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Clint Eastwood
Clinton Eastwood Jr.
Biographie
© Warner Bros. Pictures
| Geboren am | 31.5.1930 | in | San Francisco, Kalifornien, USA | Autor | Melanie Frommholz |
|---|
"Wenn eine Frau nicht spricht, soll man sie auf keinen Fall unterbrechen!" - Clint Eastwood
Clint Eastwood ist zweifellos ein Urgestein von Hollywood. Seit mehr als 50 Jahren ist er sowohl im Fernsehen als auch auf der Kinoleinwand bekannt und beliebt. Der Name Eastwood ist ein Garant für volle Kinokassen. Doch auch er hat einmal ganz klein angefangen. Clint Eastwood startete nach seinem abgeschlossenen Betriebswirtschaftsstudium im Jahre 1955. Er erhielt von den Universal-Studios einen Vertrag, wurde aber zunächst nur für unwichtige Nebenrollen besetzt. Erst 1958 sollte mit einer Hauptrolle in der Fernsehserie "Cowboys" sein Durchbruch kommen. Die international erfolgreiche Serie öffnete für Eastwood auch wieder die Tür zum Kino. Sergio Leone holte ihn, als "preiswerten Star" 1964 nach Europa und kreierte mit dem Film "Eine Hand voll Dollars" den Italowestern. Clint Eastwoods zukünftiges Leinwandimage war geboren. Wer kennt ihn nicht als vom Leben und den rauen Bedingungen gezeichneten knallharten Cowboy mit gutem Kern. Er wurde zum Zentrum dieses neuen Genres und endgültig ein gefeierter Star auf der Leinwand. In kurzer Folge drehte er nun mit Filmen wie zum Beispiel "Für ein paar Dollar mehr", "Hängt ihn höher" oder "Westwärts zieht der Wind" mehrere Westernfilme.
Aber nicht nur vor der Kamera war Clint Eastwood aktiv. Bereits seit 1971 ist er als Regisseur und seit 1982 auch als Produzent tätig und auch auf diesen Gebieten konnte er bereits bemerkenswerte Erfolge verzeichnen.
"Mein Vater sagte immer zu mir: 'Zeig ihnen was du kannst und sei nicht betrübt darüber, was du dafür bekommst. Sag du wirst umsonst arbeiten und mach dich damit unschätzbar.'“
1971 setzte Eatwood auch auf der Leinwand wieder Akzente. Mit dem Polizeifilm "Dirty Harry" wechselte er gekonnt aus der weiten Steppe in den Großstadtdschungel. Dirty Harry wurde ein weiterer unvergessener Leinwandmeilenstein. Dem ersten Teil sollten noch fünf weitere folgen. Ebenfalls 1971 gründete Clint Eastwood seine eigene Produktions-Gesellschaft "Malpaso". Mit Filmen wie "Sinola", "Ein Fremder ohne Namen", "Calahan", "Den Letzten beißen die Hunde", "Im Auftrag des Drachen", "Der Texaner", "Der Unerbittliche" und "Der Mann, der niemals aufgibt" eroberte er sich in den Jahren 1972 bis 1977 ein noch größeres internationales Publikum.
Auch abseits des Kinobusiness ist Clint Eastwood engagiert. So übernahm er in den Jahren 1986 bis 1988 das Bürgermeisteramt in Carmel, Kalifornien, wo er ein ansehnliches Restaurant besitzt.
1992 gelang ihm mit dem Film "Erbarmungslos" endlich der verdiente Durchbruch bei den "OSCARS". Das Werk, bei dem Clint Eastwood sowohl Regie führte, als auch die Hauptrolle spielte, wurde in neun Kategorien ("Bester Film", "Beste Regie", "Bester Hauptdarsteller", Bester Nebendarsteller", "Bestes Drehbuch", "Beste Kamera", Beste Ausstattung", "Bester Ton" und "Bester Schnitt") nominiert. Den "OSCAR" für die "Beste Regie" durfte er mit nach Hause nehmen.
