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Deborah Kerr †
Deborah Jane Kerr-Trimmer
Biographie
© unbekannt
|
Geboren am Gestorben am: |
30.9.1921 16.10.2007 |
in |
Helensburgh, Schottland, Großbritannien Botesdale, Suffolk, England, Großbritannien |
Autor | Thomas Ays |
|---|
„The English Rose“ nannte man den Leinwandstar Deborah Kerr auch. Im Oktober 2007 starb die englischstämmige OSCAR-Preisträgerin an Parkinson.
Nachdem Deborah Jane Kerr-Trimmer ihren Abschluss in Bristol in der Tasche hatte, sammelte sie erste Erfahrungen beim Rundfunk. Über den Tanz fand sie schließlich den Weg zur Schauspielerei – und zu ihrer Berufung. 1941 feierte sie mit „Major Barbara“ ihr Filmdebüt.
Internationalen Beifall bekam die rothaarige Schönheit dann für ihre Dreifachrolle in dem Film „Leben und Sterben des Colonel Blimp“. „Die schwarze Narzisse“ bescherte Deborah Kerr einen Vertag in Hollywood. MGM verkündete stolz: „Deborah Kerr – Das reimt sich auf Star!“, als sie sie dem amerikanischen Publikum vorstellten. Tatsächlich sprach man später den Nachnamen der Schauspielerin nur noch „car“ statt „kerr“ aus. Eigentlich hatte aber MGM niedere Absichten, als sie die englische Rose einkauften. Das Studio hatte schlicht Angst, Deborah Kerr könnte von einem anderen Studio unter Vertag genommen werden und so MGM’s englischem Star Greer Garson Konkurrenz machen, deren Markenzeichen ja bekanntermaßen ebenfalls auffallend rote Haare waren. There's no business like showbusiness.
Für ihre Rolle in „Edward, mein Sohn“ erhielt sie ihre erste OSCAR Nominierung als beste Schauspielerin. Überhaupt war Deborah Kerr in ihren Anfangsjahren auf amerikanischem Boden auf die englische Lady festgelegt und schien aus dieser Schublade nicht flüchten zu können. Nachdem sie in „Julius Caesar“ an der Seite von Marlon Brando zu sehen war, folgte mit „Verdammt in alle Ewigkeit“ der Wendepunkt in der Karriere der englischen Rose. Nicht nur die zweite OSCAR Nominierung erhielt Deborah Kerr für ihren (gewagten) Part, endlich durfte sie auch völlig andere Rollen spielen. Die unverstandene, ausbrechende Ehefrau sollte es von da ab sein.
Nach „Der König und ich“, für den sie die nächste OSCAR-Nominierung erhielt, war sie die Partnerin von Cary Grant in der Tragikkomödie „Die große Liebe meines Lebens“. Anschließend gab es für „Der Seemann und die Nonne“ die 4. OSCAR-Nominierung als beste Schauspielerin. Deborah Kerr erhielt noch zwei weitere Nominierungen in dieser Kategorie: 1958 für „Getrennt von Tisch und Bett“ und 1960 für „Der endlose Horizont“. Die Konkurrenz in all diesen Jahren war jedoch zu stark – sie erhielt den OSCAR bei 6 Versuchen kein Mal.
1960 war sie in „Vor Hausfreunden wird gewarnt“ anschließend in „Die schwarze 13“ und „Casino Royale“ zu sehen. Nach „Das Arrangement“ (1969) zog sich Deborah Kerr von der Schauspielerei zurück. In den 70er Jahren stand sie wieder auf der Bühne, feierte beispielsweise große Erfolge mit „Eines langen Tages Reise in der Nacht“. 1982 kehrte sie ins Fernsehen zurück und war unter anderem in „Zeugin der Anklage“ dabei.
1993 erhielt sie endlich doch einen OSCAR. Von der Academy of Motion Picture, Arts and Sciences wurde Deborah Kerr mit den Worten geehrt: „Eine Künstlerin voller makelloser Anmut und Schönheit, eine etablierte Schauspielerin, deren Filmkarriere schon immer für Perfektion, Disziplin und Eleganz stand.“
1959 ehelichte Deborah Kerr Anthony Bar. Mit ihm bekam sie die Töchter Melanie Jane und Francesca Ann. Die Ehe wurde 1959 geschieden. 1960 heiratete sie den deutsch-amerikanischen Schriftsteller Peter Viertel, der am 5. November, 3 Wochen nach dem Tod der Schauspielerin, ebenfalls starb.
Filmographie Deborah Kerr
- 1941: Major Barbara
- 1941: Love on the Dole
- 1942: Der Gouverneur von Pennsylvanien
- 1942: Der Hutmacher und sein Schloß
- 1942: The Day Will Dawn
- 1943: Leben und Sterben des Colonel Blimp
- 1945: Perfect Strangers
- 1946: I See a Dark Stranger
- 1947: Die schwarze Narzisse
- 1947: Der Windhund und die Lady
- 1947: If Winter Comes
- 1949: Edward, mein Sohn
- 1950: Drei Männer für Alison
- 1950: König Salomons Diamanten
- 1951: Quo Vadis?
- 1952: Der Gefangene von Zenda
- 1952: Donner in Fern-Ost
- 1953: Die Thronfolgerin
- 1953: Julius Caesar
- 1953: Du und keine andere
- 1953: Verdammt in alle Ewigkeit
- 1955: Das Ende einer Affaire (1955)
- 1956: Auch Helden können weinen
- 1956: Der König und Ich (auch Sängerin)
- 1956: Anders als die anderen
- 1957: Der Seemann und die Nonne
- 1957: Die große Liebe meines Lebens
- (auch Sängerin)
- 1957: Kiss Them for Me (nur Stimme)
- 1958: Bonjour tristesse
- 1958: Getrennt von Tisch und Bett
- 1959: Die Reise
- 1959: Französische Betten
- 1959: Die Krone des Lebens
- 1960: Der endlose Horizont
- 1960: Vor Hausfreunden wird gewarnt
- 1961: Ein Mann geht seinen Weg
- 1961: Schloß des Schreckens
- 1964: Das Haus im Kreidegarten
- 1964: Die Nacht des Leguan
- 1965: Dreimal nach Mexiko
- 1966: Die schwarze 13
- 1967: Casino Royale
- 1968: Die Pille war an allem schuld
- 1969: Die den Hals riskieren
- 1969: Das Arrangement
- 1982: BBC2 Playhouse (TV-Serie)
- 1982: Zeugin der Anklage (TV)
- 1984: Des Lebens bittere Süße: Die Emma Harte Story (TV-Mini-Serie)
- 1985: Reunion at Fairborough (TV)
- 1985: The Assam Garden
- 1986: Des Lebens bittere Süße: Bewahrt den Traum (TV)
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1949: Beste Schauspielerin: Edward, mein Sohn
1957: Beste Schauspielerin - Drama: Der Seemann und die Nonne
1958: Beste Schauspielerin - Drama: Getrennt von Tisch und Bett
Gewonnene Golden Globes:
1956: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Der König und Ich
OSCAR Nominierungen:
1949: Beste Schauspielerin: Edward, mein Sohn
1953: Beste Schauspielerin: Verdammt in alle Ewigkeit
1956: Beste Schauspielerin: Der König und Ich
1957: Beste Schauspielerin: Der Seemann und die Nonne
1958: Beste Schauspielerin: Getrennt von Tisch und Bett
1960: Beste Schauspielerin: Der endlose Horizont



