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Birgit Minichmayr
Biographie
© Majestic Film
| Geboren am | 3.4.1977 | in | Linz, Österreich | Autor | Kathrin Lang |
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„Sie ist vehement, laut und ungestüm. Alles ergreift sie total, und so spielt sie auch. Sie verschwendet sich, was bedeutet, dass sie in überreicher Fülle auszuteilen vermag.“ sagte einst die bereits verstorbene Schauspielkollegin Monica Bleibtreu über Birgit Minichmayr und sprach damit ein Lob aus, das für eine Theater- sowie Filmschauspielerin kaum zu übertreffen ist.
Den Einstieg in den Beruf als Schauspielerin fand Birgit Minichmayr über das Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Dort wurde sie unter anderem von Klaus Maria Brandauer unterrichtet, der das enorme Talent der gebürtigen Österreicherin schnell erkannte und in den kommenden Jahren immer wieder mit ihr zusammenarbeitete. Noch während sich Minichmayr in ihrer Ausbildung befand, ergatterte sie erste Engagements am Burgtheater in Wien. Bis heute ist sie den Brettern, die die Welt bedeuten, treu geblieben. Immer wieder steht sie auf der Bühne – noch immer am Wiener Burgtheater sowie am Deutschen Theater und der Volksbühne Berlin. Für ihre außerordentlichen Leistungen als Theaterschauspielerin wurde Minichmayr bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie bereits drei Mal den renommierten österreichischen Nestroy-Theaterpreis.
Ihr Leinwanddebüt gab Birgit Minichmayr 2000 in Jan Schüttes biographischem Drama „Abschied – Brechts letzter Sommer“, als sie an der Seite von Monica Bleibtreu die Rolle der Barbara Brecht übernahm – eine intensive und sehr wichtige Erfahrung, wie Minichmayr selbst einst in einem Interview verkündete. Das außerordentliche Talent der Österreicherin wurde damals sofort erkannt und entsprechend geehrt: 2001 wurde sie bei den 51. Internationale Filmfestspiele Berlin als Österreichischer Shooting Star des europäischen Films ausgezeichnet. In den folgenden Jahren wurde Minichmayr regelmäßig für Rollen in deutschen Kinoproduktionen besetzt. Dabei bewies die Schauspielerin immer wieder enorme Wandlungsfähigkeit; überzeugte nicht nur in Komödien wie „Liegen lernen“ (2003), sondern auch in dramatischen Rollen, wie der in „Der Untergang“ (2004) als Gerda Christian oder in „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“ als Grenouilles Mutter. Nach einer Nebenrolle in Doris Dörries intensivem Drama „Kirschblüten – Hanami“ feierte Birgit Minichmayr 2009 große Erfolge mit ihrer Hauptrolle, die sie in dem überzeugenden Drama „Alle Anderen“ übernahm. Mit ihrer intensiven und durchdringenden Darstellung der Gitti überzeugte sie nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury des Deutschen Filmpreises, die Minichmayr 2010 in der Kategorie 'Beste darstellerische Leistung: weibliche Hauptrolle' nominierte. Zudem gewann sie für ihre außerordentlichen Leistungen den Preis der deutschen Filmkritik als Beste Darstellerin. Danach wurde sie von Michael Haneke für dessen international gefeiertes Meisterwerk „Das weisse Band“ (2009) für eine kleine Nebenrolle besetzt. Für 2010 waren keine weiteren Filme mit Birgit Minichmayr angekündigt und auch 2011 scheint bis jetzt ein leider ruhiges Kino- und Fernsehjahr für die Schauspielerin zu werden.
Filmographie Birgit Minichmayr
- 2000: Abschied - Brechts letzter Sommer
- 2001: Der Zerrissene (TV)
- 2001: Tatort - Böses Blut (TV)
- 2001: Taking Sides - Der Fall Furtwängler
- 2001: Spiel im Morgengrauen (TV)
- 2003: Liegen lernen
- 2003: Polterabend (TV)
- 2004: Hotel
- 2004: Der Untergang
- 2005: Daniel Käfer - Die Villen der Frau Hürsch (TV)
- 2005: Spiele Leben
- 2006: Kronprinz Rudolfs letzte Liebe (TV)
- 2006: Fallen
- 2006: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders
- 2007: Midsummer Madness
- 2008: Daniel Käfer - Die Schattenuhr (TV)
- 2008: Polizeiruf 110 - Kellers Kind (TV)
- 2008: Kirschblüten - Hanami
- 2008: König Lear (TV)
- 2009: Der Knochenmann
- 2009: Alle Anderen
- 2009: Der Weibsteufel (TV)
- 2009: Das weiße Band
- 2012: Gnade