In den 90er Jahren drehte Clint Eastwood vornehmlich Actionfilme wie "In the Line of Fire - Eine zweite Chance", "Perfect World" an der Seite von Kevin Costner oder auch "Absolute Power".
1995 zeigte der Altmeister des Western und der Action sich dann von einer ganz anderen Seite. In der Romanverfilmung "Die Brücken am Fluss" sahen wir ihn als Fotographen an der Seite von Meryl Streep erstmals auch in einem Liebesfilm.
Im Jahr 2000 überzeugte Clint Eastwood mit dem Film "Space Cowboys" dann wieder als Hauptdarsteller und als Regiesseur. Das lustige Science-Fiction-Abenteuer floppte jedoch leider an den Kinokassen. Im Jahr 2003 lieferte Clint Eastwood mit dem Drama "Mystic River" eine weitere gelungene Regiearbeit ab. Der Streifen war für sechs OSCARS nominiert, darunter auch für den besten Film und für die beste Regie. Sean Penn und Tim Robbins konnten den Goldjungen für ihre Darstellung mit nach Hause nehmen.
Einmal in Fahrt, ist Clint Eastwood nicht mehr zu stoppen. So lieferte er 2005 mit "Million Dollar Baby" gleich einen weiteren oscarverdächtigen Film ab. Er führte bei dem Streifen nicht nur Regie, sondern übernahm an der Seite von Hillary Swank auch eine Hauptrolle. Wie schon so oft, durfte man auch in diesem Fall den Golden Globes als Vorboten des OSCARS trauen. Der Streifen räumte mit "Bester Film", "Beste Regie", "Beste Hauptdarstellerin" (Hilary Swank) und "Bester Nebendarsteller" (Morgan Freeman) gleich vier der Königskategorien ab. Da Clint Eastwood auch federführender Produzent war, konnte er zwei der Academy Awards mit nach Hause nehmen.
Sein nächstes Regieprojekt "Flags of our Fathers" mit Ryan Phillippe und Paul Walker ging zwar in eine andere Richtung, beeindruckte aber erneut auf ganzer Linie. Bei den OSCARS fiel der Streifen mit null Nominierungen jedoch durch. Besser lief es da für den "Schwesternfilm" "Letters from Iwo Jima". Zusammengenommen verwirklichte Eastwood damit ein bislang einmaliges Projekt. Erzählt er doch mit beiden Filmen die Geschichte der Pazifikschlacht um die Vulkaninsel Iwo Jima im Zweiten Weltkrieg aus der Sicht beider Gegner. Clint Eastwood wurde für "Letters from Iwo Jima " sowohl für die Beste Regie als auch in seiner Funktion als Produzent für den Besten Film bei den OSCARS nominiert.
Mittlerweile gilt für Clint Eastwood das gleiche Prädikat, wie für guten Wein: Je älter desto besser. Mit den Jahren und basierend auf dem Fundus seiner umfassenden Erfahrungen im Filmgeschäft hat der Amerikaner ein scheinbar untrüglich gutes Gespür für außergewöhnliche Filmstoffe entwickelt. 2009 begann das Jahr gleich mit dem viel gelobten Drama „Der fremde Sohn“, in dem Regisseur Eastwood Angelina Jolie in der Hauptrolle zu neuen Bestleistungen führte. Ebenfalls 2009 bei uns am Start: „Gran Torino“. Hier war Clint Eastwood dann auch wieder vor der Kamera zu sehen. Das Jahr 2010 brachte uns eine weitere Regiearbeit des Amerikaners. Mit Morgan Freeman und Matt Damon in den Hauptrollen verwirklichte er das bewegende Drama „Invictus – Unbezwungen. Der Film erhielt drei Nominierungen bei den Golden Globes, darunter eine für Clint persönlich als Regisseur. Bei den OCARS wurden die beiden Hauptdarsteller nominiert. Das nächste Projekt des Amerikaners war das Drama „Hereafter - Das Leben danach“. Erneut war Matt Damon hier in einer Hauptrolle zu sehen. Außerdem ist für 2012 die Regiearbeit "J. Edgar" angekündigt. Eastwood nimmt sich hier des Lebens von J. Edgar Hoover an, der ab 1924 das FBI leitete.
