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Noomi Rapace
Noomi Norén
Biographie
© NFP
| Geboren am | 28.12.1979 | in | Hudiksvall, Gävleborgs län, Schweden | Autor | Stefanie Rufle |
|---|
„Lisbeth ist ein Mensch, der sehr viel durchgemacht hat. Sie musste sich ihre eigene Welt erschaffen, ihre eigenen Regeln, da die bestehenden ihr nicht halfen. Sie war immer komplett allein in ihrer Welt, außerhalb dieser war sie verletzlich. Lisbeth hat ihre Gefühle und ihr Herz weggeschlossen um sich zu schützen. Wenn sie dann aber einmal jemanden an sich heran lässt, ist sie unglaublich vertrauensvoll und loyal. Sie wird bis zum Tod für das kämpfen, an das sie glaubt.“ (Noomi Rapace)
Die Rolle der Lisbeth Salander in der Verfilmung von Stieg Larssons unglaublich erfolgreicher „Millennium-Trilogie“ bedeutete für die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace den internationalen Durchbruch. Sie verkörpert diese komplizierte und zutiefst widersprüchliche Figur auf unglaublich authentische Art und Weise und trägt damit entscheidend zum Erfolg der Filme „Verblendung“ (2009), „Verdammnis“ (2010) und „Vergebung“ (2010) bei. Über die große Faszination, die Lisbeth Salander auf sie ausübt sagt Rapace:
„Lisbeth hat mich von Anfang an fasziniert. Mir gefiel, dass sie so kompliziert und widersprüchlich ist. Obwohl sie schrecklich missbraucht wurde, sieht sie sich niemals als Opfer. Sie ist eine Kriegerin, die sich auf einem sehr persönlichen Feldzug befindet. Mit vierzehn oder fünfzehn war ich selbst eine kleine Lisbeth. Ich hasste alles an der schwedischen Gesellschaft, war auf jeder Demonstration dabei, und Polizisten waren meine schlimmsten Feinde.“ (im Interview mit "Cinema")
Die am 28. Dezember 1979 in Hudiksvall in Schweden geborene Noomi Norén sammelte ihre ersten Schauspielerfahrungen am Theater. Die Tochter einer Schwedin und eines spanischen Flamencotänzers studierte von 1998 bis 1999 an der Skara Skolscen Schauspiel und war unter anderem 1999 auf der Bühne des Stockholmer Teater Plaza zu sehen. Zu ihrem Vater hatte Noomi nur wenig Kontakt, sie wuchs bei ihrer Mutter und dem isländischen Stiefvater Hrafnkell Karlsson in Island und Südschweden auf. Für die Fernsehserie „Tre kronor“ (1994) stand Noomi erstmals vor der Kamera. Ihr Filmdebüt hatte die Mimin im Teenagerdrama „Ich hätte Nein sagen können“ (1997) und danach folgten Rollen in Filmen wie „Capricciosa“ (2002), „Tusenbröder“ (2002) und „Blodsbröder“ (2005). Den Durchbruch in Schweden erreichte Rapace mit ihrer Darstellung in „Daisy Diamond“ (2007). Durch diese Rolle wurden die Produzenten der „Millennium-Trilogie“ auf die außergewöhnliche Schauspielerin aufmerksam. Niels Arden Oplev, der Regisseur von „Verblendung“, wollte sie aber zunächst dennoch nicht als Lisbeth Salander besetzen, er fand sie zu zierlich und schön. Doch Noomi konnte ihn offensichtlich davon überzeugen, dies ändern zu können, und mit ihrem Talent und ihrer mentalen Stärke bewies Noomi Rapace ja eindrücklich, dass sie die perfekte Lisbeth Salander ist.
