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Jeremy Brett †
Peter Jeremy William Huggins
Biographie
© unbekannt
|
Geboren am Gestorben am: |
3.11.1933 12.09.1995 |
in |
Berkswell Grange, Warwickshire, England, Großbritannien London, England |
Autor | Melanie Frommholz |
|---|
„Wir sind geistige Wesen, die alles erreichen können, was wir uns vornehmen.“
Peter Jeremy William Huggins kam am 3. November 1933 als jüngster von vier Söhnen des Lt. Colonel Henry William Huggins auf die Welt. Er besuchte das renommierte Eton College und träumte davon Jockey zu werden. Dafür war er freilich viel zu groß. Außerdem machte ihm im Alter von 16 Jahren ein rheumatisches Fieber, von dem Jeremy einen Herzfehler zurückbehielt, zu schaffen. Schon bald löste der Wunsch Schauspieler zu sein den Kindheitstraum ab. Mit 18 Jahren eröffnet Jeremy seinem Vater seinen Berufswunsch, der davon wenig begeistert war. Er nannte den Beruf „schändlich“ und verbot Jeremy seinen richtigen Namen zu benutzen. Fortan nannte sich Jeremy Brett und besuchte 1951 die Central School of Speech and Drama, um sich ausbilden zu lassen. Er debütierte schließlich 1954 am Liberary Theatre in Manchester und wurde in das Ensemble des Royal Victorian Theatre aufgenommen. Hier entdeckte ihn schließlich der amerikanische Regisseur King Wallis Vidor. Bereits sein zweiter Kinofilm „Krieg und Frieden“ brachte dem jungen Brett einige Aufmerksamkeit. Doch große Erfolge sollte er weiterhin am Theater feiern, wo er in vielen klassischen Stücken wie William Shakespeares „Macbeth“ spielte. 1964 übernahm er eine kleinere Rolle in der OSCAR-prämierten Musicalverfilmung „My fair Lady“. Vor der Kamera waren es in den folgenden Jahren jedoch nicht die Kinorollen, die seine Karriere prägte, sondern die Einsätze in Fernsehproduktionen.
„ Für mich sind die ‚Sherlock Holmes’-Geschichten Geschichten über eine große Freundschaft. Ohne Watson wäre Holms vermutlich aufgrund seiner Kokainsucht viel früher ausgebrannt. Ich hoffe, die Serie zeigt, wie wichtig Freundschaft ist.“
Jeremy Brett war bereits ein renommierter und geachteter Theaterschauspieler und auch im Fernsehen kein Unbekannter, als ihm die Rolle des Sherlock Holmes in einer gleichnamigen TV-Serie angeboten wurde. Die Serie orientierte sich inhaltlich eng an den Vorlagen von Arthur Conan Doyle und war in Großbritannien ungemein erfolgreich. Jeremy Brett gilt bis heute vielen als der „wahre“ Sherlock Holmes, denn die Drehbücher gaben ihm die Möglichkeit die Facetten der Figur ungewöhnlich deutlich herauszuarbeiten, auch deren düstere Seiten wie den Drogenkonsum, zu thematisieren, was Jeremy Brett trefflich zu nutzen wusste. Er selbst sah seine Darstellung immer sehr kritisch, entsprach er doch optisch nicht dem literarischen Vorbild. Insbesondere ab der zweiten Staffel. 1985 war Bretts zweite Ehefrau gestorben, was den Schauspieler in eine schwere manische Depression stürzte, aus der er nur mittels Medikamenten wieder herausfand, die ihn äußerlich veränderten. Manche Quellen sprechen auch davon, dass er in jeder Zeit Probleme hatte seine Rolle des Sherlock Holmes wieder abzulegen. Doch Brett fing sich letztlich wieder, verstärkte sein karitatives Engagement und verkörperte die Figur des Meisterdetektives in zwei weiteren Staffeln und in fünf zweistündigen Fernsehfilmen. Außerdem gab er Sherlock Holmes zusammen mit dem „Watson“-Darsteller Edward Hardwicke auch auf der Bühne in dem Stück „The Secret of Sherlock Holmes“. 1994 startete die letzte „Sherlock Holmes“ Staffel im Fernsehen.
