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Farrah Fawcett †

Farrah Leni Fawcett

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Biographie

Farrah Fawcett © 1978 Bruce McBroom

Geboren am
Gestorben am:
2.2.1947
25.06.2009
in Corpus Christie, Texas, USA
Santa Monica, Kalifornien, USA
Autor Stefanie Rufle

“Der Grund, warum der typisch amerikanische Junge Schönheit einem scharfen Verstand vorzieht ist, dass er besser sehen als denken kann.“
Farrah Fawcett, aus deren Mund dieser doch sehr zynische Satz stammt, verdankte ihre Karriere wohl in besonderem Maße dem Umstand, dass viele Männer besser sehen als denken können. Endlos lange Beine, blonde Löwenmähne – jahrelang galt die Mimin als Inbegriff der durch und durch gesund wirkenden amerikanischen Schönheit. Um ihre Karriere voranzubringen, ließ sie sich für ein Poster in einem roten Badeanzug fotografieren - von diesem Poster wurden mehr als 8.000.000 Kopien verkauft. Diesem einschlagenden Erfolg verdankte die Fawcett dann übrigens ihre fast schon legendäre Rolle in „Drei Engel für Charlie“, denn durch das atemberaubende Poster wurden damals die beiden Produzenten Aaron Spelling und Leonard Goldberg auf die damals noch eher unbekannte Schauspielerin aufmerksam. 1995 – damals war Farrah immerhin schon beinahe fünfzig – posierte sie nackt für den „Playboy“ und sorgte damit für dessen höchste Auflage der 90er Jahre. Doch mit der Behauptung, Fawcetts Karriere hätte nur auf deren blendendem Aussehen basiert, würde man der Mimin keineswegs gerecht werden. Zahllose Emmy- und Golden Globe-Nominierungen konnte Farrah für sich verbuchen und 1995 erhielt sie ihren eigenen Stern auf Hollywoods Walk of Fame. Farrah Fawcett – die personifizierte Hollywood-Erfolgsgeschichte!

Mary Farrah Leni Fawcett wurde am 02. Februar im texanischen Corpus Christie als zweite Tochter von Pauline und James Fawcett geboren. Farrahs Vater, der im Ölgeschäft tätig war, erkannte schon früh die sportlichen Ambitionen seiner Tochter und förderte diese. Sie besuchte eine High School, die stark künstlerisch ausgerichtet war und studierte dann in Austin an der University of Texas Mikrobiologie. Am Campus gewann die Blondine einen Schönheitswettbewerb, was ihr die Aufmerksamkeit eines Agenten einbrachte. Der ermutigte sie dazu, ihren wahren Traum Schauspielerin zu werden, weiterzuverfolgen. Farrah ließ die Mikrobiologie sausen und begann Drama zu studieren. Nach ihrem Abschluss zog die junge Frau nach Los Angeles, wo sie mit ihrer blendenden Schönheit sofort für zahlreiche Werbespots gebucht wurde. Auch die Gastauftritte in diversen TV-Serien häuften sich zusehends, und bereits 1969 hatte die Mimin ihr Kinodebüt in der Claude Lelouche-Komödie „Der Mann, der mir gefällt“. Es folgten viele weitere Fernsehauftritte in Serien wie „Bezaubernde Jeannie“ (1969), „Die Partridge Familie“ (1970) oder „Der sechs Millionen Dollar Mann“ (1974). Ihre erste größere Kinorolle hatte Farrah neben Michael York im Science-Fiction-Thriller „Flucht ins 23. Jahrhundert“ (1976). Den großen Durchbruch brachte der Schauspielerin dann allerdings die Rolle der Jill in der TV-Serie „Drei Engel für Charlie“ (1976). Für diese Darstellung wurde sie für den People´s Choice Award und den Golden Globe nominiert und war nun auch dem deutschen Publikum endgültig ein Begriff. Die Fawcett hatte mit Kate Jackson und Jaclyn Smith würdige Mitstreiterinnen, wurde aber eindeutig zum berühmtesten der drei Engel und war bald schon „America´s Sweetheart“. Doch schon 1977 verließ Farrah ziemlich abrupt die Serie, was zu Rechtsstreitigkeiten mit den Produzenten führte. Sie musste sich schließlich zu einigen kurzen Gastauftritten verpflichten und wurde dann durch Cheryl Ladd ersetzt.