„Ich bin wie ein Chamäleon: Wenn es nötig ist, kann ich fett, dünn, blond, alles Mögliche werden.“ (Noomi Rapace)
Nachdem Noomi die Zusage für die „Millennium-Trilogie“ in der Tasche hatte, unterzog sie sich einem radikalen äußerlichen Wandel: Sie ließ ihre Haare kurz schneiden, nahm Unterricht in Thai- und Kickboxen, um ihren Körper zu stählen und machte eine spezielle Diät, um eine knabenhafte Figur zu bekommen. Außerdem machte die Mimin auch noch den Motorradführerschein. Insgesamt nahm die Vorbereitung auf diese Rolle ihrer eigenen Aussage nach sieben Monate in Anspruch. Sie sagt dazu:
„Wenn ich einen Film drehe, will ich nicht so tun, als wäre ich ein anderer Mensch, sondern ich will dieser andere Mensch sein. Oder im Idealfall eine Mischung aus Noomi Rapace und der Figur, die im Drehbuch steht.“
Als es allerdings um die Besetzung der Lisbeth Salander in David Finchers Hollywood-Remake ging, machte Noomi Rapace unmissverständlich klar, dass das für sie nicht in Frage käme. Über David Fincher sagte sie damals:
"Ich respektiere ihn, ich finde ihn großartig, aber niemals. Ich sehe keinen Grund, es noch mal zu machen. Das hängt jetzt an jemand anderem."
Noomi war von 2001 bis 2011 mit dem schwedischen Schauspieler Ola Rapace verheiratet. Das Paar, das den gemeinsamen Familiennamen Rapace (Raubvogel) annahm, hat einen gemeinsamen Sohn. Noomi zählt Matthias Glasner, Fatih Akin und Florian Henckel von Donnersmarck zu ihren liebsten Regisseuren. An der Seite von Bond-Darsteller Timothy Dalton war sie im amerikanischen Thriller „Clean Out“ (2010) zu sehen, und im Jahr darauf stand sie mit Ola Rapace für das Drama "Bessere Zeiten" (2011) vor der Kamera. Ende 2011 war die Schwedin an der Seite von Robert Downey Jr., Jude Law und Rachel McAdams in "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" (2011) zu sehen. Im schwedischen Psychothriller "Babycall" (2012) spielte Noomi eine junge Mutter, die über das Babyphone ihres Sohnes unheimliche Geräusche hört. Für diese Rolle wurde Noomi Rapace beim Filmfestival Rom als Beste Darstellerin ausgezeichnet. In Ridley Scotts Science-Fiction-Abenteuer "Prometheus - Dunkle Zeichen" (2012) spielte die Schwedin an der Seite von Michael Fassbender, Charlize Theron und Guy Pearce die weibliche Hauptrolle, und im Action-Drama "Dead Man Down" (2013) war sie neben Colin Farrell, Terrence Howard und Isabelle Huppert zu sehen. Ebenfalls 2013 kam die Mimin gemeinsam mit Rachel McAdams und Karoline Herfurth in Brian de Palmas Action-Streifen "Passion" (2013) in die deutschen Kinos.
Filmographie Noomi Rapace
- 1994: Tre kronor (TV-Serie)
- 1997: Ich hätte Nein sagen können
- 2001: Röd jul (TV)
- 2001: Pusselbitar (TV-Serie)
- 2002: Stora Teatern (TV-Serie)
- 2003: En utflykt till månens baksida
- 2003: Capricciosa
- 2003: Tusenbröder (TV-Serie)
- 2004: Älskar, älskar och älskar (TV)
- 2005: Toleransens gränser
- 2005: Blodsbröder
- 2005: Lovisa och Carl Michael (TV)
- 2006: Einstimmige Entscheidung
- 2006: Du & jag
- 2006: Sökarna - Återkomsten
- 2007: Daisy Diamond
- 2007: Labyrint mobisodes (TV-Serie)
- 2007: Labyrint (TV-Serie)
- 2009: Verblendung
- 2010: Verdammnis
- 2010: Vergebung
- 2010: Millennium (TV-Serie)
- 2011: Babycall
- 2011: Bessere Zeiten
- 2011: Sherlock Holmes: Spiel im Schatten
- 2012: Prometheus - Dunkle Zeichen
- 2012: The Rolling Stones: Doom and Gloom
- 2013: Untitled Bosse & Anita
- 2013: Dead Man Down
- 2013: Passion
- 2014: Animal Rescue
- 2014: Child 44



