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Jean Arthur †
Gladys Georgianna Greene
Biographie
© unbekannt
|
Geboren am Gestorben am: |
17.10.1900 19.06.1991 |
in |
Plattsburgh, New York, USA Carmel, California, USA |
Autor | Thomas Ays |
|---|
„Ich denke ich wurde eine Schauspielerin, weil ich nicht ich selbst sein wollte."
Regisseur George Stevens nannte sie „...eine der größten Komikerinnen, die die Leinwand je gesehen hat!" und Frank Capra sprach immer nur als "meine Lieblingsschauspielerin" von ihr. Jean Arthur war ein schillernde und wunderschöne Hollywoodschauspielerin und der optische Inbegriff eines Stars dieser Zeit.
„Ich liebte es, mit Gary Cooper zu arbeiten. Gary war mein Favorit. Er sah so unverschämt gut aus, und es war so einfach mit ihm zu arbeiten." (Jean Arthur über Kollege Gary Cooper)
Im Jahr 1900 kam Jean Arthur als Gladys Georgianna Greene in Plattsburgh, im US-Bundesstaat New York zur Welt. Bereits 1923 gab die eigentlich brünette Schauspielerin mit "Cameo Kirby" ihr Leinwanddebüt. Während der Stummfilmzeit war Jean Arthur durchweg brünett, erst als sie begann, in Tonfilmen zu spielen, ließ sie sich ihre Haare bleichen. Die folgenden Jahre gestalteten sich auf der einen Seite als äußerst erfolgreich, da Jean Arthur viele Rollen zu spielen hatte, auf der anderen hatte sie bis zu zehn Filme im Jahr zu drehen, was den Knebelverträgen der großen Studios zu verdanken war.
In den 30er Jahren erkämpfte sich die schöne blonde Schauspielerin ihren Platz am Hollywoodhimmel und drehte dankbare Filme mit so einigen bekannten und berühmten Regisseuren und Co-Stars, wie Gary Cooper und James Stewart. Mit Cooper, ihrem Lieblingsschauspieler, drehte sie den wunderbaren Film "Mr. Deeds geht in die Stadt" und lieferte eine eindrucksvolle und stimmige Performance ab.
1939 drehte sie auch "SOS Feuer an Bord", in dem auch Rita Hayworth eine größere Rolle spielte. Hayworth gab später in Interviews an, Jean Arthur hätte während der Dreharbeiten kein Wort mit ihr gesprochen. Darauf angesprochen, erwiderte Arthur nur, dass sie diesen Umstand nicht bereuen würde.
1942 drehte sie neben namhaften Kollegen den zeitlosen Film "Zeuge der Anklage", in dem Cary Grant die männliche Hauptrolle spielte. 1943 erhielt sie für ihre Leistungen in dem Film "Immer mehr, immer fröhlicher" ihre erste und einzige OSCAR-Nominierung als beste Schauspielerin. Ein Jahr später endete der Vertrag mit dem Hollywood-Studio Columbia und veranlasste Jean Arthur dazu, durch die Straßen des Studio-Geländes zu rennen und lauthals zu schreien: "Ich bin frei! Ich bin frei!". Ein Ereignis, das nicht auf Hörensagen beruht, sondern das tatsächlich so dokumentiert wurde.
1946 sollte sie in „It's a Wonderful Life“ die Hauptrolle spielen. Sie lehnte ab, weil sie nicht noch einmal mit James Stewart arbeiten wollte und bereitete ihren Rückzug aus der Schauspielerei vor.
„Ich hasse diesen Ort. Nicht die Arbeit, aber das Fehlen von Privatsphäre, diese furchtbaren, neugierigen Redakteure von Fan-Magazinen und all die Ausbeutung um dich herum.“ (Jean Arthur über Hollywood)
Auf dem Gipfel des Erfolgs stieg Jean Arthur aus und drehte 1953 mit "Mein großer Freund Shane" ihren letzten Film. Anschließend drehte sie Hollywood endgültig den Rücken und kehrte nur noch 1966 auf die Fernsehbildschirme mit "The Jean Arthur Show" zurück. Sie arbeitete nach ihrem Erfolg als Schauspielerin als Schauspiellehrerin an einem College. 1991 starb Jean Arthur im Alter von 90 Jahren an Herzversagen.
