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Kevin Spacey
Kevin Spacey Fowler
Biographie
© United International Pictures
| Geboren am | 26.7.1959 | in | South Orange, New Jersey, USA | Autor | Stefanie Rufle |
|---|
„Erfolg ist dem Tod sehr ähnlich. Je erfolgreicher man wird, desto größer wird das Haus in den Hügeln und desto höher werden die Zäune.“
Mit diesem Ausspruch beweist der große Charakterdarsteller Kevin Spacey, dass er trotz seines großen Ruhmes noch durchaus auf dem Boden der Tatsachen steht. Der Mime ist bekannt dafür, sich über private Dinge eher bedeckt zu halten, und auch von einem ausschweifenden Leben im Rampenlicht von Hollywood hält Spacey offensichtlich wenig. Der Schauspieler ist für seinen knochentrockenen Humor bekannt, der auch immer wieder in seine Charaktere einfließt. Vor allem seine meisterhafte Gestik und Mimik zeichnen ihn aus und lassen ihn zu einem der ganz großen Darsteller der Gegenwart werden.
Am 26. Juli 1959 wurde Kevin Spacey in South Orange als jüngstes von drei Kindern geboren. Wegen der Arbeit des Vaters musste die Familie sehr oft umziehen, was der emotionalen Entwicklung Kevins sicherlich nicht unbedingt zuträglich war. Als er älter wurde, rebellierte er immer öfter gegen seine Eltern, und als der Junge schließlich das Baumhaus seiner Schwester nieder brannte, wurde er auf die Northridge Militär-Akademie verbannt. Doch dieser Aufenthalt war nur von kurzer Dauer, denn auch hier fiel Kevin wieder durch schlechtes Benehmen auf und musste die Schule verlassen. An der Chatsworth High School schien der Junge dann aber endlich Fuß zu fassen und stand auch erstmals für Schulaufführungen auf der Bühne. Hier lernte er Val Kilmer kennen, mit dem er sich anfreundete und der ihn dazu ermunterte, sich an der renommierten New Yorker Juilliard Schauspielschule einzuschreiben. Dort hielt Kevin es gerade mal zwei Jahre lang aus – 1981 verließ er die Juilliard ohne Diplom. Danach trat er in verschiedenen Comedy-Clubs auf und nahm am „New York Shakespeare Festival“ teil. Sein Off-Broadway-Debüt hatte der junge Mime im Stück „Henry IV, Part One“ und im selben Jahr debütierte er dann auch am Broadway. Bereits fünf Jahre später erhielt Spacey den begehrten Tony Award für seine Darstellung im Stück „Lost in Yonkers“.
1986 war auch das Jahr, in dem Kevin Spacey erstmals auf der Leinwand zu sehen war. In „Sodbrennen“ (1986) hatte er eine kleine Rolle neben großen Stars wie Meryl Streep und Jack Nicholson, was ihm zu der sehr bekannten Rolle als gefährlicher Krimineller in der TV-Serie „Kampf gegen die Mafia“ (1987) verhalf. Im Jahr darauf war der Mime in „Die Waffen der Frauen“ (1988) zu sehen und 1990 dann in „Henry & June“ (1990). In „Glengarry Glen Rose“ (1992) stand Kevin neben Jack Lemmon, Allan Arkin und Al Pacino vor der Kamera – eine große Ehre für den Anfänger, zu dessen Idolen neben Spencer Tracy, Henry Fonda und James Stewart eben auch Jack Lemmon und Al Pacino zählen. In „Outbreak – Lautlose Killer“ (1995) war er neben Dustin Hoffman zu sehen und im selben Jahr wurde er für sein facettenreiches Können und seine große Überzeugungskraft belohnt: Spacey erhielt den OSCAR als Bester Nebendarsteller für „Die üblichen Verdächtigen“ (1995). Ebenfalls 1995 spielte der Mime neben Morgan Freeman und Brad Pitt im Kassenschlager „Sieben“ (1995). Im Jahr darauf führte Kevin erstmals Regie im Thriller „Albino Aligator“ (1996) mit Matt Dillon. Eine wirklich großartige und beeindruckende Rolle hatte Spacey im schwarzen Gangsterfilm „L.A.Confidential“ (1997) und stand für „Verhandlungssache“ (1998) mit Samuel L. Jackson vor der Kamera, wo er das Publikum erneut zutiefst überzeugen konnte.
