Nicolas Cage

Nicholas Kim Coppola

Biographie

Nicolas Cage © Paramount Pictures

Geboren am 7.1.1964 in Long Beach, Kalifornien, USA Autor Thomas Ays

„Ich bin kein Dämon. Ich bin eine Eidechse, ein Hai, ein Wärme suchender Panther. Ich will Bob Denver auf Acid sein, während er ein Akkordeon spielt!“ Nicholas Coppola wird geboren…
Nicholas Kim Coppola wurde 1964 in Long Beach, im Sonnenstaat Kalifornien, in eine wahre Schauspieldynastie hineingeboren. Wenn man als Onkel Francis Ford Coppola hat, fällt die Berufswahl später wohl ein klein wenig leichter. Und doch wollte der junge Nicholas (damals noch mit „H“ im Namen) alles, jedoch nicht mit seiner berühmten Familie in Verbindung gebracht werden.

„Es gibt eine schmale Grenze zwischen dem ‚ Method actor’ und einem Schizophrenen!“ Von dem, der nicht sein wollte, wer er war…
Nach seinem ersten Kinofilm, „Ich glaub ich steh’ im Wald“ änderte der Comicfan seinen Nachnamen in Cage, nach dem Comiccharakter Luke Cage. Auch das „H“ im Vornamen fiel weg. Der Schauspieler Nicolas Cage war geboren – und sollte mehr als nur erfolgreich werden. Schließlich galt es, Francis Ford Coppola in den Schatten zu stellen. Tatsächlich kennen heutzutage Jugendliche eher den Namen von Mr. Cage, als den seines berühmten Onkels. Ironie des Schicksals.
1986 durfte er mit der romantischen und komischen Komödie „Peggy Sue hat geheiratet“, neben Kathleen Turner seinen Durchbruch auf der großen Leinwand feiern. Anschließend lieferte er überzeugende Leistungen in Filmen, wie „Arizona Junior“ und „Mondsüchtig“ ab.

„Hollywood wusste nicht, ob ich ein Schauspieler, eine Nuss oder einer jener verrückten Figuren war, die ich spielte. Ich hatte ein Bild von jemandem entwickelt, der ausgefallen, andersartig und wild war.“ Der OSCAR-Preisträger.
Nach Filmen, wie “Air Borne - Flügel aus Stahl“, „2 Mio. $ Trinkgeld” und „Tess & ihr Bodyguard“, erhielt er für seine außergewöhnlichen Leistungen in „Leaving Las Vegas“ einen OSCAR als bester Hauptdarsteller. Nun konnte der Filmpreis-geadelte Schauspieler endlich richtig durchstarten. Schließlich lässt es sich mit einem Academy Award in der Tasche in Hollywood viel leichter leben.

„Ich will unterschiedliche Filme drehen. Ich will sowohl große Filme machen, die Spaß machen, als auch solche, die beleben und das Bewusstsein ansprechen.“ Nicolas Cage, der Action-Held.
Mitte der 90er Jahre wurde ein neuer Nicolas Cage geboren: der Actionstar. In gewisser Weise kann man sagen, dass es dieser Mime und frische OSCAR-Preisträger schaffte, Bruce Willis vom Action-Thron zu stoßen. 1996 startete mit „The Rock – Fels der Entscheidung“ der erste von vielen Actionfilmen mit Nicolas Cage. Dieser Streifen, in dem er neben Sean Connery zu sehen war, schlug nicht nur wie eine Bombe ein, er steht auch für eine neue Generation von Actionfilmen: intelligent gefilmt, packend inszeniert, herausragend bearbeitet. Ein Jahr später setzte Cage mit „Con Air“ nach und bewies, dass er in diesem Genre ein neues Zuhause gefunden hat. Im selben Jahr krachte er mit „Im Körper des Feindes“, neben John Travolta, in die internationalen Kinos – erneut ein echter Blockbuster und wahrer Pflichtfilm für jeden Action– und Nicolas Cage-Fan.
Anschließend wurde es mit „Stadt der Engel“, neben Meg Ryan wieder eher romantisch. Dafür wurden „Spiel auf Zeit“ und „8 mm“ gewohnt hart und schnell. Die Mischung macht’s.

