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George C. Scott †
George Campbell Scott
Biographie
© 20th Century Fox
|
Geboren am Gestorben am: |
18.10.1927 22.09.1999 |
in |
Wise, Virginia, USA Westlake Village, Kalifornien, USA |
Autor | Thomas Ays |
|---|
„Bette Davis ist mein verdammtes Idol! Ich bewundere sie mehr, als jeden anderen Filmstar!“
George Campbell Scott wurde am 18. Oktober 1927 in Virginia geboren. Nachdem er die Redford Highschool in Detroit abgeschlossen hatte, war er sich unschlüssig, was er mit seinem Leben anfangen sollte. Von 1945 bis 1949 diente er dann im US-Marine-Corp.
Anschließend studierte er Journalismus in Missouri. 1953 hatte er seinen Abschluss mit Diplom in der Tasche. Dann schien es „klick“ gemacht zu haben und Scott zog es an die Bühne. Er spielte am Broadway, auch Shakespeare, und erhielt nicht nur eine Tony Nominierung für seine Darstellungen.
1958 war er erstmals im Fernsehen zu sehen und spielte anschließend in TV-Filmen und Serien kleinere Rollen. 1959 gab er an der Seite von Maria Schell und Gary Cooper sein Leinwanddebüt auf der großen Leinwand. Für „Anatomie eines Mordes“, ebenfalls 1959, gab es die erste OSCAR Nominierung. 1961, für seinen Part in „Haie der Großstadt“ hagelte es die zweite Nominierung für den begehrten Filmpreis.
1964 war er in „Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ zu sehen, 1966 in „Die Bibel“ und 1967 in „Der fabelhafte Mr. Flim Flam“.
1970 spielte George C. Scott seine Rolle. „Seine“ Rolle deshalb, weil sie noch heute als der großartigsten Leistungen gilt, die jemals auf einer Leinwand zu sehen war. Für „Patton – Rebell in Uniform“ erhielt er den OSCAR als bester Hauptdarsteller. Dumm nur, das George C. Scott mit der Zeremonie nichts anfangen konnte, um es mal vorsichtig auszudrücken. Statt an der Verleihung teilzunehmen, sah er sich lieber ein Hockey-Spiel im Fernsehen an. Scott lehnte den OSCAR ab. „Ich habe im Grunde nichts gegen den OSCAR. Ich weiß, wofür er steht und es ist eigentlich in Ordnung. Und ich denke, wenn Leute diese Verleihung dazu nutzen würden, um zusammen zu sitzen um etwas zusammen zu trinken und sich auszutauschen, wäre das wundervoll. Wenn daraus aber ein internationales Tamtam gemacht wird, bei dem Karrieren geboren und ausgelöscht werden, weil Du einen OSCAR bekommen oder nicht bekommen hast, dann gerät das Ganze außer Kontrolle.“ Scott konnte an dieser Verleihung offensichtlich nichts anfangen, was ihn zu dem Zitat veranlasste: „Die OSCARs sind eine Zwei-Stunden-Fleischparade, eine öffentliche Darstellung mit gekünstelter Spannung und wirtschaftlichen Hintergedanken!“
Ein Jahr später wurde er erneut für den OSCAR, für seinen Part in „The Hospital“ nominiert. Danach nie mehr.
In den 70er Jahren gehörten Filme wie „Die Hindenburg“, „Der Prinz und der Bettler“ und „Movie Movie“ zu dem Beschäftigungsfeld des Schauspielers. 1981 spielte er neben Tom Cruise in dessen ersten großen Rolle in „Die Kadetten von Bunker Hill“ die Hauptrolle. 1984 war er in „Der Feuerteufel“, einer Stephen King-Verfilmung dabei und 1990 spielte er in „Der Exorzist III“ den Hauptpart. 1993 war er an der Seite von Nicole Kidman in „Malice - Eine Intrige“ dabei. Anschließend verdiente sich Scott vor allem in TV-Projekten seine Brötchen. „Gloria“ war 1999 seine letzte Kinorolle. Am 22. September 1999 starb George C. Scott in Kalifornien im Alter von 72 Jahren.
Scott war viermal verheiratet. Carolyn Hughes heiratete er 1951. Im März 1955 wurde die Ehe wieder geschieden. Aus dieser Verbindung ging Töchterchen Michelle hervor. Patricia Reed war von 1955 bis 1960 seine Frau. Die beiden hatten zwei weitere Kinder, Victoria und Devon. Colleen Dewhurst heiratete Scott 1960. Söhnchen Campbell (heute ebenfalls erfolgreicher Schauspieler) wurde 1961 geboren. Außerdem hatten die beiden einen weiteren Sohn, Alexander. 1965 ließen sie sich jedoch wieder scheiden, um 1967, zwei Jahre später, erneut zu heiraten. 1972 war jedoch endgültig Schluss und die Scheidungsrichter hatten wieder viel zu tun. 1972 heiratete Scott dann Trish Van Devere, mit der er bis zu seinem Tod 1999 zusammen blieb.
