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Meryl Streep
Mary Louise Streep
Biographie
© Constantin Film
| Geboren am | 22.6.1949 | in | Summit, New Jersey, USA | Autor | Thomas Ays |
|---|
"Ich werde nervös, wenn man mich eine Künstlerin nennt. Ich fühle mich mehr wie eine 'Übersetzerin" oder eine 'Violinistin'."
Diesen Namen kennen viele: Meryl Streep ist nicht nur wahnsinnig erfolgreich in ihrem Beruf als Schauspielerin, sondern unter den Kinobesuchern auf der ganzen Welt auch mehr als beliebt. Diese Frau stellt Rekorde auf, um sie anschließend selbst wieder zu brechen. Daneben begeistert sie Fans auf der ganzen Welt mit ihrem eindringlichen Spiel und ihren überzeugenden Darstellungen. Meryl Streep ist Schauspielerin.
"Ich hasse diese OSCAR-Kampagnen. Es ist ungehörig. Es sollten die Besten geehrt werden und nicht die, die die beste Kampagne hatten!" Lobeshymnen:
Als Meryl noch ganz am Anfang stand, bekam sie Post von Hollywoodstar Bette Davis, die ja selbst als eine der besten Schauspielerinnen der Geschichte der Traumfabrik gilt. In ihrem Brief stand, dass sie Meryl Streep als die Erbin der großen amerikanischen Schauspielerinnen bezeichnet. Neben diesem großen Kompliment gab es jedoch auch Stimmen aus anderen Lagern. Katharine Hepburn beispielsweise konnte mit Meryl Streep so gar nichts anfangen.
Die Dreier-Konstellation Davis-Hepburn-Streep birgt viel Interessantes: Alle drei Schauspielerinnen stellten Rekorde in Sachen OSCAR-Nominierungen und Gewinne auf. Bette Davis bekam zweimal den OSCAR, wurde insgesamt 10 Mal für den Goldjungen vorgeschlagen. Katharine Hepburn wurde 12 Mal nominiert, erhielt aber ganze 4 OSCARs (jedes Mal für die beste weibliche Hauptrolle) – ein neuer Rekord. Ironischerweise schlug gerade Meryl Streep den Rekord der Hepburn. 16 (!) OSCAR-Nominierungen hat sie bisher in ihrer Karriere erhalten. 2 Goldjungen durfte sie davon mit nach Hause nehmen. Der goldene Glatzkopf, der zugleich als der wichtigste Filmpreis der Welt gilt, scheint mit der Schauspielerin Meryl Streep eine ganz besondere Beziehung zu haben.
Robert De Niro sagte über die Aktrice, das sie die beste Schauspielerin sei, mit der er je gearbeitet habe. Kollegin Diane Keaton sagte, Meryl sei das Genie ihrer Generation.
Meryl Streep selbst nannte unlängst Cate Blanchett, Emily Blunt, Helen Mirren und Nicole Kidman als ihre Lieblingsschauspielerinnen.
Anfänge:
Nachdem Meryl Streep die Highschool erfolgreich hinter sich gebracht hatte, besuchte sie das Vassar College, das sie 1971 erfolgreich abschloss. In Yale studierte sie Drama, arbeitete währenddessen und anschließend als Bedienung in Hotels. Ihre Schauspiel-Karriere begann auf der Bühne. 1976 erhielt sie für ihren Part in dem Stück „27 Wagons Full of Cotton“ eine Tony-Nominierung. Zwei Jahre später, 1978, begann ihre Filmkarriere. Für ihre Rolle in dem TV-Film „Holocaust“ erhielt sie ihren ersten Emmy. Ebenfalls in diesem Jahr begann auch die „OSCAR-Karriere“. Für ihren Part in dem Kriegsfilm „Die durch die Hölle gehen“ erhielt Streep ihre erste OSCAR Nominierung als beste Nebendarstellerin. Nach „Manhattan“, unter der Regie von Woody Allen, durfte sie für „Kramer gegen Kramer“ ihren ersten OSCAR mit nach Hause nehmen. Hier spielte Meryl die Frau von Dustin Hoffman und überzeugte erneut mit ihrem großartigen Talent Kritiker und Zuschauer gleichermaßen.
