Richy Müller

Hans-Jürgen Müller

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Biographie

Richy Müller © SAT1

Geboren am 26.9.1955 in Mannheim, Deutschland Autor Stefanie Rufle

„Wenn ich als Mensch weiterkomme, dann komme ich automatisch auch als Schauspieler weiter.“ (Richy Müller)
Richy Müller zählt zu den renommiertesten Charakterdarstellern des deutschen Films, ist aber dennoch bekannt dafür, kein großes Aufhebens um seine Person zu machen. Er verfügt über einen einzigartigen darstellerischen Facettenreichtum, und seine Darstellung zeichnet sich in der Regel durch bestechende Authentizität aus. Dennoch sagt Müller, dass ihm sein Privatleben in jedem Fall wichtiger sei, als die Karriere.

Am 26. September 1955 wurde Hans-Jürgen Müller in Mannheim geboren. Nach der Hauptschule absolvierte er eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und ließ sich anschließend von Freunden dazu überreden, sich an der Schauspielschule in Bochum einzuschreiben. Doch dort blieb er nicht lange, er wurde der Schule verwiesen, seinen Angaben nach, weil er eine Kommilitonin vor einem Lehrer verteidigt habe. Doch 1977 wurde der junge Schauspieler von Marianne Lüdcke für deren Sozialdrama „Die große Flatter“ entdeckt. Dieser TV-Dreiteiler bedeutete den Durchbruch für den Mimen, der sich von nun an – nach seinem Charakter im Film – Richy Müller nannte. Es folgten Rollen in „Der Mann auf der Mauer“ (1982), „Sei zärtlich, Pinguin“ (1982) oder Roland Emmerichs „Das Arche Noah Prinzip“ (1984). Doch in den Achtzigerjahren war Richy Müller vorwiegend am Theater tätig. Das war auch die Zeit, in der er zwei Jahre lang zusammen mit Schauspielkollegen Jürgen Vogel in einer Berliner WG lebte – er war damals 30, Vogel 17 Jahre alt.

„Schauspieler zu sein, das ist ein Einzelkämpferjob, dem nicht gegeben ist, dass man in einer Beziehung lebt.“ (Richy Müller)
Die Neunzigerjahre brachten wieder vermehrt Fernseh- und Kinoauftritte für Richy Müller. Er war in Filmen wie „Rosamunde“ (1990), „Einer meiner ältesten Freunde“ (1994), „Irren ist männlich“ (1996) oder Sönke Wortmanns Komödie „Das Superweib“ (1996) zu sehen. In der Ingrid Noll-Verfilmung „Die Apothekerin“ (1997) war der Mime der Geliebte von Katja Riemann und in Wolfgang Beckers „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997) überzeugte er als Gerüstbauer. In „Die innere Sicherheit“ (2000) stellte Müller einen im Untergrund lebenden ehemaligen RAF-Terroristen dar und im Boxerdrama „Liebe und Verrat“ (2002) konnte er als Kommissar punkten. Mit „xXx – Triple X“ (2002) gab es einen Ausflug nach Hollywood, und im ergreifenden Drama „Vier Minuten“ (2006) war Richy Müller an der Seite von Hannah Herzsprung und Monica Bleibtreu zu sehen. Für seinen Part als Gutsverwalter in „Poll“ (2010) wurde der Schauspieler 2011 mit dem Deutschen Fernsehpreis für die beste männliche Nebenrolle ausgezeichnet – immer wieder beeindruckt er durch seine Fähigkeit, Gefühle mit körperlicher Präsenz zum Ausdruck zu bringen. Ende 2012 kam er mit der Komödie "Anleitung zum Unglücklichsein" (2012) an der Seite von Johanna Wokalek, Iris Berben, Benjamin Sadler und David Kross und dem Kinderfilm "Die Vampirschwestern" (2012) mit Christiane Paul in die deutschen Kinos, und im Jahr darauf war er neben Jannik Schümann, Maximilian Brückner und Ulrike Folkerts im Thriller "Spieltrieb" (2013) zu sehen. Im Jahr darauf kam er an der Seite von Moritz Bleibtreu in der Romanadaption "Die schwarzen Brüder" (2014) in die deutschen Kinos.

Seit 2008 ist der Vater einer Tochter, die 1988 geboren wurde, „Tatort“-Kommissar des SWR in Stuttgart. Er trat die Nachfolge von Kommissar Bienzle an und ermittelt seither an der Seite von Felix Klare als Hauptkommissar Thorsten Lannert. Über seine Beweggründe, die Rolle eines „Tatort“-Kommissars anzunehmen sagt Richy Müller:
„Diese Reihe hat Anspruch, Niveau. Außerdem werde ich dadurch unabhängiger. Ich kann mir aussuchen, was ich noch machen möchte.“


Filmographie Richy Müller