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Emmanuelle Béart
Biographie
© Concorde
| Geboren am | 14.8.1965 | in | Gassin, Département Var, Frankreich | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
Lange blonde Mähne, ein roter Kussmund und eine enorme Ausstrahlung: Der französische Filmstar Emmanuelle Béart bleibt dem Zuschauer in jedem Fall im Gedächtnis. Die Film- und Theaterschauspielerin hatte nicht zuletzt wegen ihres schönen Äußeren auch immer wieder Jobs als Modells. So war sie das Gesicht von Dior und H&M verkaufte sicherlich 2006 mehr Unterwäsche zur Weihnachtszeit als je zuvor.
Emmanuelle Béart wurde 1965 als Tochter des Channsonniers Guy Béart und des ehemaligen Mannequins Geneviève Galéa in einem kleinen Örtchen geboren. Sie verlebt ihre Kindheit auf einem Bauernhof in der Provence in einer offenen Familie. Bereits mit 6 Jahren hatte sie ihre erste kleine Rolle in dem Film „Treibjagd“. Angeblich wegen Romy Schneiders Darstellung in „Mado“ beschloss die kleine Emmanuelle Schauspielerin zu werden. Sie wird ihr Ziel erreichen, und das ohne einen Abschluss an einer Schauspielschule. 1980 ging sie für einen Au-Pair-Job nach Montreal, Kanada und blieb ganze vier Jahre, weil es ihr so gut gefiel. Hier schloss sie auch ihre Schule ab und kein geringerer als Regie-Altmeister Robert Altman ermutigte Emmanuelle ihren Traum von der Schauspielerei weiter zu verfolgen. Zurück in Frankreich nahm sie Schauspielunterricht bei Jean-Laurent Cochet und drehte neue Filme wie „Erste Sehnsucht“. 1984 brachte „Verbotene Liebe“ eine Nominierung beim französischen Filmpreis César als viel versprechende Newcomerin und große Aufmerksamkeit bei den Kritikern. Nach einer weiteren Nominierung 1985 für „Der Filou“ gewann sie 1987 ihren ersten César als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle der Schäferin in „Manons Rache“. Der Durchbruch in Frankreich war geschafft. In den folgenden Jahren drehte Emmanuelle Béart mit allen großen französischen Regisseuren. 1991 sorgte ihr Nacktauftritt in „Die schöne Querulantin“ für Furore und festigte ihren Ruf als personifizierte Verführung. Die Rolle beschert ihr eine weitere Nominierung als beste Schauspielerin beim César, nachdem sie bereits 1990 für „Wilde Kinder“ ebenfalls in dieser Kategorie nominiert war. Nach Hollywood zog es die Schauspielerin nie, nur mit „Mission: Impossible“ wagte sie 1996 einmal einen Ausflug ins Popkorn-Kino. Ansonsten sind es die eher schwermütigen, vielschichtigen Rollen, die sie am meisten reizen. 2002 gehörte sie zum namhaften Cast von „8 Frauen“, der besonders in Europa viele, viele Menschen in die Kinos lockte und den 8 großen Damen des französischen Film, darunter neben Emmanuelle Béart Catherine Deneuve und Isabelle Huppert, den Silbernen Bären bei der Berlinale einbrachte. 2003 spielte sie an der Seite von Gérard Depardieu in „Nathalie - Wen liebst Du heute Nacht?“ und 2005 war sie in einer Neuverfilmung des Dumas-Klassikers „Die drei Musketiere“ zu sehen. Filmisch gesehen bleibt die Schauspielerin ihrer Heimat treu und ist wenig in internationalen Produktionen zu sehen. Für 2010 stehen wieder drei Projekte auf ihrer Agenda.
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist die rastlose Emmanuelle Béart, lange Jahre waren Umzüge alle drei Jahr normal, auch sozial engagiert. 10 Jahre war sie als Botschafterin für Unicef unterwegs und auch für illegale Einwanderer setzte sie sich ein. Das ging einmal sogar so weit, dass Emmanuelle wegen der Besetzung einer Kirche verhaftet wurde. Die Aktion kostete sie ihren Werbevertrag mit Dior.
Emmanuelle Béart ist zum zweiten Mal verheiratet. Die Ehe mit Schauspielkollege Daniel Auteuil hielt 10 Jahre bis 1994. Das Paar hat aus dieser Beziehung eine gemeinsame Tochter, Nelly. Mit dem Musiker und Produzenten David Moreau hat sie außerdem noch Sohn Johan. Seit 2008 ist Béart mit dem Schauspielkollegen Michaël Cohen verheiratet.
Filmographie Emmanuelle Béart
- 1972: Treibjagd (ungenannt)
- 1976: Demain les mômes
- 1980: Le grand Poucet (TV)
- 1983: Erste Sehnsucht
- 1984: Raison perdue (TV)
- 1984: Et demain viendra le jour (TV)
- 1984: Zacharius (TV)
- 1984: Verbotene Liebe
- 1985: Der Filou
- 1986: La Femme de sa vie (TV)
- 1986: Manons Rache
- 1987: Verabredung mit einem Engel
- 1988: Der große Blonde auf Freiersfüßen
- 1989: Unterröcke der Revolution
- 1989: Wilde Kinder
- 1990: Die Reise des Capitan Fracassa
- 1991: Le Bateau de Lu
- 1991: La Belle noiseuse. Divertimento
- 1991: Die schöne Querulantin
- 1991: Ich küsse nicht
- 1992: Ein Herz im Winter
- 1993: Rupture(s)
- 1994: Die Hölle
- 1995: Eine französische Frau
- 1995: Nelly & Monsieur Arnaud
- 1996: Le Dernier chaperon rouge
- 1996: Mission: Impossible
- 1998: Don Juan
- 1998: Voleur de vie
- 1999: Die wiedergefundene Zeit
- 1999: Elephant Juice
- 1999: La Bûche
- 2000: Les Destinées sentimentales
- 2001: Voyance et manigance
- 2001: La Répétition
- 2002: 8 Frauen
- 2003: Les Égarés
- 2003: Die Geschichte von Marie und Julien
- 2003: Nathalie - Wen liebst Du heute Nacht?
- 2004: À boire
- 2005: Die drei Musketiere
- 2005: Un fil à la patte
- 2005: Wie in der Hölle
- 2006: A Crime - Späte Rache
- 2006: Le Héros de la famille
- 2007: Les Témoins
- 2008: Disco
- 2008: Vinyan
- 2008: Mes Stars et moi
- 2010: Nous trois
- 2010: Ça commence par la fin
- 2010: Ma compagne de nuit