Filmographie George C. Scott
- 1958: The DuPont Show of the Month (TV-Serie)
- 1958: The Outcasts of Poker Flat (TV)
- 1958: Kraft Television Theatre (TV-Serie)
- 1959: Der Galgenbaum
- 1959: The United States Steel Hour (TV-Serie)
- 1959: Anatomie eines Mordes
- 1959: Sunday Showcase (TV-Serie)
- 1959: Playhouse 90 (TV-Serie)
- 1959: The Power and the Glory (TV)
- 1960: Play of the Week (TV-Serie)
- 1960: Don Juan in Hell (TV)
- 1960: Dow Hour of Great Mysteries (TV-Serie)
- 1961: Haie der Großstadt
- 1962: Ben Casey (TV-Serie)
- 1962: Gnadenlose Stadt (TV-Serie)
- 1962: The Brazen Bell
- 1962: Die Leute von der Shiloh Ranch (TV-Serie)
- 1962: The Eleventh Hour (TV-Serie)
- 1963: Die Totenliste
- 1963: East Side/West Side (TV-Serie)
- 1964: Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben
- 1964: Der gelbe Rolls-Royce
- 1965: Bob Hope Presents the Chrysler Theatre (TV-Serie)
- 1966: The Road West (TV-Serie)
- 1966: Die Bibel
- 1966: Finger weg von meiner Frau
- 1967: The Crucible (TV)
- 1967: Der fabelhafte Mr. Flim Flam
- 1968: Petulia
- 1969: Mirror, Mirror Off the Wall (TV)
- 1969: This Savage Land (TV)
- 1970: Patton - Rebell in Uniform
- 1970: Jane Eyre (TV)
- 1971: Hallmark Hall of Fame (TV-Serie)
- 1971: ITV Saturday Night Theatre (TV-Serie)
- 1971: Der verkehrte Sherlock Holmes
- 1971: Wen die Meute hetzt
- 1971: The Hospital
- 1972: Polizeirevier Los Angeles-Ost
- 1972: Die Rache ist mein
- 1973: Oklahoma Crude
- 1973: Der Tag der Delphine
- 1974: Klauen wir gleich die ganze Bank
- 1974: The Savage Is Loose
- 1975: Die schwarze Liste (TV)
- 1975: Die Hindenburg
- 1976: Die Schöne und das Biest (TV)
- 1977: Inseln im Strom
- 1977: Der Prinz und der Bettler
- 1978: Columbo - Mord in eigener Regie (TV)
- 1978: Movie Movie
- 1979: Hardcore - Ein Vater sieht rot
- 1980: Das Grauen
- 1980: Die Formel
- 1981: Mister Lincoln (TV)
- 1981: Casey Stengel (TV)
- 1981: Die Kadetten von Bunker Hill
- 1982: Oliver Twist (1982)
- 1983: Das Drogen-Syndikat (TV)
- 1984: Der Feuerteufel
- 1984: Eine Weihnachtsgeschichte
- 1985: Mussolini: The Untold Story (TV-Serie)
- 1986: Ungewollt schwanger (TV)
- 1986: The Last Days of Patton (TV)
- 1986: Mord in der Rue Morgue (TV)
- 1986: Wie gefunden, so verschwunden (TV)
- 1987: Mr. President (TV-Serie)
- 1989: The Ryan White Story (TV)
- 1990: Comicstars gegen Drogen (TV) (nur Stimme)
- 1990: Der Exorzist III
- 1990: Blutiger Engel (TV)
- 1991: Bernard & Bianca im Känguruhland
- (nur Stimme)
- 1991: Brute Force (TV-Serie) (nur Stimme)
- 1991: Aus der Tiefe des Vergessens (TV)
- 1993: Malice - Eine Intrige
- 1993: Curacao (TV)
- 1994: Traps (TV-Serie)
- 1994: Mord in Newman County - Böses Blut (TV)
- 1995: Tyson (TV)
- 1995: Angus - Voll Cool
- 1995: New York News - Jagd auf die Titelseite (TV-Serie)
- 1995: Der Prinz und der Prügelknabe (TV)
- 1996: Titanic (TV)
- 1997: Mißbraucht - Eine Mutter beichtet (TV)
- 1997: The Searchers (TV)
- 1997: Die 12 Geschworenen (TV)
- 1999: Gloria
- 1999: Rocky Marciano (TV)
- 1999: Wer Sturm sät (TV)
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1961: Bester Newcomer: Haie der Großstadt
1961: Bester Nebendarsteller: Haie der Großstadt
1971: Bester Schauspieler - Drama: The Hospital
1978: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Movie Movie
Gewonnene Golden Globes
1970: Bester Schauspieler - Drama: Patton - Rebell in Uniform
OSCAR Nominierungen:
1959: Bester Nebendarsteller: Anatomie eines Mordes
1961: Bester Nebendarsteller: Haie der Großstadt
1971: Bester Schauspieler: The Hospital
Gewonnene OSCARs
1970: Bester Schauspieler: Patton - Rebell in Uniform



