Barbara Sukowa

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Biographie

Barbara Sukowa © Schwarz-Weiß-Filmverleih

Geboren am 2.2.1950 in Bremen, Deutschland Autor Kathrin Lang

“Ich glaube, Regisseure quälen Schauspieler manchmal, weil sie meinen, dadurch mehr aus ihnen herausholen zu können. Wahrscheinlich spüren sie bei mir, dass ich mich selbst genug quäle. Ich bin ganz selten mit mir zufrieden.“ (Barbara Sukowa)

Wie viele ihrer Kollegen hat auch die heute erfolgreiche deutsche Schauspielerin Barbara Sukowa ihre Wurzeln beim Theater. Nachdem sie 1968 ihr Abitur erfolgreich abschloss, besuchte sie die Max Reinhardt Schule für Schauspielerei in Berlin. Nach dieser Ausbildung galt sie als gefragte Theaterschauspielerin und erhielt deutschlandweit Engagements. Unter anderem stand sie ab den späten 60er, frühen 70er Jahren auf verschiedenen Bühnen in Berlin, Frankfurt und Hamburg. Parallel zu ihrer Theaterkarriere, war Barbara Sukowa bereits die ersten Mal auf unseren Bildschirmen zu sehen. Der große Durchbruch vor der Kamera gelang ihr 1980, als sie eine tragende Rolle in Rainer Werner Fassbinders Fernsehmehrteiler „Berlin Alexanderplatz“ übernahm. Nicht nur die Reihe, sondern auch Sukowas schauspielerische Leistungen wurden hoch gelobt und so entschloss sie sich dazu, vom Theater Abschied zu nehmen und fortan nur noch Filmrollen zu übernehmen.

Da Regisseur Rainer Werner Fassbinder schnell bemerkte, dass er mit Barbara Sukowa einen wahren Glücksgriff gelandet hatte, besetzte er die deutsche Schauspielerin auch für seinen nächsten Film „Lola“. Für die Titelrolle, die sie in diesem Drama innehatte, wurde sie mit dem Deutschen Filmpreis in gold ausgezeichnet und galt somit als gefragte deutsche Schauspielerin. Ihren nächsten größeren Erfolg feierte Sukowa 1981, als sie in Margarethe von Trottas Drama „Die bleierne Zeit“ erneut eine der Hauptrollen übernahm und für diese bei den Filmfestspielen von Venedig als beste Schauspielerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Den nächsten Erfolg feierte die Deutsche 1986 mit ihrer Rolle der Rosa Luxemburg in „Geduld der Rosa Luxemburg“, der ihr erneut den deutschen Filmpreis in gold und außerdem den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Cannes einbrachte. In den kommenden Jahren bekamen wir das Gesicht von Barbara Sukowa regelmäßig auf unseren Leinwänden und Bildschirmen zu sehen. Unter anderem begegnete sie uns in der Romanverfilmung „Homo Faber“ (1991), dem Krimi „Im Namen der Unschuld“ (1997) und in Hans Steinbichlers Drama „Hirankel“ (2003). Außerdem wurde bei all dem Erfolg, den die Schauspielerin in Deutschland verzeichnen konnte, auch Hollywood auf sie aufmerksam. Im Laufe ihrer Karriere war sie bereits neben so einigen amerikanischen Sternchen zu sehen. Unter anderem 1999 in „Das dritte Wunder“ neben Ed Harris. Nach dreijähriger Kinoabstinenz kehrte Sukowa 2008 mit der Hauptrolle in der Romanverfilmung „Die Entdeckung der Currywurst“ in die deutschen Lichtspielhäuser zurück. Für 2009 stand die Hauptrolle in "Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" auf dem Programm. Für diese Darstellung wurde Sukowa mit dem Bayerischen Filmpreis als beste Schauspielerin ausgezeichnet. 2010 durften wir uns auf Sukowa in einer Nebenrolle in der Buchadaption „Veronica beschließt zu sterben“ freuen, während 2011 der Fernsehspielfilm "Nacht ohne Morgen" mit Sukowa ausgestrahlt wurde.


Filmographie Barbara Sukowa

  • 1977: Frauen in New York (TV)
  • 1977: Heinrich Heine (TV)
  • 1979: St. Pauli Landungsbrücken (TV-Serie)
  • 1980: Alfred Döblin: Ein Epilog (TV)
  • 1980: Berlin Alexanderplatz (TV-Serie)
  • 1980: Tatort - Der gelbe Unterrock (TV)
  • 1981: Die bleierne Zeit
  • 1981: Lola
  • 1982: Die Jäger
  • 1983: Équateur
  • 1983: Zwei Profis steigen aus
  • 1984: Baumeister Solness (TV)
  • 1985: Space (TV-Serie)
  • 1986: Die Geduld der Rosa Luxemburg
  • 1987: Der Sizilianer
  • 1987: Die Verliebten
  • 1990: Die Rückkehr
  • 1991: Europa
  • 1991: Homo Faber
  • 1993: M. Butterfly
  • 1993: Pakt mit dem Tod (TV)
  • 1995: Vernetzt - Johnny Mnemonic
  • 1997: Im Namen der Unschuld
  • 1997: Office Killer
  • 1998: Haus der verlorenen Seelen (TV)
  • 1998: New York Undercover (TV-Serie)
  • 1999: Das dritte Wunder
  • 1999: Das schwankende Schiff
  • 1999: Star! Star!
  • 1999: The Lady in Question (TV)
  • 2000: Urbania
  • 2001: Thirteen Conversations About One Thing
  • 2003: Hierankl
  • 2003: Liebe, Lügen, Leidenschaften (TV-Serie)
  • 2004: Die andere Frau (TV)
  • 2005: Romance & Cigarettes
  • 2008: Die Entdeckung der Currywurst
  • 2009: Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
  • (auch Musik)
  • 2010: Veronika beschließt zu sterben
  • 2011: Nacht ohne Morgen (TV)