Charlotte Rampling

Charlotte Tessa Rampling

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Biographie

Charlotte Rampling © Movienet

Geboren am 5.2.1946 in Sturmer, England, Großbritannien Autor Melanie Frommholz

„Ich muss ohne Netz und doppelten Boden spielen, sonst kann ich nicht geben, was ich dem Zuschauer und dem Film geben will.“
Charlotte Rampling gehört seit Jahrzehnten zu den Schauspielerinnen, die das europäische Kino prägen. Bekannt für ihre unkonventionelle Rollenwahl hat sie die Zuschauer schon so manches Mal überrascht. Sie ist ein Wanderer zwischen der englischen und der französischen Kultur, scheint in beiden gleichermaßen Zuhause. Die Tochter des englischen Offiziers und 400 Meter Staffellauf Olympiasiegers Godfrey Rampling genoss die englische und die französische Schulbildung und kam über den Umweg „Fotomodel“ zur Schauspielerei. 1965 hatte sie als Wasserski-Fahrerin in „Der gewisse Kniff“ ihren ersten Kameraauftritt. 1966 folgte in „Georgy Girl“ ihre erste größere Rolle. Ihre Suche nach anspruchsvollen und ungewöhnlichen Frauenrollen brachte Charlotte Rampling Ende der 60ger Jahre nach Italien. Hier war sie unter anderem in dem Drama „Die Verdammten“ oder dem sehr umstrittenen „Der Nachtportier“ zu sehen. Die Geschichte einer sadomasochistischen Liebe zwischen einem ehemaligen KZ-Aufsehers und einer Gefangenen wurde in Italien verboten und sorgte in den USA und Europa für heftige Debatten. Ramplings Karriere schadete der Film hingegen nicht. Nun bekam sie auch Filmangebote aus Übersee. 1980 drehte sie mit Woody Allen die Komödie „Stardust Memories“, 1982 war sie für „The Verdict - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ an der Seite von Paul Newman. Nach wie vor war jedoch das europäische Kino ihre Heimat. Hier machte sie weiter mit ausgefallenen Rollen von sich reden.

Obwohl schon lange im Geschäft, gehört Charlotte Rampling nicht zu den Schauspielerinnen, die bereits mit Preisen überhäuft wurden. Nach ihrer ersten Nominierung beim französischen Filmpreis César 1986 für „Mörderischer Engel“ sollten doch einige Jährchen ins Land ziehen bevor 2001 für „Unter dem Sand“ die nächste Nominierung folgte. Großen Erfolg konnte Charlotte Rampling 2003 mit François Ozon Thriller „Swimming Pool“ feiern. Für ihre Darstellung der Sarah Morton wurde sie mit dem Europäischen Filmpreis als beste Schauspielerin ausgezeichnet. 2003 markierte auch Charlotte Ramplings Theaterdebüt. Auch hier ist die Schauspielerin mittlerweile sehr erfolgreich.

Im Kino gab es 2007 ein Wiedersehen mit der englischen Mimin in dem Kostümstreifen „Angel - Ein Leben wie im Traum“. Anfang 2008 sahen wir sie dann in der Komödie "Wir verstehen uns wunderbar" und ganz ihrer unkonventionellen Rollenauswahl treu bleibend war sie ebenfalls 2008 noch in dem SI-Fi-Thriller „Babylon A.D.“ zu sehen. Auch für 2009 war der Vorankündigungskalender der Rampling voll. Den Anfang machte im März der Kostümstreifen "Die Herzogin". 2010 sahen wir sie in dem Tanzfilm "StreetDance 3D" und 2011 spielte sie in dem Drama" Alles, was wir geben mussten" und in Lars von Triers "Melancholia".

Charlotte Rampling war bislang zwei Mal verheiratet. Von 1972 bis 1976 war Bryan Southcombe an ihrer Seite, mit ihm hat sie Sohn Barnaby Southcombe, der beim Fernsehen tätig ist. In zweiter Ehe war Rampling mit dem französischen Musiker Jean-Michel Jarre von 1976 bis 1996 verheiratet. Das Paar hat einen gemeinsamen Sohn mit Namen David. 2001 wurde die Schauspielerin zum "Officer of the Order of the British Empire" und 2002 zum französischen Ritter – zum „Chevalier de la Légion d'Honneur" ernannt. Eine Würdigung ihrer Verdienste um die kulturelle Annäherung Großbritanniens und Frankreichs. Ebenfalls 2001 erhielt sie einen „Ehren-César“ für ihr Lebenswerk. 2006 war sie Präsidentin der 56. Berlinale.


