Tim Robbins

Timothy Francis Robbins

Biographie

Tim Robbins © Sony Pictures

Geboren am 16.10.1958 in West Covina, Kalifornien, USA Autor Melanie Frommholz

”Ich bin ganz ordentlich als Regisseur und als Schauspieler, aber ich bin “Mr. Neurotisch“ als Drehbuchautor. Ich habe noch nicht genug Vertrauen in meine Fähigkeiten, um Kritik gut aufzunehmen. Ich nehme es persönlich. Starte mit ‚Es ist ein Meisterstück’ und erzähle mir dann erst was man deiner Meinung nach ändern könnte.“
„Nur“ ein Schauspieler ist der Amerikaner Tim Robbins schon lange nicht mehr. Doch damit fing alles an. Der Sohn des Country-Sängers Gil Robbins und der Schauspielerin Mary Robbins ist mittlerweile auch als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor im Haifischbecken Hollywood erfolgreich unterwegs.

Im Alter von 12 Jahren war Tim Robbins bereits Mitglied einer Theatergruppe in New York. Für das Studium ging er an die Westküste und studierte an der UCLA Theaterwissenschaften. Nach seinem Abschluss im Jahr 1981 fand er den Einstig ins Filmbusiness über TV-Rollen. Er spielte in verschiedenen Serien in einzelnen Episoden und drehe TV-Filme. 1984 gab er sein Kinodebüt mit „Toy Soldiers“. 1986 waren in „Top Gun - Sie fürchten weder Tod noch Teufel“ noch Tom Cruise und Val Kilmer die Stars, doch nur zwei Jahre später bescherte Tim Robbins der Streifen „Annies Männer“ den endgültigen Durchbruch. Zusammen mit Kevin Costner buhlte er um die Aufmerksamkeit von Annie alias Susan Sarandon und eroberte die Herzen der Kinogänger.

Die folgenden Jahre zeigten uns einen Tim Robbins, der in den unterschiedlichsten Rollen zu überzeugen wusste. Der Mann der vielen Gesichter war der schüchterne Automechaniker in „I.Q. - Liebe ist relativ“, ein Sträfling auf der Flucht in „Die Verurteilten“ oder der undurchsichtige Nachbar in „Arlington Road“. 1992 konnte er als „The Player“ Griffin Mill einen Golden Globe als bester Schauspieler Musical/Comedy mit nach Hause nehmen. Hinter der Kamera waren die 90er Jahre nicht minder erfolgreich für den Amerikaner. Bereits sein Regie- und Drehbuchdebüt „Bob Roberts“ 1992 in dem er auch die Hauptrolle spielte (und dafür für einen Golden Globe nominiert wurde) wurde bei der Kritik positiv aufgenommen. 1995 klopfte Tim Robbins jedoch laut an den Olymp der Filmschaffenden an: Sein Film „Dead Man Walking“ bei dem er sich für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnete und auch als Produzent fungierte brachte ihm eine OSCAR-Nominierung für die beste Regie und seiner Lebensgefährtin Susan Sarandon den OSCAR als beste Hauptdarstellerin. Zusätzlich durfte sich Robbins über eine Globe-Nominierung für das beste Drehbuch freuen.

Auch das neue Jahrtausend war Tim Robbins wohl gesonnen. Nach wie vor überzeugte er durch eine facettenreiche Rollenauswahl. So sahen wir ihn in Brian De Palmas "Mission to Mars" als Commander, in der Komödie „Human Nature - Die Krone der Schöpfung“ als Wissenschaftler, oder 2003 in Michael Winterbottoms düsterer Zukunftsvision „Code 46“ als Cop, der die Regeln bricht. Das Jahr 2003 verbinden Tim Robbins-Fans jedoch mit einem anderen Film: Der Mime gehörte zum grandiosen Cast des Clint Eatswood-Thrillers „Mystic River“. Als Dave Boyle zeigte der Schauspieler die ganze Kraft, die in ihm steckt und wurde dafür absolut zu recht mit dem OSCAR für die beste Nebenrolle geehrt. 2005 gab er in der Verfilmung des Orson Wells Klassikers „Krieg der Welten“ eine schaurig-gute Darbietung als Harlan Ogilvy. „Das geheime Leben der Worte“ zeigte uns Tim Robbins dann von seiner einfühlsamen Seite. In „Catch a Fire“ gab er anschließend den brutalen Sonderermittler Nic Vos. Seither ist Tim Robbins auf den deutschen Leinwänden rar. Die Komödie „Noise“ aus dem Jahr 2007 schaffte bei uns nur den DVD-Start. Ebenso erging es „City of Ember - Flucht aus der Dunkelheit“ 2008. 2009 realisierte Tom Robbins als Regisseur den TV-Film „Possible Side Effects“. Für 2011 stand der Comic-Streifen "Green Lantern" auf dem Programm.

Tim Robbins ist seit „Annies Männer“ 1988 mit der Schauspielerin Susan Sarandon zusammen. Mit ihr hat er 2 Kinder, Miles Guthrie (*1992) und Jack Henry (*1989). Zusammen mit ihr gehörte er zu den Künstlern, die sich gegen den Irak Krieg von Georg W. Bush stark machten.


Filmographie Tim Robbins

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1992: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Bob Roberts
1995: Bestes Drehbuch: Dead Man Walking

Gewonnene Golden Globes:
1992: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: The Player
2003: Bester Nebendarsteller: Mystic River

OSCAR Nominierungen:
1995: Beste Regie: Dead Man Walking

Gewonnene OSCARs:
2003: Bester Nebendarsteller: Mystic River