Mathieu Amalric

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Biographie

Mathieu Amalric © Prokino

Geboren am 25.10.1965 in Neuilly-sur-Seine, Hauts-de-Seine, Frankreich Autor Melanie Frommholz

„Ich möchte kein Star sein!“ (Mathieu Amalric)
Für die Franzosen ist es längst kein Geheimnis mehr: Mathieu Amalric ist ein hervorragender Schauspieler. In seinem Heimatland gehört der Mime und Regisseur fest in die erste Liga der Kinoschauspieler. 1984 begann Amalric seine Karriere mit „Ritter der Finsternis“. Mit der Komödie „Ich und meine Liebe“ kam 1996 dann der Durchbruch. Mathieu Amalric wurde als bester männlicher Nachwuchsschauspieler beim César ausgezeichnet und erhielt für seine Darstellung des Sebastien in „Le Journal du séducteur“ eine Nominierung für den Prix Michel Simon als bester Schauspieler. Der Sohn des Journalisten Jaques Amalric und der Literaturkritikerin Nicole Zand etablierte sich zusehends in der französischen Filmszene und konnte 2004 mit „Rois et reine“ seinen ersten großen Erfolg als Schauspieler feiern. Für die Rolle des Ismaël Vuillard erhielt er den César als bester Schauspieler. Beflügelt durch seine Erfolge in der Heimat schaute Mathieu Amalric über den großen Teich nach Hollywood und spielte in Produktionen wie „München“ oder „Marie Antoinette“. 2008 sorgte er mit dem Biopic „Schmetterling und Taucherglocke“ erneut international für Aufsehen. Der Film wurde mit dem Golden Globe für die beste Regie und den besten ausländischen Film ausgezeichnet und erhielt vier Oscarnominierungen. Amalric selbst konnte zum zweiten Mal in seiner Karriere den César als bester Schauspieler mit nach Hause nehmen. Ende 2008 gab es mit dem Franzosen international ein Wiedersehen in den Kinos. Als Bösewicht Dominic Greene machte er James Bond das Leben in seinem 22. Auftrag "Ein Quantum Trost" schwer und in "Ein Geheimnis" war er in ein dunkles Familiengeheimnis verwickelt. 2009 sahen wir ihn an der Seite von Kollege Vincent Cassel in "Public Enemy No.1 - Todestrieb". Für 2010 stand der neue Action-Film von Luc Besson „Adèle und der Fluch des Pharaos“ sowie sein Regieprojekt „Tournée“ auf dem Programm. Für letzteren erhielt der Franzose bei den Filmfestspielen von Cannes 2010 den Preis für die beste Regie.

2010 gab Mathieu Amalric offiziell seinen Einstand in der Sparte „Kameramann“. Für die Dokumentation „Joann Sfar (dessins)“ hatte er nicht nur die Regieverantwortung sondern auch die Kamera im Anschlag. 2012 kam er in der Hauptrolle in „Huhn mit Pflaumen" in unsere Kinos.

Bereits seit Anbeginn seiner Karriere war Mathieu Amalric nicht nur Schauspieler sondern auch Regisseur und Drehbuchautor. Neben Jobs als Second Unit Director oder Assistant Director führte er auch bei eigenen Projekten früh allein die Regie. So drehte er zum Beispiel unter anderem 1997 für Arte der Film „Es wird aufgegessen“ und 2000 „Le stade de Wimbledon“. Mathieu Amalric engagiert sich auch für den Filmnachwuchs: Als Professor unterrichtet er an der Filmhochschule "La Fémis" in Paris.

Mathieu Amalric war mit der Schauspielerin Jeanne Balibar verheiratet. Mit ihr hat er zwei Kinder.