“Das ist für mich definitiv das Highlight des Tages.“(über den OSCAR für „American Beauty“)
Den begehrten OSCAR als Bester Hauptdarsteller bekam der charismatische Schauspieler für seine großartige und gleichzeitig auch erschreckende Darstellung in „American Beauty“ (2000), dem Film, der bis heute zu seinen besten zählt. Danach wurde es dann etwas ruhiger um Spacey, er widmete seine Zeit eher unbekannteren Filmen wie „Das Glücksprinzip“ (2000), „K-Pax – Alles ist möglich“ (2001) oder „Schiffsmeldungen“ (2002). Mit einer Darstellung voller Tiefe konnte er in „Das Leben des David Gale“ (2003) an der Seite von Kate Winslet überzeugen. Für die Filmbiographie „Beyond the Sea“ (2005) über den Sänger Bobby Darin führte Spacey Regie, war Produzent, schrieb das Drehbuch und stellte Darin selbst dar. Über diesen Film sagte der Schauspieler: „'Beyond the Sea' ist überhaupt keine lineare Geschichte. Es ist nicht, was die Leute erwarten und kein Biopic. Es ist mein Statement.“ Im Jahr darauf durften wir Kevin als fiesen Lex Luthor in „Superman Returns“ (2006) erleben und 2007 kam er mit „Die Gebrüder Weihnachtsmann“ (2007) in unsere Kinos. Neben Jeff Bridges, George Clooney, Ewan McGregor und Robert Patrick war er in "Männer die auf Ziegen starren" (2010) zu sehen, und im Jahr darauf stand er gemeinsam mit Jennifer Aniston, Jason Bateman, Colin Farrell, Jamie Foxx und Donald Sutherland für die Komödie "Kill the Boss" (2011) vor der Kamera. Ebenfalls 2011 spielte Spacey die Hauptrolle in der Komödie "Der große Crash - Margin Call" (2011). An seiner Seite waren Paul Bettany, Jeremy Irons, Zachary Quinto, Mary McDonnell, Demi Moore und Stanley Tucci zu sehen.
“Irgendwann bekam ich das Gefühl, dass ich nicht noch mal zehn Jahre in Hotels leben und drei bis vier Filme im Jahr machen will. Ich sehne mich nach dem Ritual des Theaters – das ist es, was ich zutiefst liebe. Ich will in Stücken spielen, die mich herausfordern. Nicht die Filme sind meine oberste Priorität, sondern das Theater.“
Das Theaterspielen ist bis heute Kevin Spaceys große Leidenschaft. Seit 2004 ist er künstlerischer Direktor am Londoner Old Vic Theatre und stand dort 2005 in den Stücken „National Anthems“ und „Philadelphia Story“ auf der Bühne. 2011 spielte er eine Hauptrolle im Stück "Richard III". Der Mime, der angeblich die Stimmen von Katherine Hepburn, James Stewart, Marlon Brando, Sean Connery, Arnold Schwarzenegger und Al Pacino perfekt imitieren kann, gab 2007 öffentlich bekannt, mit der Schauspielerei aufhören zu wollen, dementierte das aber anschließend wieder. Spacey besitzt eine eigene Produktionsfirma – Trigger Street Productions – die vor allem kleinere Projekte fördert und erhielt 1999 seinen eigenen Stern auf Hollywoods Walk of Fame.