Ende der Siebzigerjahre gründete die Fawcett zusammen mit Schauspieler Lee Majors, den sie 1968 kennen gelernt hatte und mit dem sie seit 1973 verheiratet war die „Fawcett-Majors Productions“. In Majors TV-Serie „Der sechs Millionen Dollar Mann“ hatte die Schauspielerin diverse Gastauftritte und auch nach ihrem Ausstieg aus „Drei Engel für Charlie“ versiegten die Rollenangebote nicht. Zusammen mit Peter Ustinov und Lauren Bacall stand Farrah für „Rendezvous mit einer Leiche“ (1978) vor der Kamera und neben Burt Reynolds und Roger Moore war sie dann in „Auf dem Highway ist die Hölle los“ (1981) zu sehen. Für das packende Drama „Das brennende Bett“ (1984) wurde die blonde Schauspielerin mit einer Emmy- und einer Golden Globe-Nominierung belohnt. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und zeigt, wie eine Frau auf die permanente Gewalt ihres Ehemannes schließlich mit drastischen Maßnahmen reagiert. „Das brennende Bett“ war der erste Film, der Opfern von häuslicher Gewalt Hilfe in Form einer Notrufnummer anbot. Farrah Fawcett engagierte sich aktiv gegen Gewalt in der Ehe. Für ihre Darstellung in der Off-Broadway-Produktion „Extremities“ von William Mastrosimone wurde die Mimin mit Kritikerlob geradezu überhäuft. Der darauf basierende gleichnamige Film, in dem Farrah ein Jahr später zu sehen war, erzählt auf aufrüttelnde Art und Weise vom Schicksal eines Vergewaltigungsopfers, das sich irgendwann nicht mehr anders zu helfen weiß, als den Spieß umzudrehen. Dieser Auftritt in „Extremities“ (1986) gilt als einer von Fawcetts größten Erfolgen und brachte ihr eine Golden Globe-Nominierung als beste Hauptdarstellerin in einem Drama ein.

“Ehen, die tatsächlich halten, werden von Menschen geschlossen, die nicht in Los Angeles leben.“
Nachdem Farrah schon seit 1980 mit Ryan O´Neal, einem engen Freund von Lee Majors zusammenlebte, ließ sie sich 1982 schließlich von ihrem Mann scheiden. 17 Jahre lang lebten sie und O´Neal zusammen und 1985 kam der gemeinsame Sohn Redmond O´Neal zur Welt. Zwei Jahre nach dessen Geburt wurde Farrah erneut für einen Golden Globe nominiert – in „Armes reiches Mädchen – Die Geschichte der Barbara Hutton“ (1987) schlüpfte sie in die Rolle der berühmten Milliardärin. In „Blick in den Abgrund“ (1989) spielte sie eine Mutter, die aus Liebe zu einem Mann ihre Kinder tötet – auch für diese Leistung wurde die Fawcett wieder für den Emmy und den Golden Globe nominiert. Auch die Neunzigerjahre hielten jede Menge gute Rollen für die texanische Schönheit bereit. Zusammen mit ihrem Lebenspartner Ryan O´Neal stand sie für die Fernsehserie „Good Sports“ (1991) vor der Kamera und mit Peter Weller war sie im Ehedrama „Eine Frau für meinen Mann“ (1993) zu sehen. Im Kinofilm „(K)ein Vater gesucht“ (1995) war sie neben Chevy Chase zu sehen und mit Robert Duvall spielte sie in dessen Drama „Apostel!“ (1996). Auch für Gastauftritte in TV-Serien wurde die Fawcett weiterhin gerne gebucht – so stand sie 1997 für eine Folge der US-Comedy-Serie „Ally McBeal“ neben Calista Flockhart vor der Kamera. Nach dem Familiendrama „Was bleibt mir übrig…“ (1999) war die Mimin in Robert Altmans Komödie „Dr. T and the Women“ (2000) neben Richard Gere und Helen Hunt zu sehen. Nachdem sich Ryan O´Neal und Farrah 1997 getrennt hatten, ging ihre neue Beziehung mit dem Produzenten James Orr in die Brüche, als dieser handgreiflich geworden war, nachdem sie seinen Heiratsantrag abgelehnt hatte. Ihre letzte Emmy-Nominierung erhielt die Fawcett für ihren Auftritt in der TV-Serie „The Guardian – Retter mit Herz“ (2003).

