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Robert Redford

Charles Robert Redford Jr.

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Biographie

Robert Redford © Buena Vista International

Geboren am 18.8.1937 in Santa Monica, Kalifornien, USA Autor Stefanie Rufle

„Mein ganzes Leben lang habe ich mich schuldig gefühlt, weil ich immer diesen Unterschied spürte zwischen der Art, wie ich aussah und der, wie ich in meinem Inneren fühlte.“ (Robert Redford)
Robert Redford – blendendes Aussehen, blaue Augen, blonde Haare und ein strahlendes Lächeln – das personifizierte Sexsymbol eben. Und dann ein solcher Ausspruch. Doch wenn man genauer darüber nachdenkt, kann man sich sehr wohl vorstellen, dass dieses perfekte Äußere auch ein Fluch sein kann, denn oft wirkt Robert Redford vor allem in älteren Filmen fast schon zu schön und edel. Vor allem zu Beginn seiner Karriere galt Redford ausschließlich als gut aussehend – wie sich das auf die Rollenangebote auswirkte, kann man sich vorstellen. Mittlerweile gilt Robert Redford, der 2002 den Ehren-OSCAR für sein Lebenswerk erhielt, als eine der Kino-Ikonen schlechthin, und man verbindet seinen Namen mit Kultfilmen wie „Der Clou“, „Die Unbestechlichen“, „Der elektrische Reiter“, „Jenseits von Afrika“ oder „Der große Gatsby“. Als Schauspieler, Produzent und Regisseur ist er aus dem amerikanischen Kino nicht mehr wegzudenken.

Charles Robert Redford Jr. wurde am 18. August 1936 in Santa Monica geboren. Der Sohn von Martha und Charles Robert Redford wuchs zusammen mit seinem Bruder William in einfachen Verhältnissen auf. Nach der Highschool bekam Robert ein Baseball-Stipendium der University of Colorado – das war 1955, dem Jahr, in dem er seine Mutter verlor. Durch den Tod der Mutter litten seine sportlichen und schulischen Leistungen zusehends und er suchte mehr und mehr Trost im Alkohol, was schließlich zum Verlust seines Stipendiums führte. Von nun an hielt Robert sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und ging dann nach Paris und Florenz. In Florenz besuchte er mehrere Kunstschulen und arbeitete als Straßenmaler – das Künstlerleben schien ihn zu faszinieren. 1958 kehrte Robert zurück in die USA und studierte am New Yorker Pratt Institute Theaterdesign. Auf Anraten eines Lehrers besuchte er ab 1959 die American Academy of Dramatic Arts – seine Leidenschaft für die Schauspielerei war geweckt! Seine ersten Rollen erhielt der Mime in den Broadway-Produktionen „Tall Story“ und „Little Moon of Alban“. Nebenbei spielte er auch in diversen Fernsehserien wie etwa „Maverick“ (1960), „Tate“ (1960) oder „Route 66“ (1961). Sein Leinwanddebüt hatte Redford in „Hinter feindlichen Linien“ (1962), doch trotz seiner großen Erfolge auf der Bühne, wollte die Filmkarriere des Robert Redford nicht so recht in die Gänge kommen. Bis ins Jahr 1966 konnte der Mime hauptsächlich Flops auf seinem Konto verbuchen. Hauptrollen in großen Kassenmagneten wie „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (1966), „Die Reifeprüfung“ (1967), „Rosemary´s Baby“ (1968) oder „Love Story“ (1970) lehnte er ab.

