Liam Neeson

William John Neeson

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Biographie

Liam Neeson © 20th Century Fox

Geboren am 7.6.1952 in Ballymena, Nord Irland, Großbritannien Autor Melanie Frommholz

Manche Tage wachst Du auf und denkst: “Hey, ich sehe gut aus heute!“ An anderen Tagen denkst du: „Was habe ich in Filmen zu suchen? Ich sollte zurück nach Irland und einen Gabelstapler fahren.“

Der gebürtige Ire Liam Neeson ist eher ein Spätzünder in der Filmbranche. Nachdem er mit 17 Jahren die Schule abgebrochen hatte, verdiente er sich seine Brötchen mit diversen Gelegenheitsjobs. Eigentlich wollte er ja Boxchampion werden. Seine Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckte er erst, nach dem dieser Traum geplatzt war. Nach einigen kleinen Rollen am Theater hatte er "Blut geleckt" und wollte fortan Schauspieler werden.

Einem größeren Publikum wurde er 1981 mit seinem ersten Kinofilm "Excalibur" bekannt. Obwohl der Film ein Hit wurde, folgten für Neeson zunächst keine weiteren Rollenangebote. Dafür half ihm seine neue Popularität bei der Suche nach neuen Theaterrollen. 1983 war er dann mit "Dirty Harry 5" erneut auf der Leinwand zu sehen. Internationales Aufsehen erregte er aber erst 1990 mit seiner dritten großen Filmrolle als Deyton Westlake in "Darkman". Als auch danach keine weiteren interessanten Angebote kamen, wollte Liam Neeson die Schauspielerei eigentlich an den Nagel hängen. Zum Glück hat er es nicht getan, denn 1993 brachte der Steven Spielberg Klassiker "Schindler's Liste" endlich den ersehnten Durchbruch als Charakter-Darsteller. Für seine Rolle als Oskar Schindler wurde Neeson auch prompt für den OSCAR nominiert. Schon im darauf folgenden Jahr kam er dann mit "Nell" an der Seite von Jodie Foster wieder in unsere Kinos.

Weitere Highlights seiner Karriere sind sicherlich 1995 die Rolle des Robert Roy McGragor in "Rob Roy" und 1998 des "Michael Collins" im gleichnamigen Kinofilm. 1999 kam dann der Blockbuster "Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung", in dem er als Qui - Gon Jin überzeugte und sich somit erfolgreich im Science-Fiction-Genre etablieren konnte. Noch im selben Jahr durften wir uns mit ihm in "Das Geisterschloss" so richtig gruseln. 2002 war er in "Gangs of New York" und "K-19 - Showdown in der Tiefe" auf der Kinoleinwand zu bewundern. Nur ein Jahr später überzeugte er als frischer Witwer in dem Episodenfilm "Tatasächlich....Liebe".

"Ich halte mich nicht für gut aussehend. Schrecklich anziehend, ja, aber nicht gut aussehend."
2005 war ein Liam Neeson-Jahr. So überzeugte der Schauspieler als Sexualforscher Kinsey in der gleichnamigen Biographieverfilmung, anschließend in dem Ritter-Epos "Königreich der Himmel" und auch in der sensationellen Comic-Verfilmung "Batman Begins" stellte Neeson sein Können unter Beweis. Zum Jahresausklang gab es dann noch einmal ein Wiederhören mit dem Schauspieler. In "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia " lieh er dem Löwen Aslan seine Stimme. Auch im zweiten Teil der Abenteuer der vier Pevensie-Kinder "Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia " war Liam Neeson wieder als Alsans Stimme mit dabei. 2009 ist dann erstmal Schluss mit Familienunterhaltung. In dem Actionkracher "96 Hours" machte der Schauspieler Jagd auf die Entführer seiner Filmtochter. 2010 war er als Zeus in dem Remake „Kampf der Titanen“ zu sehen und stand in „Chloe" zwischen zwei Frauen. In „Der Andere" buhlte Neeson mit Antonio Banderas um Laura Linney. Im Sommer ließ es Liam Neeson dann in „Das A-Team - Der Film" so richtig krachen. Als Colonel Hannibal Smith hatte er sichtlich Spaß. Er folgte in der Rolle dem 1994 verstorbenen George Peppard der Hannibal in der TV-Serie verkörperte. 2011 läutete „72 Stunden - The Next Three Days" das Liam Neeson-Kinojahr ein. Im März überzeugte der Mime dann auf ganzer Linie in dem packenden Thriller „Unknown Identity".

“Locker? Sagt das meine Frau? Nun, ich denke, dass bin ich tatsächlich. Es braucht viel, damit ich über etwas aufgebracht bin.“ Liam Neeson war von 1994 bis zu ihrem tragischen Tod 2009 mit der Schauspielerin Natasha Richardson ("Nell", "Manhattan Love Story") verheiratet. Richardson kam bei einem Skiunfall ums Leben. Das Paar hatte zwei Kinder.


Filmographie Liam Neeson

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1993: Bester Schauspieler - Drama: Schindlers Liste
1996: Bester Schauspieler - Drama: Michael Collins
2004: Bester Schauspieler - Drama: Kinsey

OSCAR Nominierungen:
1993: Bester Hauptdarsteller: Schindlers Liste