2006 wurde bekannt, dass Farrah Fawcett an einer sehr seltenen Form von Darmkrebs erkrankt war, der sie am 25. Juni 2009 schließlich erlag. In ihrem Dokumentarfilm „Farrah´s Story“ (2009) konnte die Öffentlichkeit den Verlauf ihrer Krankheit mitverfolgen.


Filmographie Farrah Fawcett

  • 1969: Der Mann, der mir gefällt
  • 1969: Mayberry R.F.D. (TV-Serie)
  • 1969: Three´s a Crowd (TV)
  • 1969: Bezaubernde Jeannie (TV-Serie)
  • 1969: The Flying Nun (TV-Serie)
  • 1970: Myra Breckinridge - Die Sexgöttin Hollywoods
  • 1970: Die Partridge Familie (TV-Serie)
  • 1970: The Young Rebels (TV-Serie)
  • 1971: The Feminist and the Fuzz (TV)
  • 1971: Inside O.U.T. (TV)
  • 1971: Owen Marshall: Counselor at Law (TV-Serie)
  • 1973: The Great American Beauty Contest (TV)
  • 1973: Of Men and Women (TV)
  • 1973: Meiner Frau bleibt nichts verborgen (TV-Serie)
  • 1974: The Girl Who Came Gift-Wrapped (TV)
  • 1974: Ein Sheriff in New York (TV-Serie)
  • 1974: Dr. med. Marcus Welby (TV-Serie)
  • 1974: Apple´s Way (TV-Serie)
  • 1974: Harry-O (TV-Serie)
  • 1974: Der sechs Millionen Dollar Mann (TV-Serie)
  • 1975: Die knallharten Fünf (TV-Serie)
  • 1975: Murder on Flight 502 (TV)
  • 1976: Flucht ins 23. Jahrhundert
  • 1976: Drei Engel für Charlie (TV-Serie)
  • 1978: Rendezvous mit einer Leiche
  • 1978: Die Nordmänner (nur Ex.Produzentin)
  • 1979: Sunburn
  • 1980: Saturn-City
  • 1981: Scheidungsgrund - Mord (TV)
  • 1981: Auf dem Highway ist die Hölle los
  • 1984: The Red-Light Sting (TV)
  • 1984: Das brennende Bett (TV)
  • 1986: Die Trennung (TV)
  • 1986: Extremities
  • 1986: Verfolgt und gejagt (TV)
  • 1987: Armes reiches Mädchen - Die Geschichte der Barbara Hutton (TV)
  • 1989: Zweites Glück
  • 1989: ...und ihr Traum wird wahr (TV)
  • 1989: Blick in den Abgrund (TV)
  • 1991: Good Sports (TV-Serie)
  • 1992: Eine Frau für alle Fälle (TV)
  • 1994: Eine Frau für meinen Mann (TV)
  • 1995: Die Rache des Gejagten (TV)
  • 1995: (K)ein Vater gesucht!
  • 1996: Dalva (TV)
  • 1997: Johnny Bravo (TV-Serie)
  • 1997: Apostel!
  • 1997: The Lovemaster
  • 1997: Playboy: Farrah Fawcett, All of Me (nur Produzentin)
  • 1998: Der tapfere kleine Toaster fliegt zum Mars (nur Stimme)
  • 1999: Was bleibt mir übrig... (TV)
  • 1999: Ally McBeal (TV-Serie)
  • 2000: Dr. T and the Women
  • 2000: Baby - Glück auf Zeit (TV)
  • 2001: Jewel (TV)
  • 2001: Chaos City (TV-Serie)
  • 2002: The Guardian - Retter mit Herz (TV-Serie)
  • 2003: Hollywood Wives: The New Generation (TV)
  • 2004: The Cookout
  • 2008: A Wing & a Prayer: Farrah´s Fight for Life (nur Ex.Produzentin)
  • 2009: Farrah´s Story (TV) (nur Ex.Produzentin)

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1986: Beste Schauspielerin - Drama: Extremities