Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 16.2.
- Der Ruf der Wale
- 16.2.
- Extrem laut und unglaublich...
- 16.2.
- Gefährten
- 16.2.
- Yoko
- 23.2.
- Ghost Rider: Spirit of Ven...
- 23.2.
- Glück
- 23.2.
- In the Land of Blood and...
- 23.2.
- Safe House
- 23.2.
- Young Adult
- Zu den Kinostarts
Moviesection.de unterstützt PETA
Holly Hunter
Holly P. Hunter
Biographie
© Columbia TriStar
| Geboren am | 2.2.1958 | in | Conyers, Georgia, USA | Autor | Stefanie Rufle |
|---|
„Ich fühle mich immer als Anwältin meines jeweiligen Charakters – mehr als irgendjemand anders am Set, inklusive des Regisseurs. Irgendwie bin ich dort, um meinen Charakter zu beschützen.“
Aus diesem Ausspruch Holly Hunters spricht eine ganz tiefe Leidenschaft zu ihrem Beruf, die man in ihrem Spiel auch immer ganz deutlich spüren und sehen kann. Die Schauspielerin verfügt über eine unglaubliche Präsenz und erweckt mit ihrer exzentrischen und eindringlichen Spielweise immer wieder große Aufmerksamkeit. Zu ihren bisher größten Rollen zählt ohne Zweifel die der stummen Ada in Jane Campions „Das Piano“ (1993), für die sie einen OSCAR als Beste Hauptdarstellerin erhielt. Doch scheint auf der anderen Seite Bescheidenheit nicht unbedingt zu den Tugenden der Mimin zu zählen, war sie doch die erste Wahl für die weibliche Hauptrolle in „Besser gehts nicht“ (1997) neben Jack Nicholson gewesen, verlangte aber eine derart hohe Gage, dass schließlich Helen Hunt die Rolle bekam.
Die am 20. März 1958 in Conyers als jüngste von sieben Kindern geborene Holly Hunter hatte das große Glück, dass ihre Eltern auf das Talent der Tochter vertrauten. Ihren ersten Auftritt hatte sie als Helen Keller auf der Schulbühne. Nach ihrem Schulabschluss studierte Holly Schauspiel an der Carnegie-Mellon University in Pittsburgh und ging dann 1980 nach New York. Dort lernte sie die Bühnenautorin Beth Henley kennen und spielte in einigen ihrer Stücke. Ihr Broadway-Debüt hatte die junge Schauspielerin 1982 in dem Stück „Crimes of the Heart“, wo die Coen-Brüder auf sie aufmerksam wurden. Sie wollten Holly unbedingt für ihren Film „Blood Simple“ (1984) engagieren, die sich aber schon für ein neues Bühnenstück verpflichtet hatte. Sie lud die Brüder aber zu sich nach Hause ein, was zur Folge hatte, dass Hollys Mitbewohnerin Frances McDormand die Rolle bekam – und schließlich sogar noch Joel Coen heiratete. Hollys Stimme ist im Film aber auf einem Anrufbeantworter zu hören. Drei Jahre später sollte die Zusammenarbeit der Hunter mit den Coen-Brüdern dann aber endlich wahr werden. Holly, die nach ihrem Kinodebüt „Brennende Rache“ (1981) einige kleinere Rollen bekommen hatte, sagte dazu:
„Joel und Ethan hatten das Drehbuch zu „Arizona Junior“ gerade fertig gestellt und baten mich, es zu lesen. Sie sagten, sie hätten diese Rolle extra für mich geschrieben und fragten an, ob ich interessiert sei, sie zu spielen. Tja, das war der Beginn meiner Filmkarriere.“
Noch im selben Jahr wurde Holly Hunter als Beste Hauptdarstellerin in „Nachrichtenfieber“ (1987) für den OSCAR nominiert. Nach einigen eher kleinen Rollen sollte dann 1993 ein ganz besonderes Jahr für die Mimin werden. Für ihre Rolle in „Die Firma“ (1993) wurde sie erneut für den OSCAR nominiert und durfte die Trophäe dann für ihre herausragende Leistung in „Das Piano“ (1993) mit nach Hause nehmen. Holly, die seit ihrem neunten Lebensjahr Klavier spielt, spielte die Klaviermusik in dem Film übrigens selbst. Neben Sigourney Weaver war die Hunter in „Copykill“ (1995) zu sehen und zwei Jahre später bewies sie in „Lebe lieber ungewöhnlich“ (1997) ihr Können. Eine erneute Zusammenarbeit mit den Gebrüdern Coen gab es dann im Film „O Brother, Where Are Thou?“ (2000). Für ihre beachtliche Leistung in „Dreizehn“ (2003) wurde die Hunter erneut für den OSCAR nominiert und 2006 durften wir sie dann neben Robin Williams in „The Big White – Immer Ärger mit Raymond“ (2006) bewundern.
