Greer Garson †

Eileen Evelyn Greer Garson

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Biographie

Greer Garson © MGM

Geboren am
Gestorben am:
29.9.1904
06.04.1996
in London, England, Großbritannien
Dallas, Texas, USA
Autor Thomas Ays

Greer Garson ist Mrs. Miniver.
Zur Welt kam Eileen Evelyn Greer Garson Ende September 1904 in London, England. Schon sehr früh interessierte sie sich für die Schauspielerei, absolvierte aber erst einmal die Universität von London, und studierte anschließend an der Universität von Grenoble.
1937 stand die rothaarige, bildschöne Schauspielerin dann auf der Bühne und wurde, quasi vom Fleck weg, vom MGM-Boss Louis B. Mayer persönlich, engagiert. Sie nahm die Einladung nach Hollywood an und drehte ab 1937 dort ihre ersten Filme.
1939 erhielt sie für ihre Rolle in „Goodbye, Mr. Chips“ ihre erste OSCAR Nominierung. Nachdem sie die Elizabeth Bennet in dem vielfach verfilmten „Stolz und Vorurteil“ zum Besten gab, heimste sie für „Blüten im Staub“ erneut eine OSCAR Nominierung ein. Es dauerte nicht lange und Greer Garson wurde mit ihrem roten Haar, das schnell zu ihrem Markenzeichen wurde, zum großen Star.
1942 spielte Greer dann Mrs. Miniver in dem gleichnamigen Klassiker, der in diesem Jahr auch als bester Film ausgezeichnet wurde. Durch ihre Kraft und Ausstrahlung diesen Charakter zu spielen, erhielt sie internationalen Beifall und, ganz nebenbei, den OSCAR als beste Schauspielerin. Ihre OSCAR-Rede war 5 ½ Minuten lang und gilt, noch heute, als eine der längsten Reden überhaupt. Durch ein Feuer in ihrem Haus verlor sie ihre Statue tragischerweise. Die Academy of Motion Pictures fertigte jedoch eine neue für die Schauspielerin an.
1943, ein Jahr nach dem OSCAR-Gewinn, erhielt sie für „Madame Curie“ eine erneute Nominierung für den OSCAR. Das wiederholte sich weitere zwei Jahre. 1944 erhielt sie eine Nominierung für „Tagebuch einer Frau“, ‚45 eine für „Die Entscheidung“. Somit hält Greer Garson, zusammen mit Bette Davis, den Rekord für die am meisten-aufeinanderfolgenden Nominierungen für einen OSCAR.
In den folgenden Jahren beklagte sich Greer Garson des Öfteren, sie dürfe nie komische Rollen spielen. Ihr Haus-und-Hof-Studio, MGM, schob sie immer und immer wieder ins Drama-Fach, aus dem sie einfach nicht herauskam. Stattdessen wurde immer Lucille Ball, eine ebenfalls rothaarige Schauspielerin für die komischen Rollen im Haus MGM gecastet. Ironischerweise beklagte die sich wiederum, sie dürfe nie dramatische Rollen spielen.
In den 50er Jahren spielte Greer Garson weiter in großen und kleinen Produktionen ihre Rollen, wobei der Stern langsam zu sinken begann. Erst 1960, mit „Sunrise at Campobello“, für den sie ihre 6. und letzte OSCAR Nominierung erhielt, machte sie noch einmal in großem Stil von sich reden.
In den 60er Jahren waren es hauptsächlich TV-Projekte in denen die OSCAR-Preisträgerin zu sehen war. Der einstig-große Star zog sich mehr und mehr von den Kameras zurück. 1982 sollte sie in der TV-Serie „Denver Clan“ die Mutter von Joan Collin („Alexis“) spielen. Sie lehnte ab. Ebenfalls in diesem Jahr war sie ihre letzte Rolle als Schauspielerin in der TV-Serie „Love Boat“ zu sehen.
Am 6. April 1996 starb Greer Garson an Herzversagen in Dallas, Texas im Alter von 91 Jahren.
Neben der Schauspielerei engagierte sich Greer Garson für kulturelle und pädagogische Einrichtungen. Ihre erste Ehe, mit Edward Alec Abbot Snelson, hielt 7 Jahre und wurde 1940 geschieden. Beim Dreh zu „Mrs. Miniver“ lernte sie Richard Ney, der hier ihren Sohn Vin spielte, kennen – und lieben. Auch diese Ehe wurde bald wieder geschieden. Die beiden waren von 1943 bis 1947 ein Paar. 1949 ehelichte Greer dann E.E. Fogelson, mit dem sie bis zu dessen Tod 1987 verheiratet war.


Filmographie Greer Garson

  • 1937: Twelfth Night (TV)
  • 1937: The School for Scandal (TV)
  • 1937: Theatre Parade (TV-Serie)
  • 1937: How He Lied to Her Husband (TV)
  • 1939: Goodbye, Mr. Chips
  • 1939: Remember?
  • 1940: Stolz und Vorurteil (1940)
  • 1941: Blüten im Staub
  • 1941: When Ladies Meet (auch Sängerin)
  • 1942: Mrs. Miniver
  • 1942: Gefundene Jahre
  • 1943: Madame Curie
  • 1944: Tagebuch einer Frau
  • 1945: Die Entscheidung
  • 1945: Mann ohne Herz
  • 1947: Desire Me
  • 1948: Julia benimmt sich schlecht
  • 1949: Das Schicksal der Irene Forsyte
  • 1950: Ihr Geheimnis
  • 1951: Die Gauner und die Lady
  • 1953: Skandal um Patsy
  • 1953: Julius Caesar
  • 1954: Ihre zwölf Männer
  • 1955: Producers' Showcase (TV Serie) (auch Sängerin)
  • 1955: Die Rothaarige von Santa Fe
  • 1956: Star Stage (TV-Serie)
  • 1956: General Electric Theater (TV-Serie)
  • 1956: Hallmark Hall of Fame (TV-Serie)
  • 1957: Telephone Time (TV-Serie)
  • 1959: The Big Party (TV-Serie)
  • 1960: Sunrise at Campobello
  • 1962: The DuPont Show of the Week (TV-Serie)
  • 1963: The Invincible Mr. Disraeli (TV)
  • 1964: The Red Skelton Show (TV-Serie)
  • 1966: Dominique - Die singende Nonne
  • 1967: Der glücklichste Millionär (auch Sängerin)
  • 1968: The Little Drummer Boy (TV)
  • 1970: Die Leute von der Shiloh Ranch
  • 1976: The Little Drummer Boy Book II (TV) (auch Sängerin)
  • 1978: Little Women (TV)
  • 1981: A Gift of Music (TV)
  • 1982: Love Boat (TV-Serie)

Filmpreise

Gewonnene Golden Globes:
1960: Beste Schauspielerin - Drama: Sunrise at Campobello

OSCAR Nominierungen:
1939: Beste Schauspielerin: Goodbye, Mr. Chips
1941: Beste Schauspielerin: Blüten im Staub
1943: Beste Schauspielerin: Madame Curie
1944: Beste Schauspielerin: Tagebuch einer Frau
1945: Beste Schauspielerin: Die Entscheidung
1960: Beste Schauspielerin: Sunrise at Campobello

Gewonnene OSCARs:
1942: Beste Schauspielerin: Mrs. Miniver