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Robert Gwisdek
Biographie
© rbb
| Geboren am | 19.1.1984 | in | Berlin, Deutschland | Autor | Kathrin Lang |
|---|
„Rebellion war für mich, nicht erreichbar zu sein, weder von Eltern, noch von Freunden oder der Agentur. Sieben Monate wegzufahren. So habe ich mich abgegrenzt.“
Dem deutschen Schauspieler Robert Gwisdek wurde das Talent zur Schauspielerei in die Wiege gelegt. Als Sohn des erfolgreichen Schauspielers und Regisseurs Michael Gwisdek und der ebenso erfolgreichen Schauspielerin Corinna Harfouch war sein späterer Werdegang schon früh vorprogrammiert. Weiter auch kaum verwunderlich, dass Gwisdek seine Karriere in Filmen seines Vaters und an der Seite seiner Mutter startete: bereits im zarten Alter von fünf Jahren feierte Robert sein Schauspieldebüt unter der Regie seines Vaters in dem Kinofilm „Treffen in Travers“. Auch bei seinem nächsten Kinofilm „Abschied von Agnes“ wirkte sein Vater als Regisseur mit. In beiden Filmen war Corinna Harfouch als Schauspielerin zu sehen. In etwa zur selben Zeit entdeckte der noch junge Robert Gwisdek auch die Bühne für sich – spielte einige Male am Berliner Ensemble an der Seite von Schauspielgrößen wie Martin Wuttke oder Josef Bierbichler. Ersten, größeren Erfolg im Kino feierte der Nachwuchsschauspieler 1999, als er in dem Drama „Grüne Wüste“ in der Rolle des krebskranken Johann brillierte. Drei Jahre später entschloss sich Gwisdek zu einer professionellen Ausbildung und besuchte anschließend bis 2008 die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam. In regelmäßigen Zeitabständen sahen wir ihn in diesen Jahren in unseren Lichtspielhäusern. Unter anderem agierte er in Leander Haußmanns „NVA“ (2005) und in dem durchdringenden Biopic „Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern“, in dem seine Mutter die Hauptrolle innehatte.
Der große Durchbruch gelang dem Nachwuchstalent 2008. Nachdem er für seine Rolle in dem Fernsehspielfilm „Väter, denn sie wissen nicht, was sich tut“ als bester Nachwuchsschauspieler mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, übernahm er noch im selben Jahr eine größere Rolle in Adnan Köses biografischem Drama „Lauf um dein Leben – Vom Junkie zum Ironman“ an der Seite von Max Riemelt. Danach ging es für Gwisdek stetig aufwärts: nachdem er Anfang 2008 in der überzeugenden Komödie „13 Semester“ eine größere Rolle ergattern konnte, sahen wir ihn anschließend in der männlichen Hauptrolle in dem Drama „Renn, wenn Du kannst“. Nach einer Nebenrolle in der TV-Romanverfilmung „Neue Vahr Süd“, sahen wir ihn 2011 in zwei Folgen beim „Tatort“. Außerdem versuchte er sich in dem Jahr für den Kurzfilm „Das Heimweh der Feldforscher“ erstmals auch als Regisseur und Produzent. Der nächste Kinofilm ist für Robert Gwisdek derzeit erst wieder für 2013 angekündigt, wenn „The Week“ mit Sebastian Koch und Katja Riemann in unseren Kinos starten soll.
Privat ist Robert Gwisdek ein leidenschaftlicher Weltenbummler. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagte Gwisdek dazu 2010: „Als Schauspieler stellt man das Leben oft nur dar, kopiert oder abstrahiert es. Ich will es aber auch untersuchen. Sonst bin ich nur damit beschäftigt, etwas nachzuahmen.“
Filmographie Robert Gwisdek
- 1988: Treffen in Travers
- 1994: Abschied von Agnes
- 1996: Irren ist männlich
- 1999: Grüne Wüste
- 1999: Sturmzeit (TV-Serie)
- 2005: Der Brand
- 2005: Donna Leon (TV-Serie)
- 2005: Durch diese Nacht sehe ich keinen einzigen Stern
- 2005: NVA
- 2006: Firn
- 2006: Väter - Denn sie wissen nicht was sich tut (TV)
- 2007: Berliner Reigen
- 2007: Die Todesautomatik (TV)
- 2008: Kommissar Stolberg (TV-Serie)
- 2008: Laufe um dein Leben - Vom Junkie zum Ironman
- 2009: 13 Semester
- 2009: Armee der Stille - La Isla Bonita
- 2009: Faust. Der Tragödie erster Teil
- 2009: Mensch Kotschie
- 2010: Die Prinzessin auf der Erbse (TV)
- 2010: Neue Vahr Süd (TV)
- 2010: Renn, wenn Du kannst
- 2010: Tod einer Schülerin (TV)
- 2011: Kasimir und Karoline (TV)
- 2011: Tatort - Heimatfront (TV)
- 2011: Tatort - Mauerpark (TV)
- 2011: Das Heimweh der Feldforscher (nur Regie, Produzent, Redakteur)
- 2013: The Weekend



