Sylvester Stallone

Sylvester Gardenzio Stallone

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Biographie

Sylvester Stallone © United International Pictures

Geboren am 6.7.1946 in New York, New York, USA Autor Thomas Ays

„Ich bin keine klassische Schönheit. Hängende Augenlider, schiefer Mund, krumme Zähne, eine Stimme, wie ein Sarg tragender Mafiosi – doch irgendwie funktioniert es.“
Eine leichte Kindheit hatte der Action-Star der 80er Jahre mit Sicherheit nicht. Eine Nervenlähmung im Gesicht machte ihn nicht gerade beliebter und so rieten ihm seine Lehrer von einer Showkarriere ab. Zu Schulzeiten versuchte er sich als Schauspieler und feierte als Football-Spieler in der Landesliga Erfolge. Zwei Jahre wurde Stallone auch in der Schweiz ausgebildet, bevor er in die USA zurückkehrte und sich an der Universität von Miami einschrieb und sich als Autor versuchte. Er verließ die Uni aber vor seinem Abschluss, um seine Karriere als Schauspieler voranzubringen.
Stallones erster Film, nach mehreren Theaterrollen und kleineren Filmen, war ein Soft-Pornofilm. Danach folgten kleinere Auftritte, unter anderem ein Kurzauftritt in Woody Allens "Bananas".
1976 erschuf Stallone die Figur des ehrgeizigen Boxers Rocky Balboa, dazu wurde er von Muhammad Alis Weltmeisterkämpfen inspiriert. Er schrieb das Drehbuch handschriftlich und zahlreiche Produzenten zeigten sich an dem Script interessiert, wollten aber statt Stallone einen namhaften Schauspieler verpflichten. Er aber weigerte sich und verkaufte das Drehbuch schließlich an Irwin Winkler. Stallone gab sich mit einer geringen Summe als Gage zufrieden, im Gegenzug durfte er die Hauptrolle spielen und sicherte sich eine hohe Gewinnbeteiligung. Wir wissen, wie das alles endete: "Rocky" wurde zum Erfolg und machte Stallone praktisch über Nacht zum Weltstar. Der Film gewann sogar drei OSCARs: Bester Film, Beste Regie und Bester Schnitt. Zwei Jahre später folgte "Rocky 2", der Hollywood vor allem eins lehrte: Auch Sequels können Kassenschlager werden. Dem ersten "Rocky" folgten insgesamt fünf Fortsetzungen.
Ein weiteres, interessantes Detail von Sly ist der erfolgreiche Tanzfilm "Staying Alive", den er produzierte, schrieb und außerdem Regie führte!
Mit dem Actionfilm "Rambo" erging es ihm ähnlich: 1982 Teil eins, Teil zwei folgte 1984 und 1988 schließlich der dritte Teil. Ebensolche Erfolge konnte er mit "Tango & Cash", "Demolition Man", "Cliffhanger", "The Specialist" und "Judge Dredd" feiern. 2001 drehte er "Driven" und "Im Auge der Angst" ab. Im Frühjahr 2007 kam "Rocky Balboa" in die Kinos, 2008 dann „John Rambo“, der vierte Teil der Reihe mit einem 60jährigen in Höchstform. 2010 inszenierte er "The Expendables", in dem er gleich mehrere Action-Heroes, wie Jet Li und Jason Statham, vereinte.

„Ich fühle mich wieder wie 20 – nur mit Arthritis!“
Schade ist nur, dass Hollywood wohl noch immer nicht erkannt hat, dass Stallone mehr ist, als ein hirnloser Action-Schläger, der sonst nichts auf die Reihe bringt. Sein IQ beträgt überdurchschnittliche 141, er zitiert Shakespeare, ist OSCAR-nominierter Schauspieler und Drehbuchautor, außerdem ist Stallone Maler, dessen Bilder bis zu 60.000 $ pro Stück kosten. Vielleicht müssen erst noch ein paar Jahre ins Land gehen, bevor Hollywood begreift, dass auch ein Actionstar Schauspieler sein kann.

Sly war bereits dreimal verheiratet: Von 1974 bis '85 mit Sasha Czack. Aus dieser Ehe gingen die Söhne Sage (*1976) und Seargeoh (*1979) hervor. Seargeoh ist Autist. Außerdem war er von 1985 bis 1987 mit Busenwunder Brigitte Nielsen verheiratet. Mit Ehefrau Nummer 3, dem Ex-Model Jennifer Flavin, hat er drei Töchter: Sophia Rose (*1996), Sistine Rose (*1998) und Scarlet Rose (*2002).
Sylvester hat einen Bruder, der ebenfalls Schauspieler ist: Frank Stallone.


Filmographie Sylvester Stallone

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1976: Bester Schauspieler - Drama: Rocky
1976: Bestes Drehbuch: Rocky

OSCAR Nominierungen:
1976: Bester Schauspieler: Rocky
1976: Bestes Drehbuch: Rocky