Filmographie Kevin Spacey
- 1986: Sodbrennen
- 1987: Kampf gegen die Mafia (TV-Serie)
- 1987: Der Equalizer (TV-Serie)
- 1987: Crime Story
- 1987: Long Day's Journey Into Night (TV)
- 1988: Der Fall Mary Phagan (TV)
- 1988: Rocket Gibraltar
- 1988: Die Waffen der Frauen
- 1989: Unsub (TV-Serie)
- 1989: Die Glücksjäger
- 1989: Dad
- 1990: Der Sündenfall (TV)
- 1990: Die Stärke der Macht
- 1990: Henry & June
- 1990: Leben um jeden Preis (TV)
- 1991: Darrow (TV)
- 1991: L.A. Law - Staranwälte, Tricks, Prozesse (TV-Serie)
- 1992: Glengarry Glen Ross
- 1992: Gewagtes Spiel (auch Sänger)
- 1993: Tribeca (TV-Serie)
- 1994: Iron Will - Der Wille zum Sieg
- 1994: No Panic - Gute Geiseln sind selten
- 1994: Doomsday Gun (TV)
- 1994: The Hollywood Factor (auch Co-Produzent)
- 1995: Outbreak - Lautlose Killer
- 1995: Die üblichen Verdächtigen
- 1995: Sieben
- 1996: Die Jury
- 1996: Albino Alligator (nur Regie)
- 1997: L.A. Confidential
- 1997: Mitternacht im Garten von Gut und Böse
- (auch Sänger)
- 1998: Verhandlungssache
- 1998: Hurlyburly
- 1998: Das große Krabbeln
- (nur Stimme)
- 1999: It's Tough to Be a Bug (nur Stimme)
- 1999: American Beauty
- 1999: The Big Kahuna (auch Produzent)
- 2000: Interstate 84 (nur Ex.Produzent)
- 2000: Ein ganz gewöhnlicher Dieb
- 2000: Das Glücksprinzip
- 2001: Independence Day 2001 (TV)
- 2001: K-Pax - Alles ist möglich
- 2002: Schiffsmeldungen
- 2002: Austin Powers in Goldständer
- 2002: Uncle Frank (nur Produzent)
- 2002: The Tower of Babble (nur Stimme)
- 2003: Freedom: A History of Us (TV-Serie)
- 2003: State of Mind
- (auch Produzent)
- 2003: Das Leben des David Gale
- 2004: Triggerstreet.com (nur Produzent)
- 2005: Beyond the Sea
- (auch Regie, Drehbuch, Produzent, Musik)
- 2005: Edison
- 2006: Mini's First Time
- (nur Produzent)
- 2006: Superman Returns
- 2006: Mr. Gibb (nur Ex.Produzent)
- 2006: The Sasquatch Dumpling Gang (nur Produzent)
- 2006: Bernard and Doris (nur Ex.Produzent)
- 2007: Die Gebrüder Weihnachtsmann
- 2007: Machine Child (nur Stimme)
- 2008: 21
- (auch Produzent)
- 2008: Recount (TV)
- 2008: Telstar
- 2008: Columbus Day (nur Produzent)
- 2009: Fanboys
- (nur Produzent)
- 2009: Criminal Minds (TV-Serie)
- 2009: Shrink - Nur nicht die Nerven verlieren
- (auch Produzent)
- 2010: Männer, die auf Ziegen starren
- 2010: Moon
- (nur Stimme)
- 2010: Casino Jack
- 2010: Father of Invention
- 2010: Inseparable
- 2011: Kill the Boss
- 2011: Der große Crash - Margin Call
- 2012: Gorilla School (TV-Serie)
- 2012: House of Cards (TV-Serie)
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1995: Bester Nebendarsteller: Die üblichen Verdächtigen
1999: Bester Schauspieler - Drama: American Beauty
2001: Bester Schauspieler - Drama: Schiffsmeldungen
2004: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Beyond the Sea
2010: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Casino Jack
Gewonnene OSCARs:
1995: Bester Nebendarsteller: Die üblichen Verdächtigen
1999: Bester Hauptdarsteller: American Beauty