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John Travolta

John Joseph Travolta

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Biographie

John Travolta © Buena Vista International

Geboren am 18.2.1954 in Englewood, New Jersey, USA Autor Stefanie Rufle

"An meinen Körper lasse ich nur Frauen und Wasser. Auf diese Weise kann man gewaltig abnehmen." - John Travolta

So kennen wir ihn alle – den sexy Frauenschwarm John Travolta, der mit seinem „Saturday Night Fever“ die Frauen reihenweise um den Verstand brachte. In hautengem Disco-Anzug bewegte er als Vorstadt-Herzensbrecher Tony Manero seinen durchtrainierten Körper zu den Rhythmen der 70er Jahre Musik und erreichte damals einen ähnlichen Kultstatus wie seinerzeit Elvis Presley oder James Dean. Diese Rolle im Disco-Hit „Nur Samstag Nacht“ (1977) brachte dem jungen Schauspieler eine OSCAR Nominierung ein und ließ ihn quasi über Nacht zu einem der größten Stars Hollywoods werden.

Am 18. Februar 1954 wurde John Travolta als jüngstes von sechs Kindern irisch-italienischer Schauspieler geboren. Schon früh verließ John die Highschool, um ebenfalls Schauspieler zu werden und besuchte die Schauspielschule seiner Mutter Helen Travolta. Anschließend zog er nach New York, um dort ans Theater zu gehen. Er bekam eine kleine Rolle im Musical „Grease“ und spielte in diversen TV-Serien wie „Notruf California“ (1972) oder „Medical Center“ (1974) mit. Nebenher arbeitete der junge Mime auch in Nachtclubs und drehte Werbespots. Sein Kinodebüt hatte er mit einer kleinen Rolle in „Nachts, wenn die Leichen schreien“ (1975). Im selben Jahr erreichte John große Bekanntheit durch seine Rolle in der Sitcom „Welcome Back, Kotter“ (1975), einer neuen Art von realistischer Alltagskomödie, die fünf Jahre lang bei ABC Television lief. Schon da erreichte er einen gewissen Starruhm und wurde zum Traum vieler junger Mädchen. Durch Brian De Palmas Verfilmung des Stephen King-Romans „Carrie – Des Satans jüngste Tochter“ (1976) stieg John Travoltas Bekanntheitsgrad noch einmal wesentlich, und mit „Nur Samstag Nacht“ hatte er es dann endgültig geschafft. Die Verfilmung des Musicals „Grease“ (1978) mit Oliva Newton-John sollte ganz eindeutig auf der Welle des „Saturday Night Fever“ weiter schwimmen, wurde aber bei weitem nicht so erfolgreich. In den folgenden Jahren wurde John zum Markenartikel der Filmindustrie aufgebaut, was allerdings dazu führte, dass er wenig Angebote für wirklich ernstzunehmende Rollen bekam. Als Travoltas Stern allmählich zu sinken begann, versuchte er, mit den Tanzfilmen „Staying Alive“ (1983) und „Perfect“ (1985) auf die Aerobic-Welle aufzuspringen, doch auch diese beiden Streifen waren wenig erfolgreich.