„Es ist gut und wichtig, Tragödien zu drehen. Hier kann man über verschiedene Dinge in seinem Leben nachdenken, die unumstritten sind und mit denen jeder umgehen muss. Es ist jedoch genauso wichtig Filme zu machen, die unterhalten und bei denen man nicht über seine Probleme nachdenken muss.“ Der Erfolg geht weiter…
Nachdem Nicolas Cage und Angelina Jolie in „Nur noch 60 Sekunden“ einen echten Actionkracher ablieferten, war er in der tollen Komödie „Family Man“ zu sehen.
Nach den beiden Kriegsdramen „Corellis Mandoline“ und „Windtalkers“, erhielt er für seinen Part in „Adaption“ eine OSCAR-Nominierung als bester Nebendarsteller.
2004 kam er dann mit dem Popcornstreifen „Das Vermächtnis der Tempelritter“ in die Kinos und bescherte seinen Fans wieder die beste Leinwand-Unterhaltung. Nach einem Nicolas-Cage-freien-Jahr 2005 kehrte er 2006 umso anspruchsvoller in die Kinos zurück. Mit dem ebenso intelligenten wie erschütternden „Lord of War – Händler des Todes“ zeigte der Mime, wie so oft, echtes Talent in Sachen Rollenwahl. Dieser Streifen gehört noch immer absolut in unsere Zeit und trug entscheidend dazu bei, sich echte Gedanken über unsere weltpolitische Lage zu machen.
Ebenfalls 2006 kam auch „World Trade Center“ in die Kinos. Ein Jahr später wurde Cage endlich auch ein Comicheld: Mit „Ghost Rider“ konnte er zwar nicht mit großen Kollegen, wie „Batman“ oder „Spider-Man“ mithalten, machte jedoch mit diesem Streifen durchweg Spaß.
Nach „Next“ wurde es mit „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ wieder spannend, bevor er 2008, leider nur auf DVD, in „Bangkok Dangerous“ zu uns kam. 2009 spielte er in „Knowing“ die Hauptrolle, Anfang 2010 kam er, mal wieder neben Eva Mendes, in "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen" in die Kinos. Viele weitere Filme mit dem Actionhelden, OSCAR-Preisträger und Publikumsliebling sind in der Mache. Wir freuen uns auf jeden einzelnen!

„Ich erinnere mich, als ich Johnny Depp das erste Mal traf. Er war ein Gitarrenspieler aus Florida und er konnte sich überhaupt nicht vorstellen, ein Schauspieler zu sein. Ich sagte: ‚Ich glaube wirklich, dass Du ein Schauspieler bist, dass Du die Begabung besitzt!’ Zu dieser Ansicht kam ich nach nur einer Runde Monopoly, die ich mit ihm spielte. Ich schickte ihn zu meinem Agenten und ab da konnte er nun seine überaus erfolgreiche Karriere starten.“ Ohne Nicolas Cage kein Johnny Depp.
Anfang der 80er Jahre leitete Nicolas Cage also nicht nur seine eigene, sondern auch die Karriere von Johnny Depp ein.
Privat hat Cage einige Ehen erfolglos hinter sich gebracht. Mit Patricia Arquette war er von 1995 bis 2001 verheiratet, mit Lisa Marie Presley, der Tochter von Elvis, von 2002 bis 2004. Im Juli 2004 heiratete er seine dritte Frau Alice, mit der er 2005 Söhnchen Kal-el Coppola Cage bekam. Sein Sohn Weston Coppola-Cage wurde 1990 geboren, als Nicolas mit der Schauspielerin Christina Fulton zusammen war.
Außerdem hat Nic zwei Brüder: Marc Coppola (Schauspieler) und Christopher Coppola (Regisseur).


Filmographie Nicolas Cage

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1987: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Mondsüchtig
1992: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: ... aber nicht mit meiner Braut - Honeymoon In Vegas
2002: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Adaption

Gewonnene Golden Globes:
1995: Bester Schauspieler - Drama: Leaving Las Vegas

OSCAR Nominierungen:
2002: Bester Hauptdarsteller: Adaption

Gewonnene OSCARs
1995: Bester Hauptdarsteller: Leaving Las Vegas