Jonas Nay

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Biographie

Jonas Nay © NDR

Geboren am 20.9.1990 in Lübeck, Deutschland Autor Stefanie Rufle

„Man muss sich für so eine Figur an Teile seiner Seele wagen, um die die Gegenwart einen Schutzwall errichtet hat.“ (Jonas Nay über seine Rolle des Jakob Moormann in „Homevideo“)
Mit seiner Darstellung des introvertierten Jakob, der das Opfer von Cyber-Mobbing wird, schlug der deutsche Jungschauspieler Jonas Nay in der deutschen Fernsehlandschaft ein wie eine Bombe. Er spielt einen Jugendlichen, dessen privates und höchst kompromittierendes Video von Mitschülern ins Internet gestellt wird. Seine Verkörperung des verzweifelten und zutiefst beschämten Jakob ist derart intensiv und authentisch, dass sich die Kritiker landauf und landab zu wahren Lobeshymnen verstiegen. „Homevideo“ erhielt 2011 den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie bester Fernsehfilm, den Jonas Nay stellvertretend entgegennehmen durfte. Darüber hinaus wurde der talentierte Mime mit dem Förderpreis des Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.

Der am 20. September 1990 in Lübeck geborene Jonas Nay war schon als Kind vom Theater fasziniert. 2004 bekam er die Hauptrolle des Otti in der Kinderserie „4 gegen Z“, die er bis 2006 spielte. 2006 erhielt Jonas den „Emil“ für seine Darstellung des Otti, er hatte für die Serie zu seinem persönlichen Schutz das Pseudonym Jonas Friedebom angenommen. Danach hatte Nay kleinere Auftritte in Fernsehserien wie „Großstadtrevier“ oder „Rettungsflieger“. „Homevideo“ drehte er zwischen Abitur, das er am Lübecker Johanneum machte, und Zivildienst. Er war sofort vom Drehbuch fasziniert und wurde nach mehreren Casting-Runden für die Rolle ausgewählt. Nay sagt, dass er sich sehr intensiv auf diese Rolle vorbereitet habe und ihn besonders die depressiven Szenen Jakobs, seine Zusammenbrüche, stark gefordert hätten. Diese Rolle empfinde er als seine bisher schwierigste. Weihnachten 2011 war der Jungschauspieler in der ARD-Verfilmung des Grimm-Märchens „Jorinde & Joringel“ (2011) zu sehen, und in Cenk Batus letztem Fall im Hamburger "Tatort - Die Ballade von Cenk und Valerie" war er der Filmsohn von Corinna Harfouch. Nays Leinwanddebüt, das Road-Movie „Dear Courtney“ (2012) wird vermutlich im Herbst 2012 in unsere Kinos kommen.

Jonas Nay hat eigenen Aussagen zufolge immer viel Sport und Musik gemacht und sein Traum ist nach wie vor eine Musikkarriere. Er spielt Gitarre und Klavier in der Band „Concerted“, die er selbst gründete und die akustischen Pop mit Hip-Hop- und Funk-Einflüssen macht. Nay, der in Hamburg lebt, hat ein Fernstudium der Filmmusik-Komposition begonnen. Wir dürfen gespannt sein, welches seiner beiden großen Talente letztendlich das Rennen machen wird.


Filmographie Jonas Nay