu sehen. Neuen Aufwind erfuhr die Karriere der Schauspielerin mit der Rolle der Queen Elizabeth im viel beachteten „Richard III“ (1995). Im selben Jahr stand sie für „Hallo, Mr. President“ (1995) vor der Kamera, und mit Jack Nicholson und Glenn Close war sie in Tim Burtons „Mars Attacks!“ (1996) zu sehen. Neben Denzel Washington kam sie in „Ausnahmezustand“ (1998) auf die Leinwände, und im Jahr darauf kam dann der unglaublich erfolgreiche Sam Mendes-Film „American Beauty“ (1999) über den großen Teich geschwappt, der Annette Bening eine OSCAR Nominierung und den London Critics Circle Film Award als beste Schauspielerin einbrachte. Nach dem Kevin Costner-Western „Open Range – Weites Land“ (2004) gab es für die Mimin eine erneute OSCAR Nominierung und den Golden Globe als beste Schauspielerin für ihren Auftritt in „Being Julia“ (2004). Doch auch diesmal durfte, wie schon 1999 bei Benings Nominierung für „American Beauty“, Hilary Swank den OSCAR mit nach Hause nehmen. Es folgten die Filme „Krass“ (2007) und „The Women“ (2008), wo die Schauspielerin neben Meg Ryan zu sehen war. Für ihre großartige Darstellung neben Julianne Moore und Mark Ruffalo in „The Kids Are All Right“ (2010) wurde Annette Benning mit einem Golden Globe in der Kategorie Beste Schauspielerin - Musical/Comedy und einer OSCAR Nominierung als Beste Hauptdarstellerin belohnt. Auch 2011 gab es ein Wiedersehen mit der großartigen Darstellerin: Im Drama „Mütter und Töchter“ (2011) war sie an der Seite von Naomi Watts, Kerry Washington und Samuel L. Jackson zu sehen.

Die Schwägerin von Shirley MacLaine, zu deren großen Vorbildern Helen Mirren, Frances McDormand, Liv Ullmann und Ingrid Bergman zählen, war früher festes Ensemblemitglied der kleinen Theatertruppe „The Actor’s Gang“ in Los Angeles. Sie und Warren Beatty haben vier gemeinsame Kinder.


Filmographie Annette Bening

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1991: Beste Schauspielerin - Drama: Bugsy
1995: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Hallo, Mr. President
1999: Beste Schauspielerin - Drama: American Beauty
2006: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Krass

Gewonnene Golden Globes:
2004: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Being Julia
2010: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: The Kids Are All Right

OSCAR Nominierungen:
1990: Beste Nebendarstellerin: Grifters
1999: Beste Hauptdarstellerin: American Beauty
2004: Beste Hauptdarstellerin: Being Julia
2010: Beste Hauptdarstellerin: The Kids Are All Right