Karriere:
Für ihre Rolle in dem Streifen „Die Geliebte des französischen Leutnants“ bekam sie ihre dritte OSCAR-Nominierung. 1982 erhielt sie ihren zweiten OSCAR, dieses Mal für die beste weibliche Hauptrolle, für den Film „Sophies Entscheidung“. Anschließend folgte fast jährlich eine OSCAR-Nominierung. Bis heute konnte sie jedoch keinen dritten Goldjungen mit nach Hause nehmen.
Für „Silkwood“ und „Jenseits von Afrika“, neben Robert Redford, gab es wieder je eine OSCAR-Nominierung, in „Sodbrennen“ war sie, wie so oft, neben Jack Nicholson zu sehen. 1987 erhielt sie für „Wolfsmilch“, erneut neben Nicholson, die nächste Nominierung für den OSCAR. Nach dem sie in „Ein Schrei in der Dunkelheit“ glänze (es gab wieder eine Nominierung für die beste weibliche Hauptrolle), spielte sie neben Roseanne Barr in der bissigen Komödie „Die Teufelin“ die zweite Hauptrolle. Für „Grüße aus Hollywood“ hagelte es die nächste OSCAR Nominierung. Hier durfte Meryl Streep, neben der göttlichen Shirley MacLaine, endlich auch mal witzig sein. In den folgenden 5 Jahren folgte keine weitere Nominierung für den OSCAR. Dennoch war Streep in vielen Filmen zu sehen. In „Der Tod steht ihr gut“ agierte sie äußerst komisch neben Comedy-Nudel Goldie Hawn, in „Das Geisterhaus“ brillierte sie genauso wie in „Am wilden Fluß“, neben Kevin Bacon.
Mit „Die Brücken am Fluss“, in dem sie neben Clint Eastwood zu sehen war, kehrte sie auf die Nominierungslisten für den OSCAR zurück. Nach „Davor und danach“ und „Marvins Töchter“, neben Diane Keaton und Leonardo DiCaprio, überzeugte sie in „Familiensache“ neben Renee Zellweger das Publikum und die Kritiker. Hierfür gab es eine erneute OSCAR Nominierung für die beste Hauptdarstellerin.
Horror-Meister Wes Craven („Nightmare on Elm Street“) inszenierte 1999 das Familiendrama „Music of the Heart“ und besetzte Meryl Streep für die Hauptrolle. Die obligatorische OSCAR-Nominierung war hier besonders verdient. In 8 Wochen lernte Streep 6 Stunden pro Tag das Spielen auf der Violine. (Ursprünglich war übrigens Pop-Queen Madonna für diese Rolle vorgesehen!)
Für „Adaption“, neben Nicolas Cage, gab es die nächste Nominierung für einen Academy Award. Im gleichen Jahr brillierte Meryl Streep neben Julianne Moore und Nicole Kidman in dem generationsübergreifenden Drama „The Hours“ und wurde übrigens nicht für den OSCAR nominiert. Dafür durfte Hauptdarstellerin Nicole Kidman den Goldjungen mit nach Hause nehmen.
Über „Der Manchurian Kandidat“, der 2004 in unsere Kinos kam, sagte Meryl Streep: „Ich liebe es, lustige Filme zu drehen, aber ich habe dazu einfach kaum die Chance. Deswegen liebe ich „Der Manchurian Kandidat“ so, weil ich endlich die Gelegenheit habe, witzig zu sein!“.
Nach der Romanverfilmung „Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse“, in dem sie neben Jim Carrey agierte, war sie auch in der Komödie „Couchgeflüster“ zu sehen. 2006 gab es für „Der Teufel trägt Prada“ eine weitere Nominierung für den OSCAR. In dieser Komödie überzeugte sie ihr Publikum als fiese Modechefin und machte Sweetheart Anne Hathaway das Leben (grandios) zur Hölle.