"Ich denke, Kinder sind von Natur aus Schauspieler. Schauen Sie sich die meisten Kids an: wenn sie gerade kein Spielzeug haben, greifen sie sich einen Stock und machen ein Spielzeug daraus."
Clint Eastwood hat aus erster Ehe mit Maggie Johnson zwei Kinder. Seit 1996 ist er mit Dina Ruiz Eastwood verheiratet. Die beiden leben mit ihrer gemeinsamen Tochter in Carmel, Kalifornien. Insgesamt hat Clint Eastwood sieben Kinder. Am 29.05.2010 wurde Clint Eastwood 80 Jahre alt. Davon unabhängig ist seine Kreativität und Schaffensfreude ungebremst.
Filmographie Clint Eastwood
- 1955: Die Rache des Ungeheuers (ungenannt)
- 1955: Allen in Movieland (TV)
- 1955: Tarantula (ungenannt)
- 1955: Die nackte Geisel (ungenannt)
- 1955: Francis In The Navy
- 1955: Nur du allein (ungenannt)
- 1956: Highway Patrol (TV-Serie)
- 1956: The First Travelling Saleslady
- 1956: Noch heute sollst du hängen (ungenannt)
- 1956: Klar Schiff zum Gefecht (ungenannt)
- 1956: Im wilden Westen (TV-Serie)
- 1957: West Point (TV-Serie)
- 1957: Verschollen in Japan (ungenannt)
- 1958: Lafayette Escadrille
- 1958: Navy Log (TV-Serie)
- 1958: Ambush At Cimarron Pass
- 1959: Cowboys (TV-Serie)
- 1959: Maverick (TV-Serie)
- 1964: Für eine handvoll Dollar
- 1965: Für ein paar Dollar mehr
- 1966: Zwei glorreiche Halunken
- 1966: Hexen von heute
- 1967: Hängt ihn höher
- 1967: Maledetto Gringo
- 1968: Coogans großer Bluff
- 1968: Agenten sterben einsam
- 1969: Westwärts zieht der Wind (auch Sänger)
- 1969: Stoßtrupp Gold
- 1970: Ein Fressen für die Geier
- 1970: Betrogen
- 1971: The Beguiled: The Storyteller (nur Regie)
- 1971: Sadistico (auch Regie)
- 1971: Dirty Harry
- 1972: Sinola
- 1972: Ein Fremder ohne Namen (auch Regie)
- 1973: Begegnungen am Vormittag (auch Regie)
- 1973: Dirty Harry II - Callahan
- 1974: Den Letzten beißen die Hunde
- 1975: Im Auftrag des Drachen (auch Regie)
- 1976: Der Texaner
- (auch Regie)
- 1976: Dirty Harry III - Der Unerbittliche
- 1977: Der Mann, der niemals aufgibt
- (auch Regie)
- 1978: Der Mann aus San Fernando
- 1979: Flucht von Alcatraz
- 1980: Bronco Billy (auch Regie, Sänger)
- 1980: Mit Vollgas nach San Fernando (auch Sänger)
- 1982: Honkytonk Man (auch Regie, Produzent, Sänger)
- 1982: Firefox
- (auch Regie, Produzent)
- 1983: Dirty Harry IV - Dirty Harry kommt zurück (auch Regie, Produzent)
- 1984: Der Wolf hetzt die Meute (auch Produzent)
- 1984: City Heat - Der Bulle und der Schnüffler (auch Musik)
- 1985: Pale Rider - Der namenlose Reiter (auch Regie, Produzent)
- 1985: Unglaubliche Geschichten (TV-Serie) - Staffel 1, Vol. 1
- (nur Regie)
- 1986: Heartbreak Ridge
- (auch Regie, Produzent, Musik)
- 1988: Bird (auch Regie, Produzent)
- 1988: Dirty Harry 5 - Das Todesspiel
- 1988: Thelonious Monk - Eine Jazzlegende (nur Ex.Produzent)
