Sissy Spacek

Mary Elizabeth Spacek

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Biographie

Sissy Spacek © United International Pictures

Geboren am 25.12.1949 in Quitman, Texas, USA Autor Melanie Frommholz

„Als ich mit den Independent-Filmen in den frühen 1970er Jahren begann, taten wir alles nur für die Kunst. Nicht für Geld oder für Ruhm. Wir waren gegen diese Dinge. Du wärst eher gestorben, als dass sie dich gekauft hätten.“
Es ist sicherlich keine Untertreibung, wenn man Sissy Spacek einen alten Hasen im Filmgeschäft nennt. Bereits 1974 machte sie Kritiker und Publikum mit ihrer Darstellung einer verstörten 15jährigen in dem Film "Badlands" auf sich aufmerksam. Ein Jahr später gelang ihr dann mit "Carrie - Des Satans jüngste Tochter" der große Durchbruch. Die Rolle brachte ihr die erste OSCAR-Nominierung als beste Hauptdarstellerin ein. 1980 konnte sie den Goldjungen dann mit nach Hause nehmen - für ihre Darstellung der Loretta Lynn in "Nashville Lady".
Im darauf folgenden Jahr brillierte sie in dem Drama "Der geheimnisvolle Fremde" neben Sam Shepard. Der Erfolg von Sissy Spacek hielt an und so war sie noch im selben Jahr für ihre Rolle in "Vermisst" ein weiteres Mal für einen OSCAR als beste Schauspielerin nominiert.

„Es ist gefährlich immer der Spitzenreiter bleiben zu wollen. Du hörst auf etwas zu riskieren, bist nicht mehr kreativ, weil Du versucht Deine Position zu behaupten. Abgesehen davon nimmt es den ganzen Spaß.“
Nächster Film, nächste Nominierung: 1984 war sie für "Menschen am Fluss" wieder als beste Schauspielerin für einen OSCAR vorgeschlagen. Einen ähnlichen Lauf konnte bislang nur Meryl Streep vorweisen. Zwei Jahre später kam Sissy Spacek gleich mit drei Filmen in die Kinos. An der Seite von Kevin Kline spielte sie in "Liebe ist nur eine Illusion", mit Anne Bancroft überzeugte sie in "Nacht, Mutter" und für "Verbrecherische Herzen" erhielt sie ihre vierte OSCAR-Nominierung.

In den 90er Jahren war Sissy Spacek neben ihrer Tätigkeit für das Fernsehen mit verschiedenen Produktionen auf unseren Kinoleinwänden zu Gast. Zum Beispiel 1991 mit "JFK - Tatort Dallas" oder neben Nick Nolte 1997 in "Der Gejagte" . Mit "Eve und der letzte Gentleman" überzeugte Sissy Spacek dann 1999 wieder in einer Komödie als Mutter von Brendan Fraser. Im Jahr 2001 zeigte die Absolventin des "Lee Strasberg Theatre Institute" einmal mehr ihre Wandlungsfähigkeit und brillierte in dem Familiendrama "In the Bedroom". Die Rolle brachte ihr ihre fünfte OSCAR-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin ein. An der Seite von Charlize Theron sahen wir die Amerikanerin 2006 unter anderem in dem Drama "Kaltes Land". 2008 gab es ein Wiedersehen in der Weihnachtskomödie "Mein Schatz, unsere Familie und ich". Danach wurde es ruhiger um die Charaktermimin. 2009 kam ihr einziger Film „Am Ende des Weges“ nicht in die deutschen Kinos, erschien 2010 aber als DVD. Es folgten zwei TV-Projekte. 2011 war Sissy Spacek mit „The Help“ wieder in unseren Kinos zu sehen.

„Ich musste erst ein Dutzend Jahre als Schauspielerin arbeiten bevor ich eine Familie gründete und dann feststellte, dass neben dem Mutter sein alles andere verblasst.“
Sissy Spacek ist seit 1974 mit dem Filmschaffenden Jack Fisk verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter und lebt völlig unspektakulär auf einer Range in Virginia.