Filmographie Mathieu Amalric

  • 1984: Ritter der Finsternis
  • 1990: Sans rires (nur Regie)
  • 1991: Vert quoi vers où
  • 1992: Die Wache
  • 1992: Jagd auf Schmetterlinge
  • 1993: Die Abwesenheit (nur Regieassistent)
  • 1993: Das Tagebuch der Lady M. (nur Regieassistent)
  • 1993: Les Yeux au plafond (auch Regie, Drehbuch)
  • 1994: Lettre pour L... (auch Regieassistent)
  • 1995: Tom est tout seul (ungenannt)(auch Regieassistent)
  • 1996: Tagebuch des Verführers
  • 1996: Ich und meine Liebe
  • 1997: Genealogien eines Verbrechens
  • 1997: Es wird aufgegessen (nur Regie, Drehbuch)
  • 1998: L'Interview
  • 1998: On a très peu d'amis
  • 1998: Dieu seul me voit
  • 1998: Das Ende der Unschuld
  • 1998: Alice und Martin
  • 1999: Trois ponts sur la rivière
  • 1999: Marabus!
  • 2000: La Fausse suivante
  • 2000: L'Affaire Marcorelle
  • 2000: La Brèche de Roland
  • 2001: Zaïde, un petit air de vengeance (TV)
  • 2001: Amour d'enfance
  • 2001: Le Stade de Wimbledon (nur Regie, Drehbuch)
  • 2002: Montag morgen (nur Stimme)
  • 2002: Les Naufragés de la D17
  • 2002: Lulu (2002)
  • 2002: C'est le bouquet!
  • 2003: Un homme, un vrai
  • 2003: Mes enfants ne sont pas comme les autres
  • 2003: Gleichstellung (TV) (nur Regie, Drehbuch)
  • 2003: Inquiétudes
  • 2004: Cuadrilátero
  • 2004: Les Parallèles
  • 2004: Rois et reine
  • 2004: Le Pont des Arts
  • 2004: 14,58 euro (nur Regie)
  • 2004: Au large de Bad Ragaz
  • 2005: La Moustache
  • 2005: Les Mâtines
  • 2005: J'ai vu tuer Ben Barka
  • 2005: Comme James Dean
  • 2005: Avaler des couleuvres
  • 2005: München
  • 2006: Marie Antoinette
  • 2006: Chanson d'Amour
  • 2006: Les Signes
  • 2006: Fragments sur la grâce
  • 2006: Un lever de rideau
  • 2006: Le Grand appartement
  • 2007: La Question humaine
  • 2007: Michou d'Auber
  • 2007: Actrices - Oder der Traum aus der Nacht davor
  • 2007: Schmetterling und Taucherglocke
  • 2007: L'Histoire de Richard O.
  • 2007: Laissez-les grandir ici! (nur Regie)
  • 2008: 57000 km zwischen uns
  • 2008: Un conte de Noël
  • 2008: De la guerre
  • 2008: James Bond 007 - Ein Quantum Trost
  • 2008: Ein Geheimnis
  • 2009: Public Enemy No.1 - Todestrieb
  • 2009: Vorsicht Sehnsucht
  • 2009: Visage
  • 2009: Bancs publics (Versailles rive droite)
  • 2009: Les derniers jours du monde
  • 2010: Adèle und der Fluch des Pharaos
  • 2010: L'illusion comique (TV) (nur Regie)
  • 2010: Joann Sfar (dessins) (nur Regie, Kamera)
  • 2011: Tournée
  • (auch Regie, Drehbuch)
  • 2011: Jeanne captive
  • 2011: A Film by Thomas De Brabanter
  • 2011: Die Katze des Rabbiners (nur Stimme)
  • 2011: La chanson du dimanche (TV-Serie)
  • 2012: Huhn mit Pflaumen
  • 2012: Le reste du monde (TV)
  • 2012: Camille redouble
  • 2012: Les gouffres
  • 2012: Superstar
  • 2012: As Linhas de Torres
  • 2012: Vous n'avez encore rien vu
  • 2012: Cosmopolis
  • 2012: Les Anonymes (TV)