2007 war sie bereits in Robert Altman’s letztem Film „Last Radioshow“ dabei. Ebenfalls dieses Jahr war sie in „Von Löwen und Lämmern“, unter der Regie von Robert Redford und in „Machtlos“, neben Jake Gyllenhaal und Reese Witherspoon zu sehen. 2008 durften wir uns auf das Drama „Spuren deines Lebens“ und das Musical „Mamma Mia!“ freuen.
2009 wurde Meryl Streep "schon wieder" bei den wichtigsten Filmpreisverleihungen mit Nominierungen überhäuft. Sie heimste gleich 2 Golden Globe Nominierungen als beste Schauspielerin ein, eine für "Mamma Mia!" und die andere für "Glaubensfrage". Die OSCAR Nominierung für "Glaubenfrage" war schon gar keine Überraschung mehr. Wir freuen uns mit ihr.
2009 kam sie mit "Julie & Julia" an der Seite von Amy Adams in unsere Kinos, für den sie Anfang 2010 mit dem Golden Globe als beste Schauspielerin in einer Komödie ausgezeichnet wurde. Auch eine OSCAR-Nominierung folgte – mal wieder! 2010 folgte "Wenn Liebe so einfach wäre" mit einer wahren Starbesetzung. Neben Streep war auch Alec Baldwin, Steve Martin und Rita Wilson an Bord. Nach einem filmfreien Meryl-Jahr wird die Mimin 2012 mit "Die Eiserne Lady" auf die große Leinwand zurückkehren. Für ihre Leistungen gab es im Januar bereits den Golden Globe als beste Schauspielerin in einem Drama. Ende Februar war es nach unglaublichen 29 Jahren (!) endlich soweit und Meryl Streep durfte auch den OSCAR wieder in Händen halten - es ist ihr dritter.
Privat:
Seit 1978 ist Meryl Streep mit dem Bildhauer Don Gummer verheiratet. Die Ehe gab nie Anlass zu Schlagzeilen. Die beiden haben vier Kinder: Sohn Henry (*1979) Mary Willa (*1983), Grace (*1986) und Louisa (*1991).
Filmographie Meryl Streep
- 1977: Secret Service (TV)
- 1977: Blutiges Eis (TV)
- 1977: Julia (1977)
- 1978: Holocaust (TV-Serie)
- 1978: Die durch die Hölle gehen
- 1979: Manhattan
- 1979: Uncommon Women... and Others (TV)
- 1979: Die Verführung des Joe Tynan
- 1979: Kramer gegen Kramer
- 1981: Die Geliebte des französischen Leutnants
- 1982: Alice at the Palace (TV)
- 1982: In der Stille der Nacht
- 1982: Sophies Entscheidung
- 1984: Silkwood
- (auch Sängerin)
- 1984: Little Ears: The Velveteen Rabbit (nur Stimme)
- 1984: Der Liebe verfallen
- 1985: Plenty - Eine demanzipierte Frau
- 1985: Jenseits von Afrika
- 1986: Sodbrennen
- 1987: Rabbit Ears: The Tale of Peter Rabbit (nur Stimme)
- 1987: Rabbit Ears: The Tale of Mr. Jeremy Fisher (nur Stimme)
- 1987: Wolfsmilch
- 1988: The Tailor of Gloucester (nur Stimme)
- 1988: Ein Schrei in der Dunkelheit
- 1989: Rabbit Ears: The Fisherman and His Wife (nur Stimme)
- 1989: Die Teufelin
- 1990: Grüße aus Hollywood
- (auch Sängerin)
- 1990: Rendezvous im Jenseits
- 1992: Der Tod steht ihr gut
- 1993: Das Geisterhaus
- 1994: Am wilden Fluß
- 1994: Die Simpsons (TV-Serie) - Staffel 6
- (nur Stimme)
- 1995: Die Brücken am Fluss
- 1995: Davor und Danach
- 1996: Marvins Töchter
- (auch Sängerin)
- 1997: ...First Do No Harm (TV) (auch Ex.Produzentin)
- 1998: Tanz in die Freiheit
- 1998: Familiensache
- 1999: Chrysanthemum
- 1999: King of the Hill (TV-Serie)
- 2000: Music of the Heart
- 2001: A.I. - Künstliche Intelligenz
- (nur Stimme)
- 2003: Adaption
- 2003: The Hours
- 2003: Freedom: A History of Us (TV-Serie)
- 2003: Angels in America (TV-Mini-Serie)
- 2004: Der Manchurian Kandidat
- 2005: Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse
- 2006: Couchgeflüster
- 2006: The Music of Regret
- 2006: Der Teufel trägt Prada
- 2006: Lucas, der Ameisenschreck
- (nur Stimme)
- 2007: Last Radioshow
- (auch Sängerin)
- 2007: Dark Matter
- 2007: Von Löwen und Lämmern
- 2007: Machtlos
- 2008: Spuren eines Lebens
- 2008: Mamma Mia!
