Geoffrey Rush

Geoffrey Roy Rush

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Biographie

Geoffrey Rush © Concorde Film

Geboren am 6.7.1951 in Toowoomba, Queensland, Australien Autor Stefanie Rufle

„Wenn du Kate Winslet einen Zungenkuss geben darfst und dafür auch noch bezahlt wirst, sagst du einfach nur: ‚Wo muss ich unterschreiben?’“ (Geoffrey Rush über „Quills – Macht der Besessenheit“)
Geoffrey Rush ist dem Kinopublikum vor allem durch seine exzentrischen Kostüm- und Charakterrollen ein Begriff. Im Blockbuster „Fluch der Karibik“ überzeugte er als Captain Barbossa in allen drei Teilen restlos und sorgte für manchen Lacher. Doch daneben ist Rush in seiner Heimat Australien ein angesehener und berühmter Theaterschauspieler. Für sein Broadway-Debüt „Exit the King“ im Jahr 2009, wo er an der Seite von Susan Sarandon auf der Bühne stand, wurde der Darsteller mit dem begehrten Tony Award geehrt.

Geoffrey Roy Rush wurde am 06. Juli 1951 im australischen Toowoomba geboren. Nach der Trennung der Eltern wuchs Geoffrey in Brisbane auf, wo er die Everton Park State High School besuchte. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Theater und nach einem Kunststudium an der University of Queensland hatte er 1971 sein Bühnendebüt in „Wrong Side of the Moon“ mit der Queensland Theatre Company. Im Laufe der Zeit konnte der Jungschauspieler mit einem umfassenden klassischen Rollenrepertoire überzeugen. Für zwei Jahre ging Geoffrey nach Paris an die Jacques Lecoq School, um, zurück in Australien, seine Arbeit als Schauspieler und Regisseur bei der Queensland Company wieder aufzunehmen. In den Achtzigern wurde der Mime festes Ensemblemitglied der State Theatre Company of South Australia, wo er in erfolgreichen Bühnenproduktionen mitwirkte.

Sein Kinodebüt hatte Geoffrey Rush mit einer kleinen Rolle in „Hoodwink“ (1981), die erste Hauptrolle spielte er erst sechs Jahre später in „Twelfth Night“ (1987). Seine wahre Leidenschaft galt den Brettern, die die Welt bedeuten, und erst mit seiner Kinorolle in „Children of the Revolution“ (1996) erregte er erstmals Aufmerksamkeit bei Publikum und Kritikern. Diesem Leinwandauftritt hatte Rush dann seine wohl wichtigste Rolle zu verdanken: Er spielte in „Shine – Der Weg ans Licht“ (1996) den begnadeten, aber psychisch kranken Pianisten David Helfgott und wurde für seine Darstellung förmlich mit Preisen überschüttet. Rush bekam den OSCAR und den Golden Globe, den British Film Award und den Australian Film Institute Award und befand sich plötzlich in der obersten Schauspielerriege Hollywoods. Rush konnte sich seine Rollen nun aussuchen und war durch sein klassisches Rollenrepertoire geradezu prädestiniert für Kostümfilme wie das OSCAR prämierte „Elizabeth“ (1998), „Les Miserables“ (1998), „Shakespeare In Love“ (1998) oder „Quills – Macht der Besessenheit“ (2000), wo er den Marquis de Sade darstellte. Sowohl seine Darstellung in „Shakespeare In Love“ als auch in „Quills – Macht der Besessenheit“ brachte Geoffrey Rush jeweils eine OSCAR Nominierung ein und im Biopic „Frida“ (2002) überzeugte der Australier neben Salma Hayek als Leo Trotzki restlos. Doch nicht nur die klassischen Rollen sind es, in denen der Mime zu überzeugen weiß. In Filmen wie „Haunted Hill“ (1999), der John le Carré-Verfilmung „Der Schneider von Panama” (2001), „Groupies Forever“ (2003), „Fluch der Karibik“ (2003), „The Life and Death of Peter Sellers“ (2004), „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ (2006), Steven Spielbergs „München“ (2006) oder „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“ (2007) zeigt uns Rush regelmäßig, welch brillanter und facettenreicher Darsteller er ist. Neben Cate Blanchett und Clive Owen durften wir ihn in „Elizabeth – Das goldene Königreich“ (2008) erneut in einer Kostümrolle bewundern, und 2010 lieh er dem Zeichentrickfilm „Die Legende der Wächter“ (2010) seine Stimme. Für seine Darstellung in "The King's Speech" (2011) an der Seite von Colin Firth wurde Rush sowohl für einen Golden Globe als auch für den OSCAR als Bester Nebendarsteller nominiert. Im selben Jahr war er im vierten Teil des Piratenabenteuers „Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten“ (2011) zu sehen.

Seit 1988 ist Geoffrey Rush mit der australischen Schauspielerin Jane Menelaus verheiratet, mit ihr hat er die beiden Kinder Angelica und James. Das Ehepaar stand schon für verschiedene Produktionen zusammen auf der Bühne und Jane hatte außerdem auch in „Quills – Macht der Besessenheit“ eine kleine Rolle. Geoffrey Rush ist und bleibt ein Theaterdarsteller und stand auch schon zusammen mit Mel Gibson, mit dem er sich während seiner Collegezeit ein Zimmer teilte, auf der Bühne.


Filmographie Geoffrey Rush

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1998: Bester Nebendarsteller: Shakespeare In Love
2001: Bester Schauspieler - Drama: Quills - Macht der Besessenheit
2010: Bester Nebendarsteller: The King's Speech

Gewonnene Golden Globes:
1996: Bester Schauspieler - Drama: Shine - Der Weg ins Licht

OSCAR Nominierungen:
1998: Bester Nebendarsteller: Shakespeare in Love
2000: Bester Hauptdarsteller: Quills - Macht der Besessenheit
2010: Bester Nebendarsteller: The King's Speech

Gewonnene OSCARs
1996: Bester Hauptdarsteller: Shine - Der Weg ins Licht