"Der Umstand, dass ich George Bernard Shaw nicht geheiratet habe, ist die einzig große Enttäuschung, die ich habe."
1928 ehelichte Jean Arthur Julian Ancker. Die Ehe wurde jedoch nach einem Tag annulliert. 1932 heiratete sie den Produzenten Frank Ross. 1949 ließ sich das Paar scheiden.
Filmographie Jean Arthur
- 1923: Cameo Kirby
- 1923: The Temple of Venus
- 1923: Somebody Lied
- 1923: Spring Fever
- 1924: Case Dismissed
- 1924: The Powerful Eye
- 1924: Wine of Youth (ungenannt)
- 1924: Das Feuerross (ungenannt)
- 1924: Fast and Fearless
- 1924: Biff Bang Buddy
- 1924: Bringin' Home the Bacon
- 1924: Thundering Romance
- 1924: Travelin' Fast
- 1925: Buster Keaton - Seven Chances (ungenannt)
- 1925: The Drug Store Cowboy
- 1925: The Fighting Smile
- 1925: Tearin' Loose
- 1925: A Man of Nerve
- 1925: The Hurricane Horseman
- 1925: Thundering Through
- 1926: Under Fire
- 1926: The Roaring Rider
- 1926: Der Cowboykönig der kalifornischen Berge
- 1926: The Fighting Cheat
- 1926: Eight-Cylinder Bull
- 1926: The Mad Racer
- 1926: Ridin' Rivals
- 1926: Double Daring
- 1926: Lightning Bill
- 1926: The Cowboy Cop
- 1926: Twisted Triggers
- 1926: The College Boob
- 1926: The Block Signal
- 1927: Husband Hunters
- 1927: Winners of the Wilderness (ungenannt)
- 1927: Hello Lafayette
- 1927: The Broken Gate
- 1927: Hochzeitsreise
- 1927: Bigger and Better Blondes
- 1927: The Poor Nut
- 1927: The Masked Menace
- 1927: Hoppla wir fliegen
- 1928: Wallflowers
- 1928: Easy Come, Easy Go
- 1928: Warming Up
- 1928: Brotherly Love
- 1928: Der Schmugglerkönig von Manhattan
- 1929: Die Stimme aus dem Jenseits
- 1929: Stairs of Sand
- 1929: The Mysterious Dr. Fu Manchu
- 1929: The Greene Murder Case
- 1929: The Saturday Night Kid
- 1929: Halfway to Heaven
- 1930: Street of Chance
- 1930: Young Eagles
- 1930: Paramount on Parade
- 1930: The Return of Dr. Fu Manchu
- 1930: Danger Lights
- 1930: Galas de la Paramount
- 1930: The Silver Horde
- 1931: The Gang Buster
- 1931: The Virtuous Husband
- 1931: The Lawyer's Secret
- 1931: Ex-Bad Boy
- 1933: The Past of Mary Holmes
- 1933: Get That Venus
- 1934: Whirlpool
- 1934: The Most Precious Thing in Life
- 1934: The Defense Rests
- 1935: The Whole Town's Talking
- 1935: Party Wire
- 1935: Public Hero #1
- 1935: Diamanten-Jim
- 1935: The Public Menace
- 1935: Wenn sie nur kochen könnte
- 1936: Mr. Deeds geht in die Stadt
- 1936: The Ex-Mrs. Bradford
- 1936: Adventure in Manhattan
- 1936: Der Held der Prärie (auch Sängerin)
- 1936: More Than a Secretary
- 1937: ...und ewig siegt die Liebe
- 1937: Mein Leben in Luxus
- 1938: Lebenskünstler
- 1939: SOS Feuer an Bord (auch Sängerin)
- 1939: Mr. Smith geht nach Washington
- 1940: Ein Ehemann zuviel
- 1940: Arizona
- 1941: Mary und der Millionär
- 1942: Zeuge der Anklage
- 1943: Immer mehr, immer fröhlicher
- 1943: Harte Burschen - Steile Zähne
- 1944: The Impatient Years
- 1948: Eine auswärtige Affäre
- 1953: Mein großer Freund Shane
- 1965: Rauchende Colts (TV-Serie)
- 1966: The Jean Arthur Show (TV-Serie)
Filmpreise
OSCAR Nominierungen:
1943: Beste Schauspielerin: Immer mehr, immer fröhlicher


