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Kai Wiesinger
Biographie
© AL!VE
| Geboren am | 16.4.1966 | in | Hannover, Deutschland | Autor | Stefanie Rufle |
|---|
Kai Wiesinger ist einer der ganz großen Charakterdarsteller des neuen deutschen Films. Der am 16. April 1966 in Hannover geborene Wiesinger ist mittlerweile aus der deutschen Kinolandschaft nicht mehr wegzudenken. Der Sohn eines Journalistenehepaars nahm schon vor seinem Abitur Schauspielunterricht am Schauspielhaus in Hannover. Nach eigener Aussage war das die Alternative zum eher ungeliebten Musikunterricht. Nach der Schule und seiner Zivildienstzeit begann Kai dann seine Schauspielausbildung an der Falckenberg-Schule in München. Schon 1990 hatte der damals Vierundzwanzigjährige sein Theaterdebut mit dem Stück "Harold und Maude" in München. 1992 konnte man den attraktiven Mimen erstmals im Kino bewundern. "Kleine Haie" (1992) unter der Regie von Sönke Wortmann machte Wiesinger in Deutschland bekannt und brachte ihm seinen ersten Bayerischen Filmpreis ein. Doch auch international konnte der Schauspieler schon bald erste Erfolge für sich verbuchen: Mit Produktionen wie "Backbeat" (1994) oder "The Sunset Boys" (1995) wurde Wiesinger auch im Ausland bekannt. Mit "Stadtgespräch" (1995), das zunächst als Fernsehspiel inszeniert wurde, hielt Kai einen erneuten Publikumsmagneten für die Kinos bereit.
Mit dem Streifen "14 Tage lebenslänglich" (1997) läutete Wiesinger einen allmählichen Imagewechsel ein. In seinen anfänglichen Rollen verkörperte er den eher unsicheren, sehr sanften und sympathischen jungen Mann, hier spielte er erstmals einen echten Widerling. Regisseur Roland Suso-Richter bezeichnete ihn als "einen äußerst sensiblen und sehr guten Schauspieler". Für diesen Film erhielt Wiesinger erneut den Bayerischen Filmpreis und zudem eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis. 1996 wirkte der Mime in Dana Vávrovás Regiedebut "Hunger - Sehnsucht nach Liebe" mit. Ein weiterer großer Erfolg kam dann für Kai Wiesinger 1997 mit "Comedian Harmonists", der eine wahre deutsche Starriege vorweisen konnte und Wiesinger seinen dritten Bayerischen Filmpreis einbrachte.
1998 heirateten Kai Wiesinger und seine langjährige Freundin und Kollegin Chantal de Freitas. 1999 gründeten die beiden zusammen mit Kais Schwester die Produktionsgesellschaft "Arranque Filmproduktion". Im selben Jahr stand Wiesinger mit Götz George und Karoline Eichhorn für den vieldiskutierten Film "Nichts als die Wahrheit" (1999) vor der Kamera. Kai spielte den Verteidiger in einem fiktiven Prozess gegen den KZ-Arzt Josef Mengele - ein Film, der auch international große Beachtung fand. 2002 wirkte der Mime im zweiterfolgreichsten österreichischen Kinofilm aller Zeiten mit - "Poppitz" (2002). 2005 wechselte Wiesinger für das Projekt "ERZV - The Wire" erstmals auch hinter die Kamera. Er porträtierte den Alltag einer jüdischen Gemeinde in Teaneck, New Jersey und wurde für diese Idee mit dem Planet Dokumentarfilmpreis belohnt. 2007 stand er im Auftrag des NDR für den Dokumentarfilm "Für immer und ewig" nochmals hinter der Kamera. Für "Hafen der Hoffnung - Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff" (2008) stand der Schauspieler unter anderem mit Valerie Niehaus, Heiner Lauterbach, Dana Vávrová und Michael Mendl vor der Kamera. Dieser Fernsehfilm orientiert sich an den historischen Fakten um den Untergang des mit 10.000 Menschen völlig überfüllten Passagierschiffs. Die Gustloff wurde am 30. Januar 1945 von einem russischen U-Boot angegriffen, bei ihrem Untergang kamen mehr als 9.000 Menschen ums Leben. Kai Wiesinger spielt nach wie vor auch immer wieder Theater und lieh seine Stimme in der Vergangenheit den tierischen Hauptdarstellern in den Hollywoodproduktionen "Dr. Doolittle 2" und "Das große Krabbeln". 2011 kam der Mime mit dem Drama "Wunderkinder" (2011) in die deutschen Kinos.
Filmographie Kai Wiesinger
- 1992: Kleine Haie
- 1992: Die Distel
- 1993: Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (TV-Serie)
- 1993: Auf Achse (TV-Serie) - Staffel 5
- 1994: Backbeat
- 1994: Frauen sind was Wunderbares
- 1994: Der bewegte Mann
- 1994: Die Kommisarin (TV-Serie)
- 1995: Der Leihmann
- 1995: Stirb für mich (TV)
- 1995: Pakten
- 1995: Unter Druck (TV)
- 1995: Stadtgespräch
- 1995: The Sunset Boys
- 1996: Greenhorn (TV)
- 1996: Honigmond
- 1997: 14 Tage lebenslänglich
- 1997: Still Movin
- 1997: Hunger - Sehnsucht nach Liebe
- 1997: Comedian Harmonists
- 1998: Terror in the Mall (TV)
- 1998: Das große Krabbeln
- (nur Stimme)
- 1999: Nichts als die Wahrheit
- 2000: Highway Society (TV)
- 2001: Emil und die Detektive
- 2001: Mord im Orient Express (TV)
- 2001: Antonia - Zwischen Liebe und Macht (TV)
- 2001: Leo und Claire
- 2002: Am Ende der Hochzeitsnacht (TV)
- 2002: Dracula (TV)
- 2002: Fallen Angels
- 2002: Poppitz
- 2003: Honey Baby
- 2003: Der zehnte Sommer
- 2003: Fahrerflucht
- 2003: P.O.W. (TV-Serie)
- 2003: Cappuccino zu Dritt (TV)
- 2003: Starhunter 2003 (TV-Serie)
- 2004: Hunger auf Leben (TV)
- 2005: Zwei gegen zwei (TV)
- 2005: Tatort - Der Frauenflüsterer (TV)
- 2005: Macbeth - Schlafes Mörder (TV)
- 2005: Willkommen daheim (TV)
- 2006: Dresden (TV)
- 2006: Die Fahrgemeinschaft
- 2006: Liebe nach Rezept (TV)
- 2006: Stolberg (TV-Serie)
- 2007: Unter Mordverdacht - Ich kämpfe um uns
- 2007: Durch Himmel und Hölle (TV)
- 2008: Unschuld
- 2008: Hafen der Hoffnung - Die letzte Fahrt der Wilhelm Gustloff (TV)
- 2008: Darum
- 2008: Die Anwälte (TV-Serie)
- 2009: Ein starkes Team (TV-Serie)
- 2009: Liebling, weck die Hühner auf (TV)
- 2009: Der gestiefelte Kater (TV)
- 2010: Gier (TV-Serie)
- 2010: Nachtschicht - Das tote Mädchen (TV)
- 2010: Die Jagd nach der heiligen Lanze (TV)
- 2010: Bis nichts mehr bleibt (TV)
- 2011: Ein Fall für zwei - Schicksal (TV)
- 2011: Restrisiko (TV)
- 2011: Flirtcamp (TV)
- 2011: Wunderkinder
- 2012: Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer (TV)
- 2012: Tatort - Die Ballade von Cenk und Valerie (TV)