- (auch Sängerin)
- 2009: Glaubensfrage
- 2009: Julie & Julia
- 2010: Wenn Liebe so einfach wäre
- 2010: Der fantastische Mr. Fox
- (nur Stimme)
- 2010: Higglety Pigglety Pop! or There Must Be More to Life (nur Stimme)
- 2010: Web Therapy (TV-Serie)
- 2012: Die Eiserne Lady
- 2012: Great Hope Springs
- 2013: August: Osage County
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1978: Beste Nebendarstellerin: Die durch die Hölle gehen
1983: Beste Schauspielerin - Drama: Silkwood
1985: Beste Schauspielerin - Drama: Jenseits von Afrika
1988: Beste Schauspielerin - Drama: Ein Schrei in der Dunkelheit
1989: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Die Teufelin
1990: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Grüße aus Hollywood
1992: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Der Tod steht ihr gut
1994: Beste Schauspielerin - Drama: Am wilden Fluss
1995: Beste Schauspielerin - Drama: Die Brücken am Fluss
1997: Beste Schauspielerin - Drama: Marvins Töchter
1998: Beste Schauspielerin - Drama: Familiensache
1999: Beste Schauspielerin - Drama: Music of the Heart
2002: Beste Schauspielerin - Drama: The Hours
2004: Beste Nebendarstellerin: Der Manchurian Kandidat
2008: Beste Schauspielerin - Drama: Glaubensfrage
2008: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Mamma Mia!
2009: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Wenn Liebe so einfach wäre
Gewonnene Golden Globes:
1980: Beste Nebendarstellerin: Kramer vs. Kramer
1981: Beste Schauspielerin - Drama: Die Geliebte des französischen Leutnants
1982: Beste Schauspielerin - Drama: Sophies Entscheidung
2002: Beste Nebendarstellerin:
Adaption
2006: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Der Teufel trägt Prada
2009: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Julie & Julia
2011: Beste Schauspielerin - Drama: Die Eiserne Lady
OSCAR Nominierungen:
1978: Beste Nebendarstellerin: Die durch die Hölle gehen
1981: Beste Hauptdarstellerin: Die Geliebte des französischen Leutnants
1983: Beste Hauptdarstellerin: Silkwood
1985: Beste Hauptdarstellerin: Jenseits von Afrika
1987: Beste Hauptdarstellerin: Wolfsmilch
1988: Beste Hauptdarstellerin: Ein Schrei in der Dunkelheit
1990: Beste Hauptdarstellerin: Grüße aus Hollywood
1995: Beste Hauptdarstellerin: Die Brücken am Fluss
1998: Beste Hauptdarstellerin: Familiensache
1999: Beste Hauptdarstellerin: Music of the Heart
2002: Beste Nebendarstellerin: Adaption
2006: Beste Hauptdarstellerin: Der Teufel trägt Prada
2008: Beste Hauptdarstellerin: Glaubensfrage
2009: Beste Hauptdarstellerin: Julie & Julia
Gewonnene OSCARs
1979: Beste Nebendarstellerin: Kramer gegen Kramer
1982: Bester Hauptdarstellerin: Sophies Entscheidung
2011: Beste Hauptdarstellerin: Die Eiserne Lady



