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Penélope Cruz
Penélope Cruz Sánchez
Biographie
© United International Pictures
| Geboren am | 28.4.1974 | in | Madrid, Spanien | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
”Die schwierigste Sache der Welt ist, eine Karriere zu starten, wenn du nur für dein Aussehen bekannt bist und nun versuchst eine ernsthafte Schauspielerin zu werden. (…)“
Sie ist schön, sie ist sexy und der heißeste Export aus Spanien, den die Traumfabrik zu bieten hat. Mit ihren Reizen geizt Penélope Cruz in ihren Filmen nie, ihr Privatleben hält sie hingegen so weit es geht unter Verschluss. Seit sie für ihre Rolle in dem Woody Allen Streifen „Vicky Cristina Barcelona“ mit einem OSCAR für die beste Nebenrolle geadelt wurde, ist auch der letzten Zimmerpflanze im hinterletzten Castingbüro klar: In dieser Frau verbinden sich Feuer, Talent und ein großes Herz zu einer unwiderstehlichen Mischung.
Es war ein weiter Weg, den Penélope gehen musste, bis sie aus der Wohnung in der Madrider Vorstadt bei der anerkannten Charakterdarstellerin ankam. In der Familie Cruz schien das Talent in den Genen zu liegen – Schwester Mónica ist Schauspielerin und erfolgreiche Flamencotänzerin, Bruder Eduardo ist Sänger – und auch Penélope startete früh mit der Karriere. Die Mutter, eine Friseurin, versuchte das unbändige Temperament der kleinen Penélope mit Ballettstunden zu bändigen. Doch so ganz war das nicht das richtige. Sie nahm an Talentwettbewerben teil und wurde Moderatorin beim TV-Teenie-Magazin „La quinta marcha“. In diversen Fernsehformaten gewann Penélope weitere Kameraerfahrung und mit dem Kostümstreifen „Belle Époque - Saison der Liebe“ gelang ein großer Erfolg in ihrer Heimat Spanien.
Mit 18 Jahren gelang Penélope Cruz mit dem Film „Lust auf Fleisch“ der Durchbruch. Der Streifen sorgte durch die Nacktszenen und die intensive Darstellerleistung der Cruz für kontroverse Diskussionen. Die Schauspielerin erhielt viele positive Kritiken und der Film öffnete ihr die Tür zu dem von ihr verehrten Regisseur Pedro Almodovar. Zwar klappte es nicht auf Anhieb mit einer Zusammenarbeit, doch der Filmemacher sollte Penélope Cruz in der Zukunft einige ihrer eindrücklichsten Leistungen entlocken.
Über viele unterschiedliche andere Projekte erarbeitete sich Penélope Cruz den Ruf einer vielseitigen Schauspielerin, der man die laszive Schönheit genauso glaubt, wie das schüchterne, naive Mädchen. In ihrer Heimat galt sie bald als würdige Nachfolgerin von Stars wie Claudia Cardinale und Sofia Loren. 1998 wagte Cruz für den Film „Hi-Lo Country - Im Land der letzten Cowboys“ den Sprung nach Hollywood. In „Woman on Top“ spielte sie auf sympathische Art und Weise mit dem Klischee der schlecht englisch sprechenden Spanierin, die nach Amerika kommt. Es folgten die Streifen „All die schönen Pferde“, „Blow“ und „Corellis Mandoline“ - und Penélope Cruz zweiter Nervenzusammenbruch. Versagensängste und der Drang sich völlig für ein Projekt zu verausgaben brachten die zierliche Mimin bereits in jungen Jahren an den Rand des Erträglichen. Doch Penélope Cruz fing sich wieder und glänzte an der Seite von Hollywoods damaligen Top-Kassen-Magneten Tom Cruise in „Vanilla Sky“. Seit dieser Zeit hütet sie sich im Umgang mit den Medien und unversucht ihr Privatleben privat zu halten so weit es geht. Cruz und Cruise wurden auch hinter der Kamera ein Paar und blieben es aller Unkenrufe zum Trotz drei Jahre lang.
In den Folgejahren drehte Penélope Cruz von Independentproduktion über Komödien bis zum Blockbusteranwärtern die unterschiedlichsten Filme. „Waking Up in Reno” folgte “Masked and Anonymous“. Sie drehte “Fanfan der Husar” und “Gothika” oder auch “Sahara - Abenteuer in der Wüste“. An der Seite von Freundin Selma Hayek unterhielt sie mit Witz und Tempo in „Bandidas“. 2006 war es nach „Lives Flash“ und „Alles über meine Mutter“ die dritte Zusammenarbeit mit Pedro Almodovar für „Volver – Zurückkehren“, die aus der hübschen Penélope auch international Penélope Cruz, die ausdruckstarke Charaktermimin machte. Zuschauer und Kritiker nahmen den Film begeistert auf und Cruz wurde mit dem europäischen Filmpreis, dem Empire Award, dem Cinema Writers Circle Award und der Goldenen Palme von Cannes geehrt. In Hollywood gab es eine Nominierung für den Golden Globe als beste Schauspielerin.