In Brian De Palmas Thriller „Der Tod löscht alle Spuren“ (1981) wurde erstmals deutlich, dass John begann, sich gegen sein Image des Teenager-Idols zu wehren – hier überzeugte er schauspielerisch restlos. Doch immer wieder wurde er unter seinem Talent besetzt, spielte in Komödien wie „Kuck mal, wer da spricht“ (1989) und den beiden Fortsetzungen. In Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ (1994), dem Kritiker im Vorfeld kaum Chancen prophezeiten, durfte Travolta als Killer beweisen, was in ihm steckt – für diese Leistung wurde er erneut für den OSCAR nominiert. Neben Danny DeVito und Gene Hackman überzeugte er als Geldeintreiber in der Krimikomödie „Schnappt Shorty“ (1995) und erhielt hierfür einen Golden Globe. Er spielte einen Arbeiter in „Straße der Rache“ (1995) und stand als FBI-Agent in „Face/Off – Im Körper des Feindes“ (1997) neben Nicolas Cage vor der Kamera. In der Mediensatire „Mad City“ (1997) war Travolta neben Dustin Hoffman zu sehen, und seine Rolle des Präsidentschaftskandidaten Stanton in „Mit aller Macht“ (1998) war eindeutig am damaligen US-Präsidenten Bill Clinton orientiert – hierfür wurde der Schauspieler für den Golden Globe nominiert. Im sehr gelungenen Gerichtsdrama „Zivilprozess“ (1998) überzeugte Travolta als Anwalt, hatte eine kleine Rolle im Kriegsfilm „Der schmale Grat“ (1998) und spielte in „The Punisher“ (2004) sehr überzeugend einen finsteren Fiesling.

John Travolta, der sich sehr wortreich und konsequent zur Scientology-Sekte bekennt, versucht auch immer wieder, durch Filme wie „Michael“ (1996) oder „Phenomenon“ (1996) die Ideologien von Sektengründer Ron L. Hubbard unters Volk zu bringen. Auch in „Battlefield Earth – Kampf um die Erde“ (2000), den er auch selber produzierte, spielte Travolta wieder eine Rolle. Es handelt sich um die Verfilmung eines Science-Fiction-Buches von Hubbard und erwies sich als enormer kommerzieller Flop. Der Mime, der eine Privatpilotenlizenz besitzt und fünf Flugzeuge sein eigen nennen kann, kann auf eine ganze Reihe von Rollen zurückblicken, die er wohl lieber nicht abgelehnt hätte. So riet ihm sein Agent etwa ab, die Rolle in „Splash“ (1984) anzunehmen, die dann an Tom Hanks ging. Auch die Tom Hanks-Rollen in „Forrest Gump“ (1994) und „Apollo 13“ (1995) waren eigentlich für John Travolta gedacht gewesen. Richard Gere verdankt dem Schauspieler sogar in gewisser Weise seine Karriere, lehnte der doch sage und schreibe vier Rollen ab, die allesamt an Gere gingen: „Days of Heaven“ (1978), „American Gigolo“ (1980), „Ein Offizier und Gentleman“ (1982) und „Chicago“ (2002). John Travolta ist seit 1991 mit der Schauspielerin Kelly Preston verheiratet, die beiden haben drei Kinder zusammen. Für großen Medienwirbel sorgte der tragische Tod von Sohn Jett, der am Neujahrstag 2009 auf den Bahamas nach einem Krampfanfall verstarb. Travolta, zu dessen besten Freunden Kirstie Alley und Robin Williams zählen, sorgte in der Musikkomödie „Hairspray“ (2007) als übergewichtige Edna Turnblad für große Lacher – er musste für diese Rolle einen dreißig Pfund schweren Fatsuit tragen. In "Die Entführung der U-Bahn Pelham 123" (2009) war er neben Tony Scott, Denzel Washington und James Gandolfini und im Jahr darauf in "Old Dogs- Daddy oder Deal" (2010) und "From Paris with Love" (2010) zu sehen. Für Oliver Stones Drama "Savages" (2012) stand Travolta zusammen mit Taylor Kitsch, Benicio Del Toro und Salma Hayek vor der Kamera.


Filmographie John Travolta

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen
1977: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Nur Samstag Nacht
1978: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Grease
1995: Bester Schauspieler - Drama: Pulp Fiction
1998: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Mit aller Macht
2007: Bester Nebendarsteller: Hairspray

Gewonnene Golden Globes
1996: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Schnappt Shorty

OSCAR Nominierungen:
1977: Bester Hauptdarsteller: Nur Samstag Nacht
1994: Bester Hauptdarsteller: Pulp Fiction