Filmographie Charlotte Rampling

  • 1965: Der gewisse Kniff
  • 1965: Rotten to the Core
  • 1966: Georgy Girl
  • 1966: Five More (TV-Serie)
  • 1967: Sir Arthur Conan Doyle (TV-Serie)
  • 1967: Mit Schirm, Charme und Melone (TV-Serie)
  • 1967: Theatre 625 (TV-Serie)
  • 1967: Der Kampf
  • 1968: Sequestro di persona
  • 1969: Target: Harry
  • 1969: Die Verdammten
  • 1969: Three
  • 1971: Fluchtpunkt San Francisco
  • 1971: Addio, fratello crudele
  • 1971: The Ski Bum
  • 1972: Heinrich VIII und seine sechs Frauen
  • 1972: Corky
  • 1972: Asylum - Irrgarten des Schreckens
  • 1973: Zinotchka (TV)
  • 1973: Giordano Bruno - Der Ketzer muß Brennen
  • 1974: Zardoz
  • 1974: Duell in Vaccares
  • 1974: Der Nachtportier
  • 1975: Yuppi du
  • 1975: Fahr zur Hölle, Liebling
  • 1975: Das Fleisch der Orchidee
  • 1976: Tödliches Inselparadies
  • 1976: Sherlock Holmes in New York (TV)
  • 1977: Irisches Intermezzo
  • 1977: Orca, der Killerwal
  • 1980: Stardust Memories
  • 1982: The Verdict - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit
  • 1983: Play of the Month (TV-Serie)
  • 1984: Viva la vie - Es lebe das Leben
  • 1985: Mörderischer Engel
  • 1985: Tristesse et beauté
  • 1986: Max mon amour
  • 1987: Angel Heart
  • 1987: Mascara
  • 1988: Paris bei Nacht
  • 1988: D.O.A. - Bei Ankunft Mord
  • 1989: Rebus
  • 1992: Die verlassene Frau
  • 1993: Asphalt Tango
  • 1993: Sommer des Erwachens
  • 1994: Tödliche Gedanken (TV)
  • 1994: Time Is Money
  • 1995: Samson le magnifique (TV)
  • 1995: Radetzkymarsch (TV)
  • 1996: The Fall of the Marquise de Prie (TV)
  • 1996: Tödliche Umstände
  • 1997: Die Flügel der Taube
  • 1999: Great Expectations (TV)
  • 1999: The Cherry Orchard
  • 2000: My Uncle Silas (TV-Serie)
  • 2000: Signs & Wonders
  • 2000: Hommage an Alfred Lepetit
  • 2000: Aberdeen
  • 2000: Unter dem Sand
  • 2001: Der vierte Engel
  • 2001: Julie - Im Feuer der Unschuld
  • 2001: Spy Game
  • 2002: Küss mich, wenn du willst
  • 2003: I'll Sleep When I'm Dead
  • 2003: Swimming Pool
  • 2003: Mein Vater, der Kaiser (TV)
  • 2003: The Statement
  • 2004: Immortal
  • 2004: Jerusalemski sindrom
  • 2004: Die Hausschlüssel
  • 2005: Lemming
  • 2005: In den Süden
  • 2006: Basic Instinct: Neues Spiel für Catherine Tramell
  • 2007: Angel - Ein Leben wie im Traum
  • 2007: Chaotisch Ana
  • 2007: Wir verstehen uns wunderbar
  • 2008: Babylon A.D.
  • 2008: Deception - Tödliche Versuchung
  • 2009: Collection Fred Vargas (TV-Serie)
  • 2009: Die Herzogin
  • 2009: L'Homme aux cercles bleus (TV)
  • 2009: Quelque chose à te dire
  • 2009: La femme invisible (d'après une histoire vraie)
  • 2009: Boogie Woogie
  • 2009: Life During Wartime
  • 2010: Le grand restaurant (TV)
  • 2010: StreetDance
  • 2010: Rio für Anfänger
  • 2010: Collection Fred Vargas (TV-Serie)
  • 2011: Die Mühle & das Kreuz
  • 2011: Alles, was wir geben mussten
  • 2011: The Eye of the Storm
  • 2011: Melancholia
  • 2011: Sonny
  • 2012: I, Anna
  • 2012: Cleanskin
  • 2012: Baby Blues