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Gary Cooper †
Frank James Cooper
Biographie
© unbekannt
|
Geboren am Gestorben am: |
7.5.1901 13.05.1961 |
in |
Helena, Montana, USA Beverly Hills, Los Angeles, Kalifornien, USA |
Autor | Thomas Ays |
|---|
„Meine Managerin Nan Collins stammt aus Gary, Indiana und schlug vor, ich soll diesen Namen annehmen. Sie fand, es hört sich aufregender an als Frank. Ich entschied es zu probieren. Gut, dass sie nicht aus Poughkeepsie kam.“
1901 wurde Frank James Cooper in Helena, im US-Bundesstaat Montana geboren. Seine Eltern stammten aus England, wanderten jedoch früh nach Amerika aus.
Bereits mit 24 Jahren gab der gutaussehende junge Mann mit "Dick Turpin, der galante Bandit" sein Filmdebüt. Mehrere Jahre, er drehte bis zu 13 Filme (!) im Jahr, spielte er lediglich ungenannt in diversen Filmen mit. 1927 sollte er unter Regisseur John Waters in dem Western "Arizona Bound" seine erste, nennenswerte Hauptrolle spielen. Danach ging es stetig aufwärts und Gary Cooper avancierte zu einem der gefragtesten Jungschauspieler der Vereinigten Staaten.
„Die Leute fragen mich immer, wie man so lange im Geschäft sein kann. Nun, es geht, wenn man die Rolle des Mr. Durchschnitt Joe American spielt.“
Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre war Gary Cooper erfolgreich im Geschäft und drehte einen Film nach dem anderen. So war er auch neben Marlene Dietrich in "Marokko" in der Hauptrolle zu sehen und auch in der Romanverfilmung "Alice in Wonderland" war er dabei - als weißer Ritter.
1936 kam er als Longfellow Deeds in "Mr. Deeds geht in die Stadt" in die internationalen Kinos und erhielt nach elf Jahren im Geschäft endlich seine erste OSCAR-Nominierung als bester Schauspieler. Vollkommen zu Recht. Er gab den naiven, aber liebenswerten Mr. Deeds mit der nötigen Zurückhaltung zum Besten und begeisterte Kritiker wie Publikum gleichermaßen. Fünf Jahre später wurde er als Alvin C. York in "Sergeant York" als bester Schauspieler bei den OSCARs ausgezeichnet. Der verdiente Lohn nach so vielen Jahren harter Arbeit.
„Ich finde, er ist ein schlechter Komiker und für mich überhaupt keine Konkurrenz.“ (Gary Cooper über Schauspiel-Kollege Cary Grant)
Für "Der große Wurf" (1942) und "Wem die Stunde schlägt" (1943) hagelte es weitere zwei OSCAR-Nominierungen und Gary Cooper war weiterhin massentauglich. Doch die Kraft schwand. Bereits in den 30er Jahren rieten Gary Coopers Ärzte dem Leinwandstar, er solle kürzer treten, da er zu viel arbeiten würde. Er gönnte sich tatsächlich eine Pause mit dem Ergebnis, dass er nach seiner Rückkehr die Information bekam, dass es einen neuen Gary Cooper gäbe - und das mit den gleichen Initialen: Cary Grant. Diese Aussage trug nicht gerade dazu bei, dass sich die beiden Männer gut verstanden.
Cary Grant hin oder her, Gary Cooper blieb im Geschäft und das mehr als nur erfolgreich. 1952 erhielt er für seine Performance in "Zwölf Uhr mittags" seinen zweiten OSCAR und eroberte sein Publikum nach einer kleinen Durstrecke wieder eindrucksvoll zurück. In den kommenden Jahren war er ebenfalls in vielen Western zu sehen, was seinen Ruf als Hollywood-Haudegen weiter festigte. 1961 drehte er mit "Ein Mann geht seinen Weg" seinen letzten Film.
Bereits 1960 musste sich Gary Cooper zwei Prostata-Krebs-Operationen unterziehen. Die Ärzte waren sich sicher, den Krebs besiegt zu haben, doch er kehrte wieder. Im Mai 1961 starb Gary Cooper in Beverly Hills an den Folgen dieser Krankheit. Wenige Wochen zuvor erhielt er von der Academy noch einen Ehren-OSCAR für seine Verdienste auf der großen Leinwand und für so viele unvergessene Film-Momente.
„Meine ganze Karriere bestand aus ganz viel Glück und Zufällen. Ich glaube, dass ich ein durchschnittlicher Schauspieler bin... In der Schauspielerei kannst du viel tun und manchmal denken die Leute, deine Arbeit ist gut, aber du selbst weißt, dass es hätte besser sein können. Du fühlst dich nicht, als ob du dein Ziel im Schauspielbusiness erreicht hättest; du fühlst, dass du noch immer lernst."
1933 heiratete Gary Cooper Sandra Shaw und blieb bis zu seinem Tod 1961 mit ihr verheiratet. Die beiden haben ein Kind zusammen.
Obwohl so viele Jahre verheiratet, galt Gary Cooper Zeit seiner Karriere als echter "Ladykiller" und soll Affären mit Frauen wie Clara Bow, Evelyn Brent, Carole Lombard, Lupe Velez, Ingrid Bergman, Grace Kelly, Marlene Dietrich und Patricia Neal gehabt haben.