Die nur 1,57 Meter große Holly Hunter war von 1995 bis 2001 mit Janusz Kaminski verheiratet und bekam 2007 zusammen mit ihrem Lebensgefährten Gordon MacDonald Zwillinge. Die Mimin, zu deren Lieblingsfilmen „Der Himmel über Berlin“ zählt, hat seit 2008 ihren eigenen Stern auf Hollywoods Walk of Fame und gründete 1996 das „Loretta Theater“ in Santa Monica. Über ihren Beruf sagte sie einmal:
„Schauspieler sind Bettler und Zigeuner, das ist einfach so. In vielerlei Hinsicht nehme ich, was ich kriegen kann. Aber natürlich bin ich immer auf der Suche nach einem Stoff, der mich wirklich interessiert."
Filmographie Holly Hunter
- 1981: Brennende Rache
- 1983: Svengali (TV)
- 1983: An Uncommon Love
- 1984: With Intent to Kill (TV)
- 1984: Swing Shift - Liebe auf Zeit
- 1984: Blood Simple - Eine mörderische Nacht (ungenannt) (nur Stimme)
- 1987: Arizona Junior
- (auch Sängerin)
- 1987: Ein Aufstand alter Männer
- 1987: Mit Volldampf nach Chicago
- 1988: Nachrichtenfieber - Broadcast News
- 1989: Miss Firecracker
- 1989: Roe vs. Wade (TV)
- 1989: Einfach affig
- 1989: Always
- 1991: Ein charmantes Ekel
- 1992: Verrückt vor Liebe (TV)
- 1993: The Positively True Adventures of the Alleged Texas Cheerleader-Murdering Mom (TV)
- 1993: Das Piano
- 1993: Die Firma
- 1995: Copykill
- 1995: Familienfest und andere Schwierigkeiten
- 1996: Crash
- 1997: Lebe lieber ungewöhnlich
- 1998: Wachgeküsst
- 1999: Jesus' Son
- 2000: Gefühle, die man sieht
- 2000: Woman Wanted
- 2000: Timecode
- 2000: O Brother, Where Art Thou?
- 2000: Zeit der Gerechtigkeit (TV)
- 2001: The American Experience (TV-Serie)
- 2001: When Billie Beat Bobby (TV) (auch Co-Ex.Produzentin)
- 2001: Abraham and Mary Lincoln: A House Divided (TV Serie) (nur Stimme)
- 2002: Moonlight Mile
- 2003: Levity
- 2003: Dreizehn
- (auch Ex.Produzentin)
- 2004: Die Ex-Freundinnen meines Freundes
- 2004: Die Unglaublichen - The Incredibles
- (nur Stimme)
- 2005: Nine Lives
- 2006: The Big White - Immer Ärger mit Raymond
- 2007: Saving Grace (TV-Serie) (auch Sängerin und Ex.Produzentin)
- 2012: Steel Town
- 2012: Romeo and Juliet
Filmpreise
Golden Globe Nominierungen:
1987: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Nachrichtenfieber
2003: Beste Nebendarstellerin: Dreizehn
Gewonnene Golden Globes:
1993: Beste Schauspielerin - Drama: Das Piano
OSCAR Nominierungen:
1987: Beste Hauptdarstellerin: Nachichtenfieber
1993: Beste Nebendarstellerin: Die Firma
2003: Beste Nebendarstellerin: Dreizehn
Gewonnene OSCARs
1993: Beste Hauptdarstellerin: Das Piano