„Sie sah mich auf der Bühne in dem Stück ‚Design for Living’ und entschied ‚Das ist der Mann für mich’. Sie organisierte ein Treffen und 1976 heirateten wir. Wir hatten ein Jahrzehnt zusammen… ich liebte sie innig. Sie war so schön und mutig.“ (Jeremy Brett über seine zweite Frau Joan Wilson)
Jeremy Brett war zweimal verheiratet. Von 1958 bis zur Scheidung 1962 mit der Schauspielerin Anna Massey, mit der ein Kind hatte. 1976 heiratete er Joan Wilson, mit der er bis zu deren Tod 1985 verheiratet blieb und die seine große Liebe war. Joan brachte zwei Kinder mit in die Ehe. Ihr Tod traf Jeremy Brett schwer. Als Joan Wilson 1985 einem Krebsleiden erlag, stürzte das Brett in eine tiefe Depression.
In der Nacht auf den 12. September 1995 starb Jeremy Brett völlig überraschend an Herzversagen. Es machten Gerüchte von Selbstmord die Runde, die jedoch unbestätigt blieben.
Filmographie Jeremy Brett
- 1954: Svengali (ungenannt)
- 1956: Krieg und Frieden
- 1957: Producers' Showcase (TV-Serie)
- 1960: Hallmark Hall of Fame
- 1960: ITV Play of the Week (TV-Serie)
- 1961: Beauty and the Beast (TV-Serie)
- 1961: BBC Sunday-Night Play (TV-Serie)
- 1961: Armchair Theatre (TV-Serie)
- 1962: Dinner with the Family (TV)
- 1962: The Ghost Sonata (TV)
- 1962: The Wild and the Willing
- 1962: The Bacchae (TV-Serie)
- 1963: The Very Edge
- 1963: Alibi des Todes
- 1964: Act of Reprisal
- 1964: My Fair Lady
- 1965: Knock on Any Door (TV-Serie)
- 1966: Mystery and Imagination (TV-Serie)
- 1966: Chopin and George Sand - The Creative Years (TV)
- 1966: The Three Musketeers (TV-Serie)
- 1966: Theatre 625 (TV-Serie)
- 1967: Der Baron (TV-Serie)
- 1967: Kenilworth (TV-Serie)
- 1968: For Amusement Only (TV-Serie)
- 1968: The Merry Widow (TV)
- 1969: The Champions (TV-Serie)
- 1969: BBC Play of the Month (TV-Serie)
- 1970: Solo (TV-Serie)
- 1971: Nikolaus und Alexandra (ungenannt)
- 1973: Kein Pardon für Schutzengel (TV-Serie)
- 1973: Country Matters (TV-Serie)
- 1973: A Picture of Katherine Mansfield (TV-Serie)
- 1973: The Merchant of Venice (TV)
- 1974: Haunted: The Ferryman (TV)
- 1974: Thriller (TV-Serie)
- 1974: Wide World Mystery (TV-Serie)
- 1974: Affairs of the Heart (TV-Serie)
- 1974: Jennie: Lady Randolph Churchill (TV-Serie)
- 1975: The Prodigal Daughter (TV)
- 1975: A Legacy (TV-Serie)
- 1975: Ten from the Twenties (TV-Serie)
- 1975: Twiggy (TV-Serie)
- 1976: Piccadilly Circus (TV-Serie)
- 1977: Supernatural (TV-Serie)
- 1977: Young Dan'l Boone (TV-Serie)
- 1978: Der unglaubliche Hulk (TV-Serie)
- 1978: Der Schrecken der Medusa
- 1979: Rebecca (TV-Serie)
- 1979: Hart aber herzlich (TV-Serie)
- 1980: Kampfstern Galactica 1980 (TV-Serie)
- 1981: Macbeth (TV)
- 1981: Madame X (TV)
- 1981: Die traurige Geschichte (TV)
- 1981: Killermöven greifen an (TV-Serie)
- 1982: The Barretts of Wimpole Street (TV)
- 1983: Number 10 (TV-Serie)
- 1984: Love Boat (TV-Serie)
- 1984: Morte d'Arthur (TV)
- 1984: Sherlock Holmes (TV-Serie) - Staffel 1
- 1985: Florence Nightingale (TV)
- 1985: Die Zwillingsschwestern (TV)
- 1986: Sherlock Holmes (TV-Serie) - Staffel 2
- 1987: Sherlock Holmes: Das Zeichen 4 (TV)
- 1988: Sherlock Holems: Der Hund von Baskerville (TV)
- 1991: Sherlock Holmes (TV-Serie) - Staffel 3
- 1992: ITV Telethon (TV-Serie)
- 1993: Sherlock Holmes: Der letzte Vampir (TV)
- 1993: Sherlock Holmes: Der begehrte Junggeselle (TV)
- 1994: Sherlock Holmes (TV-Serie) - Staffel 4
- 1995: Mad Dogs and Englishmen
- 1996: Moll Flanders