Filmographie Sissy Spacek

  • 1970: Andy Warhol's Trash (ungenannt)
  • 1972: Die Professionals
  • 1973: Love, American Style (TV-Serie)
  • 1973: The Girls of Huntington House (TV)
  • 1973: Die Waltons (TV-Serie)
  • 1973: Der Morgen, als Ginger kam
  • 1973: Badlands - Zerschossene Träume
  • 1973: The Rookies (TV-Serie)
  • 1974: The Migrants (TV)
  • 1975: Katherine (TV)
  • 1976: Carrie - Des Satans jüngste Tochter
  • 1976: Willkommen in Los Angeles
  • 1976: Drei Frauen
  • 1978: Verna: USO Girl (TV)
  • 1979: Herzschläge
  • 1980: Nashville Lady
  • 1981: Der geheimnisvolle Fremde
  • 1982: Vermisst
  • 1983: Der Mann mit den zwei Gehirnen (nur Stimme)
  • 1984: Menschen am Fluss
  • 1985: Marie - Eine wahre Geschichte
  • 1986: Liebe ist nur eine Illusion
  • 1986: Nacht Mutter
  • 1986: Verbrecherische Herzen
  • 1990: Der lange Weg
  • 1991: JFK - Tatort Dallas
  • 1991: Der Mann meiner Frau
  • 1992: A Private Matter (TV)
  • 1992: Shelley Duvall's Bedtime Stories (TV-Serie)
  • 1994: Wird Annie leben?
  • 1994: Mommy Market – Auf der Suche nach der Traum-Mutter
  • 1995: Les dernier Pionniers
  • 1995: Einmal Cowboy, immer ein Cowboy (TV)
  • 1995: Der letzte Ritt
  • 1995: Die Grasharfe
  • 1995: Streets Of Laredo (TV-Serie)
  • 1996: Haus der stummen Schreie (TV)
  • 1996: Urteil ohne Gerechtigkeit (TV)
  • 1997: Der Gejagte
  • 1999: The straight Story - Eine wahre Geschichte
  • 1999: Eve und der letzte Gentleman
  • 2000: Songs in Ordinary Time (TV)
  • 2001: In the Bedroom
  • 2001: Last Call (TV)
  • 2001: Midwives (TV)
  • 2002: Bis in alle Ewigkeit
  • 2004: Ein Zuhause am Ende der Welt
  • 2005: Nine Lives
  • 2005: The Ring 2
  • 2006: Summer Running: The Race to Cure Breast Cancer
  • 2006: Kaltes Land
  • 2006: Der Fluch der Betsy Bell
  • 2006: Herzensangelegenheiten
  • 2007: Lake City
  • 2007: Hot Rod - Mit Vollgas durch die Hölle
  • 2007: Pictures of Hollis Woods (TV)
  • 2008: Mein Schatz, unsere Familie und ich
  • 2009: Am Ende des Weges
  • 2010: Gimme Shelter (TV)
  • 2010: Big Love (TV-Serie)
  • 2011: The Help
  • 2012: Blackbird

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen
1981: Beste Schauspielerin - Drama: Der geheimnisvolle Fremde
1982: Beste Schauspielerin - Drama: Vermisst
1984: Beste Schauspielerin - Drama: Menschen am Fluss

Gewonnene Golden Globes
1980: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Nashville Lady
1986: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Verbrecherische Herzen
2001: Beste Schauspielerin - Drama: In the Bedroom

OSCAR Nominierungen:
1976: Beste Schauspielerin: Carrie - Des Satans jüngste Tochter
1982: Beste Hauptdarstellerin: Vermisst
1984: Beste Hauptdarstellerin: Menschen am Fluss
1986: Beste Hauptdarstellerin: Verbrecherische Herzen
2001: Beste Hauptdarstellerin: In the Bedroom

Gewonnene OSCARs
1980: Beste Hauptdarstellerin: Nashville Lady