Susan Hayward †

Edythe Marrenner

ist bekannt durch
  • Kekse

Biographie

Susan Hayward © unbekannt

Geboren am
Gestorben am:
30.6.1917
14.03.1975
in Brooklyn, New York, USA
Hollywood, Kalifornien, USA
Autor Thomas Ays

"Ich habe mich selbst nie als einen Filmstar betrachtet. Ich bin ein arbeitendes Mädchen. Ein arbeitendes Mädchen, das sich seinen Weg nach oben erarbeitet - und dabei nie fällt."
Das rote, wallende Haar war das Markenzeichen von Hollywood-Schauspielerin und OSCAR-Preisträgerin Susan Hayward. Das und die markanten Rollen, die sie spielte und für die sie die Traumfabrik liebte. Sie selbst galt eher als nüchtern und ließ sich von der Magie um Hollywood nur selten einspannen. Sie kam von ganz unten – und kämpfte sich nach oben. Kein Mythos – sondern Überlebenswille.

"Mein Leben ist ein Fairgame für jedermann. Ich verbrachte eine unglückliche, mittellose Kindheit in Brooklyn, und ich musste meinen Weg in einer Stadt namens Hollywood erkämpfen, wo es die Menschen lieben, einen zu Tode zu trampeln. Ich kann mich nicht entspannen, weil ich nicht weiß, wie das geht. Ich will es auch gar nicht wissen. Das Leben ist zu kurz, um zu entspannen."
1917 wurde Edythe Marrenner in Brooklyn geboren. Erst später sollte aus dem kleinen Mädchen der Filmstar Susan Hayward werden. In Zeiten, in denen die Studios entschieden, wer man als Schauspielerin war und welches Image man zu pflegen hatte, hatte man sich zu fügen, wenn man etwas werden wollte. Sie selbst ließ in Interviews nie einen Zweifel daran, wie schlimm ihre Kindheit und auch die Zeit in Hollywood für sie gewesen war. Sie war hier um zu arbeiten. Nicht um kreativ zu sein, nicht um jemand zu werden, nicht um angehimmelt zu werden. Sie wollte genug Geld haben, um davon leben zu können. All das, was sie als Kind nie hatte und was sie unendlich traurig werden ließ.

"Ich lernte schon sehr früh, dass Leben Kampf bedeutet. Meine Familie war arm, meine Nachbarschaft war arm. Die einzige Möglichkeit für mich, dem zu entfliehen war zu dieser Zeit die Arbeit beim Film. Hier entschied ich, dass mein großes Ziel Geld verdienen heißt. Und es war auch hier, wo ich zu einer sehr entschlossenen Frau wurde."
1937 gab Susan Hayward in „Hollywood Hotel“ ihr Leinwanddebüt. Bis 1938 war sie immer ungenannt in Filmen vertreten, der Film „Beau Geste“ mit Gary Cooper und Ray Milland sollte dies jedoch langsam ändern. Hier spielte sie die weibliche Nebenrolle und konnte so, einen Fuß vor den anderen setzend, die Karriereleiter emporklimmen. In „Our Leading Citizen“ (1939) ergatterte sie schon die weibliche Hauptrolle und begeisterte Kritiker und Publikum gleichermaßen. 1947 heimste sie für ihre Rolle in „Smash-Up: The Story of a Woman” ihre erste OSCAR-Nominierung als beste Schauspielerin ein. Es war vollbracht. Das kleine Mädchen aus Brooklyn war im Hollywood-Olymp angekommen – und sie ließ sich nicht wieder vertreiben.
Zwei Jahre später gab es für „Mein dummes Herz“ die nächste OSCAR-Nominierung in der Kategorie beste weibliche Hauptrolle, und auch für „With a Song in My Heart“ wurde sie für den Goldjungen vorgeschlagen. Dreimal nominiert – dreimal leer ausgegangen. 1953 verlor sie gegen Shirley Booth, 1950 gegen Olivia de Havilland und 1948 gegen Loretta Young. 1955 kam schon die nächste Chance für Susan Hayward. Für ihre Leistungen in „I'll Cry Tomorrow“ wurde sie erneut für den OSCAR nominiert – und verlor gegen Anna Magnani. Es schien, als würde sie den Goldjungen in ihrer erfolgreichen Karriere nicht mehr in Händen halten. 1958 spielte sie jedoch in „Lasst mich leben!“ die Rolle der Barbara Graham derart überzeugend, dass die Academy gar nicht mehr anders konnte, als ihr den OSCAR zu verleihen. Sie stach in diesem Jahr Kolleginnen, wie Deborah Kerr, Shirley MacLaine und Elizabeth Taylor aus. Vollkommen zu Recht. Hayward brillierte in „Lasst mich leben!“ mit einer eindrucksvollen Performance, einer so genannten „One Woman Show“.
Nach dem Gewinn des wichtigsten Filmpreises der Welt spielte Susan Hayward weiter in großen Hollywoodproduktionen – bis zum Tag der Diagnose: Gehirntumor. Die Schauspielerin erkrankte schwer und starb schließlich 1975, im Alter von nur 57 Jahren in Hollywood. Die Aktrice soll beim Dreh zu „The Conqueror“ mit radioaktivem Material in Berührung gekommen und eine gefährlich hohe Strahlung abbekommen haben. Alle ihre Kollegen, John Wayne, Agnes Moorehead, John Hoyt, Pedro Armendáriz und selbst Regisseur Dick Powell starben an Formen von Krebs. Dieser Fall gilt bis heute als Skandal.