- 1989: Weißer Jäger - schwarzes Herz (auch Regie, Produzent)
- 1989: Pink Cadillac
- 1990: The Rookie - Der Anfänger (auch Regie)
- 1992: Erbarmungslos
- (auch Regie, Produzent, Musik)
- 1993: In the Line of Fire - Die zweite Chance
- 1993: Perfect World
- (auch Regie, Produzent, Musik)
- 1995: Die Brücken am Fluss
- (auch Regie, Produzent, Musik)
- 1995: Der wunderliche Mr. Cox (nur Produzent)
- 1997: Absolute Power
- (auch Regie, Produzent, Musik)
- 1997: Mitternacht im Garten von Gut und Böse
- (nur Regie, Produzent)
- 1997: Qui (nur Musik)
- 1999: Ein wahres Verbrechen (auch Regie, Produzent, Musik)
- 2000: Space Cowboys
- (auch Regie, Produzent, Musik)
- 2002: Blood Work
- (auch Regie, Produzent)
- 2003: Mystic River
- (nur Regie, Produzent, Musik)
- 2003: The Blues (TV-Serie) (nur Regie)
- 2005: Million Dollar Baby
- (auch Regie, Produzent, Musik)
- 2005: Budd Boetticher: An American Original (TV) (nur Ex.Produzent)
- 2005: Budd Boetticher: A Man Can Do That (TV) (nur Ex.Produzent)
- 2006: Lamps before the Wind (nur Regie, Produzent)
- 2006: The Wire (TV-Serie) (nur Sänger)
- 2007: Flags of Our Fathers
- (nur Regie, Produzent, Musik)
- 2007: Letters from Iwo Jima
- (nur Regie, Produzent)
- 2007: Tony Bennett: The Music Never Ends (nur Produzent)
- 2008: Grace is Gone
- (nur Musik)
- 2008: You Must Remember This: The Warner Bros. Story (nur Ex. Produzent)
- 2009: Der fremde Sohn
- (nur Regie, Produzent, Musik)
- 2009: Gran Torino
- (auch Regie, Produzent, Musik)
- 2010: Invictus - Unbezwungen
- (nur Regie, Produzent)
- 2010: Dave Brubeck: In His Own Sweet Way (TV) (nur Ex.Produzent)
- 2011: Hereafter - Das Leben danach
- (nur Regie, Produzent)
- 2012: J. Edgar
- (nur Regie, Produzent)
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
2003: Bester Film - Drama: Mystic River
2003: Beste Regie: Mystic River
2004: Bester Film - Drama: Million Dollar Baby
2004: Beste Musik: Million Dollar Baby
2006: Beste Regie: Flags of our Fathers
2007: Beste Musik: Grace is Gone
2007: Bester Song: Grace is Gone ("Grace is Gone")
2008: Bester Song: Gran Torino ("Gran Torino")
2008: Beste Musik: Der fremde Sohn
2009: Beste Regie: Invictus - Unbezwungen
Gewonnene Golden Globes:
1988: Beste Regie: Bird
1992: Beste Regie: Erbarmungslos
2004: Beste Regie: Million Dollar Baby
2006: Beste Regie: Letters from Iwo Jima
OSCAR Nominierungen:
1992: Bester Hauptdarsteller: Erbarmungslos
2003: Beste Regie: Mystic River
2003: Bester Film: Mystic River
2004: Bester Hauptdarsteller: Million Dollar Baby
2006: Bester Film: Letters from Iwo Jima
2006: Beste Regie: Letters from Iwo Jima
Gewonnene OSCARs:
1992: Bester Film: Erbarmungslos
1992: Beste Regie: Erbarmungslos
2004: Bester Film: Million Dollar Baby
2004: Beste Regie: Million Dollar Baby