Filmographie Gary Cooper
- 1925: Dick Turpin, der galante Bandit (ungenannt)
- 1925: The Trail Rider (ungenannt)
- 1925: The Thundering Herd (ungenannt)
- 1925: Der Rächer (ungenannt)
- 1925: The Drug Store Cowboy (ungenannt)
- 1925: Wild Horse Mesa (ungenannt)
- 1925: Der schüchterne Don Juan (ungenannt)
- 1925: The Vanishing American (ungenannt)
- 1925: Der Adler (ungenannt)
- 1925: Tricks (ungenannt)
- 1925: Warrior Gap (ungenannt)
- 1925: North Star (ungenannt)
- 1925: Ben Hur (ungenannt)
- 1926: Three Pals (ungenannt)
- 1926: The Enchanted Hill (ungenannt)
- 1926: The Johnstown Flood (ungenannt)
- 1926: A Six Shootin' Romance (ungenannt)
- 1926: Paß auf deine Frau auf (ungenannt)
- 1926: Thundering Speed (ungenannt)
- 1926: Lightnin' Wins
- 1926: Entfesselte Elemente
- 1926: Old Ironsides (ungenannt)
- 1926: Bad Man's Bluff (ungenannt)
- 1927: Das gewisse Etwas (ungenannt)
- 1927: Arizona Bound
- 1927: Children of Divorce
- 1927: The Last Outlaw
- 1927: Wings
- 1927: Nevada
- 1928: Half a Bride
- 1928: Der weiße Harem
- 1928: Doomsday
- 1928: The Legion of the Condemned
- 1928: Vier Herren suchen Anschluß
- 1928: Zeit des Flieders
- 1928: The First Kiss
- 1928: Liebeslüge
- 1929: The Wolf Song
- 1929: Aschermittwoch
- 1929: The Virginian
- 1930: Seven Days' Leave
- 1930: Only the Brave
- 1930: Paramount on Parade
- 1930: The Texan
- 1930: A Man from Wyoming
- 1930: Galas de la Paramount
- 1930: The Spoilers
- 1930: Marokko
- 1931: Fighting Caravans
- 1931: The Slippery Pearls
- 1931: Straßen der Großstadt
- 1931: I Take This Woman
- 1931: His Woman
- 1932: Die Frau im U-Boot
- 1932: Wenn ich eine Million hätte
- 1932: In einem anderen Land
- 1933: Today We Live
- 1933: One Sunday Afternoon (auch Sänger)
- 1933: Alice im Wunderland (1933)
- 1933: Serenade zu dritt (auch Sänger)
- 1934: Operator 13
- 1934: Treffpunkt: Paris!
- 1935: Bengali (auch Sänger)
- 1935: The Wedding Night (auch Sänger)
- 1935: Peter Ibbetson
- 1936: Sehnsucht (auch Sänger)
- 1936: Mr. Deeds geht in die Stadt
- 1936: Hollywood Boulevard
- 1936: The General Died at Dawn
- 1936: Der Held der Prärie
- 1937: Schiffbruch der Seelen
- 1938: Blaubarts achte Frau (auch Sänger)
- 1938: Die Abenteuer des Marco Polo
- 1938: Mein Mann, der Cowboy (auch Sänger)
- 1939: Drei Fremdenlegionäre
- 1939: Verrat im Dschungel
- 1940: Der Westerner
- 1940: Die scharlachroten Reiter
- 1941: Hier ist John Doe
- 1941: Sergeant York
- 1941: Wirbelwind der Liebe
- 1942: Der große Wurf
- 1943: Wem die Stunde schlägt
- 1944: Dr. Wassels Flucht aus Java
- 1944: Der Mann, der nicht zur Hochzeit kam (auch Produzent, ungenannt)
- 1945: Der Vagabund von Texas (auch Produzent)
- 1945: Spiel mit dem Schicksal
- 1946: Im Geheimdienst
- 1947: Die Unbesiegten
- 1948: Good Sam (auch Sänger)
- 1949: Ein Mann wie Sprengstoff
- 1949: Sturm über dem Pazifik
- 1950: Zwischen zwei Frauen
- 1950: Todfeindschaft
- 1951: You're in the Navy Now
- 1951: It's a Big Country
- 1951: Die Teufelsbrigade
- 1952: Zwölf Uhr mittags
- 1952: Gegenspionage
- 1953: Rückkehr ins Paradies
- 1953: Blutiger Süden
- 1954: Der Garten des Bösen
- 1954: Vera Cruz
- 1955: Verdammt zum Schweigen
- 1956: Lockende Versuchung (auch Sänger)
- 1957: Ariane - Liebe am Nachmittag
- 1958: Ein Mann in den besten Jahren
- 1958: Der Mann aus dem Westen
- 1959: Rivalen am Goldriver
- 1959: Ein Schuß und 50 Tote (ungenannt)
- 1959: Sie kamen nach Cordura
- 1959: Die den Tod nicht fürchten
- 1961: Ein Mann geht seinen Weg
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1956: Bester Schauspieler - Drama: Lockende Versuchung
Gewonnene Golden Globes:
1952: Bester Schauspieler - Drama: Zwölf Uhr Mittags
OSCAR Nominierungen:
1936: Bester Schauspieler: Mr. Deeds geht in die Stadt
1942: Bester Schauspieler: Der große Wurf
1943: Bester Schauspieler: Wem die Stunde schlägt
Gewonnene OSCARs:
1941: Bester Schauspieler: Sergeant York
1952: Bester Schauspieler: Zwölf Uhr mittags