"Wenn du tot bist, bist du tot. Niemand wird sich an mich erinnern, wenn ich tot bin. Vielleicht werden dies ein paar Freunde liebevoll tun. Dass man sich an mich erinnert, ist auch nicht das Wichtigste; was du tust, während du lebst, ist entscheidend."
1944 heiratete Susan Hayward den Schauspieler Jess Barker. Mit ihm bekam sie zwei Kinder, die Zwillinge Timothy und Gregory (*1945). Die Ehe wurde 1954 nach einem echten Rosenkrieg geschieden. Der Streit um das Sorgerecht der Kinder gipfelte in einem Selbstmordversuch von Susan Hayward.
Drei Jahre später ehelichte sie den Rancher Floyd Eaton Chalkley, mit dem sie bis zu dessen Tod 1966 verheiratet blieb. Die Ehe galt als glücklich und Susan verkraftete den Tod ihres Mannes fast nicht. Sie verließ Hollywood umgehend und kehrte erst 1971 zurück.


Filmographie Susan Hayward

  • 1937: Hollywood Hotel (ungenannt)
  • 1938: The Amazing Dr. Clitterhouse
  • 1938: Campus Cinderella (ungenannt)
  • 1938: The Sisters (ungenannt)
  • 1938: Girls on Probation
  • 1938: Comet Over Broadway (ungenannt)
  • 1939: Beau Geste
  • 1939: Our Leading Citizen
  • 1939: $1000 a Touchdown
  • 1941: Adam hatte vier Söhne
  • 1941: Sis Hopkins
  • 1941: Zum Leben verdammt
  • 1942: Reap the Wild Wind
  • 1942: Paramount Victory Short No. T2-1: A Letter from Bataan
  • 1942: The Forest Rangers
  • 1942: Meine Frau, die Hexe
  • 1942: Star Spangled Rhythm
  • 1943: Young and Willing
  • 1943: Hit Parade of 1943
  • 1943: Jack London
  • 1944: The Fighting Seabees
  • 1944: Skirmish on the Home Front
  • 1944: The Hairy Ape
  • 1944: And Now Tomorrow
  • 1946: Deadline at Dawn
  • 1946: Canyon Passage
  • 1947: Smash-Up: The Story of a Woman (auch Sängerin)
  • 1947: They Won't Believe Me
  • 1947: The Lost Moment
  • 1948: Tap Roots
  • 1948: The Saxon Charm
  • 1949: Tulsa
  • 1949: House of Strangers
  • 1949: Mein dummes Herz
  • 1951: I'd Climb the Highest Mountain
  • 1951: Rawhide
  • 1951: I Can Get It for You Wholesale
  • 1951: David and Bathsheba
  • 1952: With a Song in My Heart (auch Sängerin)
  • 1952: The Snows of Kilimanjaro
  • 1952: The Lusty Men
  • 1953: The President's Lady
  • 1953: White Witch Doctor
  • 1954: Demetrius and the Gladiators
  • 1954: Garden of Evil
  • 1955: Untamed
  • 1955: Soldier of Fortune
  • 1955: I'll Cry Tomorrow (auch Sängerin)
  • 1956: The Conqueror
  • 1957: Top Secret Affair
  • 1958: Lasst mich leben!
  • 1959: Thunder in the Sun
  • 1959: Woman Obsessed
  • 1961: The Marriage-Go-Round
  • 1961: Ada
  • 1961: Back Street
  • 1962: I Thank a Fool
  • 1963: Stolen Hours
  • 1964: Where Love Has Gone
  • 1967: The Honey Pot
  • 1967: Valley of the Dolls (auch Sängerin)
  • 1972: Heat of Anger (TV)
  • 1972: The Revengers
  • 1972: Say Goodbye, Maggie Cole (TV)

Filmpreise

Gewonnene Golden Globes:
1952: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: With a Song in My Heart
1958: Beste Schauspielerin - Drama: Lasst mich leben!

OSCAR Nominierungen:
1947: Beste Schauspielerin: Smash-Up: The Story of a Woman
1949: Beste Schauspielerin: Mein dummes Herz
1952: Beste Schauspielerin: With a Song in My Heart
1955: Beste Schauspielerin: I'll Cry Tomorrow

Gewonnene OSCARs:
1958: Beste Schauspielerin: Lasst mich leben!