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Hugh Jackman

Hugh Michael Jackman

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Biographie

Hugh Jackman © Warner Bros. Pictures

Geboren am 12.10.1968 in Sydney, New South Wales, Australien Autor Stefanie Rufle

„Ich liebe die Schauspielerei. Sie ist eine wunderbare Kunst, vor der ich großen Respekt habe. Aber ich glaube nicht, dass es eine größere Herausforderung ist, Schauspieler zu sein, als Achtjährige zu unterrichten oder irgendeinen anderen Beruf auszuüben. Ich versuche, der Schauspielerei in meinem Leben nicht zu viel Gewicht zu geben und hoffe einfach, dass das auf die Leute um mich herum abfärbt.“ (Hugh Jackman)
Diese Worte klingen ganz nach einem durch und durch bodenständigen Mann, und wenn man hört, dass Hugh Jackman eine Rolle in der australischen Kultserie „Neighbours“ ablehnte, um stattdessen zur Schauspielschule zu gehen, kann man davon ausgehen, dass er in der Tat dazu neigt, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben.

Hugh Jackman wurde am 12. Oktober 1968 als jüngstes von fünf Kindern britischer Eltern geboren. Als Hugh gerade mal acht Jahre alt war, verließ seine Mutter die Familie und ging nach England zurück. Von da an zog der Vater ganz allein seine fünf Kinder groß. Hugh studierte zunächst Journalismus an der University of Technology in Sydney, wo er schon verschiedentlich Schauspielkurse belegte. Nach seinem Abschluss besuchte er die Western Australian Academy of Performing Arts, um sich von nun an ganz der Schauspielerei zu widmen. Nachdem er 1994 sein Studium beendet hatte, bekam er schon kurze Zeit später seine erste Rolle in der Fernsehserie „Correlli“ (1995) angeboten. Während der Dreharbeiten lernte er seine spätere Ehefrau Deborra-Lee Furness kennen, mit der er heute zwei Adoptivkinder hat. Wegen seiner großartigen Stimme bekam Jackman die Hauptrolle im australischen Musical „The Beauty and the Beast“ und später in „Sunset Boulevard“ – beide Rollen brachten ihm den australischen MO Award, dem Pendant zum Tony Award, als bester Musical-Darsteller ein. Es folgten viele weitere Bühnen- und TV-Rollen, und die Rolle des Curly im Musical „Oklahoma!“, das 1998/1999 am Londoner Nationaltheater uraufgeführt wurde, verhalf dem gut aussehenden Mimen zu internationaler Bekanntheit. Im Jahr 1999 wurde „Oklahoma!“ (1999) dann auch verfilmt.

Sein Kinodebüt hatte Hugh Jackman allerdings schon 1998 in der Liebeskomödie „Trucker mit Herz“ (1998). Für seinen nächsten Film, das Drama „Erskineville Kings“ (1999) wurde er für den AFI Award, den australischen OSCAR, nominiert und erhielt den Preis der australischen Kritiker als Bester Darsteller. Den internationalen Durchbruch auf der Leinwand hatte der Schauspieler dann mit der Rolle des Wolverine in der Comic-Verfilmung „X-Men“ (2000). Eigentlich hätte Dougray Scott den Wolverine spielen sollen, da die Dreharbeiten zu „Mission: Impossible II“ allerdings zwei Monate länger dauerten, als eigentlich geplant, durfte Hugh ganz kurzfristig einspringen. Jackman achtet nach eigener Aussage ganz bewusst auf eine große Vielfalt in seiner Rollenauswahl – was an seinen folgenden Filmen ganz deutlich zu sehen ist. Er spielte den romantischen Helden in der Liebesgeschichte „Kate und Leopold“ (2001), war neben John Travolta im Thriller „Passwort Swordfish“ (2001) zu sehen und als undurchsichtiger Magier in „Prestige – Die Meister der Magie“ (2007). Doch am bekanntesten machte den australischen Mimen ganz eindeutig die Rolle des Wolverine, den er auch in den Filmen „X-Men 2“ (2003), „X-Men: Der letzte Widerstand“ (2006) und "X-Men Origins: Wolverine" (2009) spielte. „X-Men: Der letzte Widerstand“ wurde übrigens, genauso wie das Wolverine Spin-Off in Jackmans eigener Filmfirma „Seed Productions“ produziert, die er zusammen mit Jack Palermo gegründet hat. Über den Wolverine sagte Jackman einmal:
„Jetzt treffe ich überall Leute, die farbige Wolverine-Tattoos“ auf dem Rücken haben. Zum Glück habe ich meine Sache gut gemacht, denn wenn nicht, würden sie mich auf der Strasse anspucken.“

Einen erneuten Bühnenauftritt hatte Hugh 2003 und 2004 als Peter Allen im Musical „The Boy from Oz“, für den er den Tony Award als Bester Hauptdarsteller erhielt. Doch auch als Entertainer fungiert Jackman regelmäßig, so moderierte er etwa 2003, 2004 und 2005 die Verleihung der Tony Awards und ist immer wieder als Gast in Fernsehsendungen vertreten. Angeblich war Hugh einer der Favoriten für die Rolle des Harvey Dent in „The Dark Knight“ (2008), die ja dann Aaron Eckhart bekam. Der blendend aussehende Mime wurde 2008 vom „People“ Magazin zum „Sexiest Man Alive“ gekürt und verwies damit Daniel Craig auf Platz zwei. Mit "Real Steel" (2011) bewies Jackman einmal mehr seine Talente im Action-Bereich, und im Jahr darauf lieh er seine Stimme der Originalversion des Animationsabenteuers "Die Hüter des Lichts" (2012). 2013 sollte dann das Jahr werden, das dem australischen Mimen seine erste OSCAR Nominierung einbrachte: Im Drama "Les Misérables" (2013), Tom Hoopers Adaption von Victor Hugos gleichnamigem Roman, durfte er das Publikum als ehemaliger Häftling Jean Valjean erneut von seiner Stimmgewalt überzeugen. Er stand mit namhaften Schauspielern wie Russell Crowe, Anne Hathaway, Sacha Baron Cohen, Helena Bonham Carter, Amanda Seyfried und Eddie Redmayn vor der Kamera und wurde für seine Darstellung mit einer OSCAR Nominierung als Bester Hauptdarsteller belohnt. Außerdem durfte Jackman für diese Rolle seinen ersten Golden Globe als bester Schauspieler entgegennehmen. Für die prominent besetzte Komödie "Movie 43" (2013) reihte sich der Australier in eine beeindruckende Darstellerriege ein und durfte die bezaubernde Kate Winslet daten.


Filmographie Hugh Jackman

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
2001: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Kate & Leopold

Gewonnene Golden Globes:
2012: Bester Schauspieler - Musical / Comedy: Les Misérables

OSCAR Nominierungen:
2012: Bester Hauptdarsteller: Les Misérables