Josh Brolin

Josh J. Brolin

Biographie

Josh Brolin © 20th Century Fox Germany

Geboren am 12.2.1968 in Los Angeles, Kalifornien, USA Autor Stefanie Rufle

Josh Brolin, Sohn von Schauspieler James Brolin und Stiefsohn der Hollywood-Ikone Barbra Streisand, kann heute auf eine bewegte Karriere zurückblicken, die nicht immer ohne Tiefpunkte verlief. Nach einem Start von null auf hundert mit Steven Spielbergs „Die Goonies“ (1985) folgte eine große Zahl von nur mäßig erfolgreichen Filmen. Doch spätestens seit seinem Auftritt in „No Country for Old Men“ (2008) der Coen-Brüder und der OSCAR Nominierung für seine Rolle in „Milk“ (2009) ist Josh Brolin nicht nur seines berühmten Namens wegen ein Begriff im Filmbusiness.

Josh J. Brolin wurde am 12. Februar 1968 in Los Angeles geboren. Seine Eltern, die Schauspieler James Brolin und Jane Cameron Agee ließen sich 1986 scheiden, woran nach Joshs Überzeugung die Welt des Filmbusiness maßgeblich beteiligt war. Josh wuchs in Kalifornien auf und verfiel dem Theater, als er bei einer Schulaufführung von „Endstation Sehnsucht“ mitgespielt hatte. Mit nur siebzehn Jahre bekam er seine erste große Rolle - und das gleich für die Leinwand. Er spielte in Steven Spielbergs „Die Goonies“ (1985) den älteren Bruder und erhielt im Anschluss verschiedene Rollenangebote für Fernsehproduktionen. So war er unter anderem in „Ein Engel auf Erden“, der Westernserie „The Young Riders“ und als Detektiv in „Private Eye“ zu sehen. Auch für die Hauptrolle in „21 Jump Street“ war Josh Brolin im Gespräch, sie machte aber am Ende Johnny Depp zum Star.
„Ich könnte nicht zwanzig Jahre lang in diesem Geschäft bleiben und Serienrollen übernehmen. Das würde mich zu Tode langweilen.“ (Josh Brolin)

Nachdem Brolin sich etwas vom Fernsehgeschäft distanziert hatte, begann er sein darstellerisches Können in verschiedenen Workshops auszufeilen und gründete 1990 mit Anthony Zerbe, einem Schauspielkollegen aus „The Young Riders“, ein Theaterfestival. Fünf Jahre lang trat er dort auch selbst auf und führte außerdem Regie. Mit eher mäßigem Erfolg kehrte der Mime auch auf die Leinwand zurück und war in teils mittelmäßigen Filmen wie „Roadflower“ (1994), „Killer Cops – Mörder in Uniform“ (1996), „Das Rosenbett“ (1996) oder „Freeze – Alptraum Nachtwache“ (1997) an der Seite von Ewan McGregor zu sehen. Zusammen mit Vater James Brolin hatte Josh einen Auftritt in „Brothers in Arms“ (1997) und zwei Jahre später wirkte er im Kassenflop „Mod Squad – Cops auf Zeit“ (1999) mit. Auch das neue Jahrtausend brachte für den Schauspieler keinen entscheidenden Karrieresprung. Er war im Independentfilm „Slow Burn – In der Hitze der Wüste“ (2000) und im Science-Fiction-Thriller „Hollow Man – Unsichtbare Gefahr“ (2000) zu sehen. Neben Jessica Alba und Paul Walker stand er für „Into the Blue“ (2005) vor der Kamera und wirkte in Quentin Tarantinos „Grind House – Death Proof“ (2007) mit. Auch die Rollen in „American Gangster“ (2007) und „Im Tal von Elah“ (2008) brachten nicht den ersehnten Durchbruch für Josh Brolin. Der kam dann mit der Hauptrolle in „No Country for Old Men“ (2008) der Brüder Coen. Die Romanadaption wurde mit insgesamt vier OSCARs ausgezeichnet und rückte Josh Brolin endlich in den Blickpunkt von Kritikern und Publikum. Für seine großartige Darstellung des Mörders von Harvey Milk in „Milk“ (2009) wurde der Mime dann für den OSCAR nominiert. In Oliver Stones „W. – Ein missverstandenes Leben“ (2009) spielte er den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush. Über diese Rolle sagte Brolin:
„Als Oliver Stone mir die Rolle anbot, hatte ich ein etwas flaues Gefühl im Magen. Aber dann las ich das Drehbuch und fand es großartig. Ich mochte die Geschichte nicht. Aber es war eine unbeschreibliche Herausforderung für mich, einen Typen von seinem 21. bis zu seinem 58. Lebensjahr darzustellen.“

Nach der Komödie „Women in Trouble“ (2009) brachte das Jahr 2010 eine ganze Reihe guter Rollen für Josh Brolin. Er spielte in „Wall Street – Geld schläft nicht“ (2010) an der Seite von Michael Douglas und Shia LaBeouf erneut großartig. In Woody Allens "Ich sehe den Mann deiner Träume" (2010) stand er neben Naomi Watts vor der Kamera. Außerdem war er in der Comicverfilmung „Jonah Hex“ (2010) in der gleichnamige Hauptrolle mit John Malkovich als seinem Gegenspieler zu sehen. 2011 war der Mime in "True Grit" (2011), einer weiteren Verfilmung der Brüder Coen an der Seite von Matt Damon, Jeff Bridges und der Newcomerin Hailee Steinfeld zu sehen. Josh Brolin, der seinen Vornamen Josh Randall, Steve McQueens Rolle in der TV-Serie „Der Kopfgeldjäger“ zu verdanken hat, ist seit 2004 mit der Schauspielerin Diane Lane verheiratet. Von 1988 bis 1992 war er mit Schauspielkollegin Alice Adair verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Dazwischen war er mehrere Jahre mit Minnie Driver liiert. Er lebt heute auf der Ranch in Kalifornien, auf der er zusammen mit seinem Bruder aufwuchs.


Filmographie Josh Brolin

Filmpreise

OSCAR Nominierungen:
2008: Bester Nebendarsteller: Milk