Nastassja Kinski

Nastassja Aglaia Nakszynski

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Biographie

Nastassja Kinski © Universal Pictures

Geboren am 24.1.1959 in Berlin, Deutschland Autor Melanie Frommholz

„Ich komme nicht mit vielen Menschen aus. Nicht weil ich schwierig bin, sondern weil ich anders bin. Ich weiss das."
Die Tochter des Schauspielers Klaus Kinski und der Schriftstellerin Ruth Brigitte Naszinky (geb. Tocki) wurde 1959 in Berlin geboren und verbrachte ihre Kindheit in München und Rom. Nach der Trennung der Eltern lebte sie mit der Mutter eine Zeit in Caracas (Venezuela), kehrte jedoch für die Schulausbildung nach München zurück. Hier machte sie ihre Mittlere Reife und wurde 1974 von der Schauspielerin Lisa Kreuzer entdeckt. Nastassja Kinski war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 13 Jahre alt. Sie erhielt eine Rolle in dem Wim Wenders Film „Falsche Bewegung“ und machte so das erste Mal auf sich aufmerksam. Es folgte der Wolfgang Peters Film „Reifezeugnis“, der bei uns im Rahmen der Krimiserie „Tatort“ lief. Kinski wurde über Nacht in Deutschland bekannt und ihr Image als naive Kindfrau mit der Extraportion sexy Ausstrahlung war geboren. Sie begann zu modeln und zierte bald die Titelblätter bekannter Modemagazine. Nastassja Kinski baute jedoch weiterhin auch auf eine Karriere als Schauspielerin. Sie nahm bei Lee Strasberg in New York Schauspielunterricht. Weil sie hier nicht für die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zahlte und auch die Strafe hierfür nicht ableistete, musste sie 5 Tage ins Gefängnis.

1979 bot der Regisseur Roman Polanski Nastassja die Hauptrolle in der Thomas Hardys-Romanverfilmung „Tess“ an. Sie nahm an und begründete damit ihren internationalen Durchbruch als Schauspielerin. Nastassja Kinski erhielt für diese Rolle sowohl einen Nominierung als Beste Schauspielerin beim César, als auch bei den Golden Globes. Den Golden Globe als Beste Newcomerin konnte sie mit nach Hause nehmen. Doch die Hollywood-Karriere der gebürtigen Berlinerin lief trotz der Auszeichnung eher verhalten. In Europa ging es da schon besser. Kinski drehte in der Folgezeit unter anderem die Filme „Frühlingssinfonie“ mit Herbert Grönemeyer, „Das Hotel New Hampshire“ als Susie der Bär oder auch „Paris, Texas“. Ab den 90ger Jahren wurde es jedoch zunehmend ruhiger um die Mimin. Ihre Filme floppten an der Kinokasse und 1993 drehte sie mit „In weiter Ferne so nah!“ ihren letzten international viel beachteten Kinofilm. In der Folgezeit beschränkten sich ihre Filmprojekte auf wenig erfolgreiche Produktionen oder kleine Nebenrollen wie 2001 in „Stadt, Land, Kuss“ oder 2006 „Inland Empire“. 2011 drehte sie das Drama „Sugar“.

Im Privatleben machte Nastassja Kinski Schlagzeilen durch ihre Affinität zu älteren Männern. 1984 heiratete sie den 14 Jahre älteren ägyptischen Geschäftsmann Ibrahim Moussa. Die Ehe hielt bis 1992, bescherte Kinski den Sohn Aljosha (* 1984) und die Tochter Sonia (*1986) und endete 1992 in einem handfesten Sorgerechtsstreit. Von 1991-1997 lebte die Schauspielerin mit dem Musiker Quincy Jones zusammen. Das Paar hat eine Tochter: Kenya Julia (*1993).

"Ich habe nie wieder jemanden wie meinen Vater getroffen. Er ist verrückt, schrecklich und ungestüm zur gleichen Zeit. Wegen ihm kannte ich nie etwas anderes außer Leidenschaft. Als ich begann andere Menschen zu treffen sah ich, dass das nicht normal war."
Über ihre Kindheit sagte Nastassja Kinski einmal, dass sie sehr glücklich war. Doch der Vater veränderte sich und nach der Trennung der Eltern beschloss Nastassja Kinski den Kontakt zu ihm abzubrechen.


Filmographie Nastassja Kinski

  • 1975: Falsche Bewegung
  • 1976: Die Braut des Satans
  • 1977: Tatort - Reifezeugnis (TV)
  • 1978: Leidenschaftliche Blümchen
  • 1978: Bleib wie Du bist
  • 1979: Tess
  • 1982: Einer mit Herz
  • 1982: Katzenmenschen
  • 1983: Frühlingssinfonie
  • 1983: Gefährliches Dreieck
  • 1983: Der Mond in der Gosse
  • 1984: Bitte nicht heut' nacht
  • 1984: Hotel New Hampshire
  • 1984: Paris, Texas
  • 1984: Maria's Lovers
  • 1985: Harem
  • 1985: Revolution
  • 1987: Krank vor Liebe
  • 1989: Magdalene
  • 1989: Wenn die Masken fallen
  • 1989: Diese vitale Wut
  • 1990: L'Alba
  • 1990: Il Segreto
  • 1990: Nachtsonne
  • 1991: Unizhennye i oskorblyonnye
  • 1992: In My Room
  • 1992: Die geheimnisvolle Blonde
  • 1993: In weiter Ferne, so nah!
  • 1994: Cracker Jack
  • 1994: Tödliche Geschwindigkeit
  • 1996: The Ring (TV)
  • 1996: The Great War and the Shaping of the 20th Century (TV-Serie)
  • 1996: Somebody Is Waiting
  • 1997: Ein Vater zuviel
  • 1997: Wait till Dawn - Warte bis es dunkel wird...
  • 1997: One Night Stand
  • 1997: Bella Mafia (TV)
  • 1998: Ciro norte
  • 1998: Savior - Soldat der Hölle
  • 1998: Your Friends & Neighbors
  • 1998: Die Again
  • 1998: Leben und Lieben in L.A.
  • 1999: Quarantäne (TV)
  • 1999: Der Zorn des Jägers
  • 1999: The Intruder - Angriff aus der Vergangenheit
  • 2000: Sommer der Freundschaft (TV)
  • 2000: The Magic of Marciano
  • 2000: Späte Abrechnung
  • 2000: Time Share - Doppelpack im Ferienhaus (auch Co-Produzent)
  • 2000: Das Reich und die Herrlichkeit
  • 2001: Cold Heart
  • 2001: Blinder Terror (TV)
  • 2001: Stadt, Land, Kuss
  • 2001: Ein amerikanischer Traum
  • 2001: Say Nothing
  • 2001: Protokoll eines Sexsüchtigen
  • 2001: The Day the World ended - Tod aus dem All (TV)
  • 2001: The District - Einsatz in Washington (TV-Serie)
  • 2001: Beyond the City Limits
  • 2002: Dass du ewig denkst an mich (TV)
  • 2002: .com for Murder
  • 2003: Paradise Found
  • 2003: Gefährliche Liebschaften (TV-Serie)
  • 2004: Im Spiegel des Bösen
  • 2004: Lady Musketier - Alle für eine (TV)
  • 2006: Inland Empire
  • 2007: More Things That Happened (ungenannt)
  • 2011: Sugar

Filmpreise

Golden Globe Nominierung:
1979: Beste Schauspielerin: Tess

Gewonnene Golden Globes:
1979: Beste Newcomerin: Tess