Nur zwei Jahre später kamen erneut zwei karriere-entscheidene Filme der Spanierin in die Kinos. „Elegy oder die Kunst zu Lieben“ gefiel der Kritik noch mehr als dem Zuschauer aber bei Woody Allens „Vicky Cristina Barcelona“ waren sich dann alle einig. Penélope Cruz wurde erneut für einen Golden Globe nominiert und gewann den OSCASR als beste Nebendarstellerin. 2009 kam mit „Zerrissene Umarmungen“ ein weiteres Almodovar/Cruz-Film in unsere Kinos. Der Film erreichte zwar nicht ganz die Ausdruckstärke von “Volver“, zeigte jedoch erneut zu was die Mimin schauspielerisch fähig ist. Nachdem sie für „G-Force - Agenten mit Biss“ der toughen Meerscheinlady „Juarez“ ihre Stimme lieh, kamen 2010 für den Musical-Streifen „Nine“ die Kinozuschauer in den Genuss von Penélopes Gesangskünsten. Obwohl es für „Nine“ trotz der Starbesetzung eher verhaltenen bis schlechte Kritiken hagelte, konnte Penélope Cruz überzeugen und eroberte ihre dritte Golden Globe-Nominierung. Nächster Stopp war eine kleine Rolle in „Sex and the City 2“. 2011 kehrte die Schauspielerin in dem vierten Teil der „Pirates of the Caribbean“-Reihe als feurige Angelica auf unsere Leinwände zurück.
Penélope Cruz und die Männer: Mit Tom Cruise war die rassige Spaniern drei Jahre liiert. Ab 2008 war sie mit Schauspielkollege Javier Bardem zusammen. Das Paar heiratete im Juli 2010. Im Januar 2011 erblickte Sohn Leo Encinas das Licht der Welt.
Filmographie Penélope Cruz
- 1991: Série rose (TV-Serie)
- 1992: Mecano - Los vídeos (ungenannt)
- 1992: Eiskaltes Duell (TV)
- 1992: Belle Époque - Saison der Liebe
- 1992: Lust auf Fleisch
- 1993: La Ribelle
- 1993: Per Amore, Solo Per Amore
- 1993: El Laberinto griego
- 1994: Alegre Ma non Troppo
- 1994: Todo Es Mentira
- 1994: Entre Rojas
- 1995: El Efecto mariposa (ungenannt)
- 1995: Don Juan DeMarco
- 1996: Brujas
- 1996: La Celestina
- 1996: Más Que Amor, Frenesi
- 1996: El Amor Perjudica Seriamente La Salud
- 1997: Das Paradies ist nirgendwo (
- 1997: Live Flesh - Mit Haut und Haar
- 1997: Open your Eyes
- 1998: Lieber gestern als nie
- 1998: Talks Of Angels
- 1998: Hi-Lo Country - Im Land der letzten Cowboys
- 1998: Das Mädchen deiner Träume (auch Sängerin)
- 1999: Alles über meine Mutter
- 1999: Volavérunt
- 1999: Woman on Top
- 2000: All die schönen Pferde
- 2001: Blow
- 2001: Corellis Mandoline
- 2001: Vanilla Sky
- 2001: No News from God
- 2002: Waking Up in Reno
- 2003: Masked and Anonymous
- 2003: Fanfan der Husar
- 2003: Gothika
- 2004: Non ti muovere
- 2004: Noel
- 2004: Head in the Clouds
- 2005: Sahara - Abenteuer in der Wüste
- 2005: Chromophobia
- 2006: Bandidas
- 2006: Volver - Zurückkehren
- 2006: The Good Night - Träum weiter...
- 2007: Manolete
- 2008: Elegy oder die Kunst zu lieben
- 2008: Vicky Cristina Barcelona
- 2008: Plácido y la copla (TV) (nur Sängerin)
- 2009: Zerrissene Umarmungen
- 2009: G-Force - Agenten mit Biss
- (nur Stimme)
- 2009: La concejala atropofaga
- 2009: Buscando a Penélope (TV) (nur Sängerin)
- 2010: Nine
- 2010: Sex and the City 2
- 2011: Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten
- 2012: To Rome with Love
- 2013: Twice Born
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
2006: Beste Schauspielerin - Drama: Volver - Zurückkehren
2008: Beste Nebendarstellerin: Vicky Cristina Barcelona
2009: Beste Nebendarstellerin: Nine
OSCAR Nominierungen:
2006: Beste Hauptdarstellerin: Volver - Zurückkehren
2006: Beste Nebendarstellerin: Nine
Gewonnene OSCARs:
2008: Beste Nebendarstellerin: Vicky Cristina Barcelona