Mit „Barfuß im Park“ (1967), wo er neben Jane Fonda doch noch eher etwas blass wirkte, machte der Schauspieler erstmals ein größeres Kinopublikum auf sich aufmerksam. Zum gefeierten Star wurde Redford schließlich als Revolverheld Sundance Kid im Western „Butch Cassidy und Sundance Kid“ (1969), wo er mit Paul Newman, der Butch Cassidy gab, vor der Kamera stand. Eigentlich sollte ein Top-Star wie Warren Beatty oder Steve McQueen den Sundance Kid spielen, doch Newman setzte sich für den jungen Mimen ein, was dem endgültig zum Durchbruch verhalf. In den frühen Siebzigerjahren begann die jahrzehntelange Zusammenarbeit von Robert Redford und Sydney Pollack – die beiden drehten Filme wie den Westernklassiker „Jeremiah Johnson“ (1972), den epischen Liebesfilm „So wie wir waren“ (1973) mit Barbara Streisand und den Kassenschlager „Die drei Tage des Condor“ (1975). Obwohl „Der große Gatsby“ (1974) und „Tollkühne Flieger“ (1975) nicht eben kommerzielle Erfolge waren, hatte Redford Mitte der 70er Jahre den Höhepunkt seiner Popularität erreicht und galt als einer der kassenträchtigsten Filmstars Hollywoods. Unter der Regie von George Roy Hill kam es in „Der Clou“ (1973) zu einer erneuten Zusammenarbeit von Redford und Paul Newman. Dieser Film galt als einer der erfolgreichsten Streifen der 70er Jahre und brachte Robert Redford seine bisher einzige OSCAR Nominierung als Schauspieler für die Rolle des Trickbetrügers Hooker. Er und Newman waren mittlerweile eng befreundet und wollten unbedingt erneut zusammenarbeiten – leider fanden sie aber kein geeignetes Projekt mehr. Zum Tod seines Freundes sollte Redford später sagen:
„Es gibt Freundschaften, die sind einfach zu gut und stark, um darüber zu sprechen.“

Für den Politthriller „Die Unbestechlichen“ (1976) war Redford auch erstmals als Produzent tätig und spielte den Zeitungsreporter Bob Woodward, der zusammen mit seinem Kollegen Carl Bernstein (Dustin Hoffman) Anfang der 70er Jahre den Watergate-Skandal aufdeckte. Nach dem Kriegsfilm „Die Brücke von Arnheim“ (1997) ließ sich der Mime zwei Jahre lang nicht mehr auf der Leinwand sehen. In Sydney Pollacks „Der elektrische Reiter“ (1979) kehrte er schließlich als abgewrackter Rodeoreiter in die Kinos zurück. 1980 gründete Redford in seiner Heimat Utah das Sundance Institute – benannt nach seinem Charakter in „Butch Cassidy und Sundance Kid“ – das die Förderung unabhängiger Filmemacher zum Ziel hatte. Als Plattform für den unabhängigen Film entstand daraus das Sundance Filmfestival, dessen Schirmherr Redford inzwischen ist. Große Stars wie Quentin Tarantino oder Steven Soderbergh verdanken dem Sundance Filmfestival ihre Entdeckung. Schon mit seiner ersten Regie-Arbeit „Eine ganz normale Familie“ (1980) gewann Redford einen OSCAR für den besten Film. In den 80er Jahren wirkte er als Schauspieler in nur vier Filmen mit: „Brubaker“ (1980), „Der Unbeugsame“ (1984), in Sydney Pollacks epischem Liebesfilm „Jenseits von Afrika“ (1985) an der Seite von Meryl Streep und in der Romanze „Staatsanwälte küsst man nicht“ (1986). Auch im folgenden Jahrzehnt stand der Mime nur sporadisch vor der Kamera, es entstanden die Filme „Sneakers“ (1992), „Ein unmoralisches Angebot“ (1993) mit Demi Moore und „Der Pferdeflüsterer“ (1998). Seine eigenen Filme wie „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ (1992) oder „Der Pferdeflüsterer“ handeln oft von der Rückeroberung eines alten amerikanischen Selbstverständnisses.

1999 gab der scheinbar zeitlos attraktive Mime auf den Filmfestspielen von Cannes im Namen seiner Produktionsfirma Wildwood Enterprises die Zusammenarbeit mit der Kirch Gruppe, Mediasat und Medusa bekannt. Dies ist eine bisher einzigartige Zusammenarbeit zwischen einem US-Filmemacher und –Schauspieler und einem europäischen Film- und Fernsehunternehmen. Die Auftritte des Robert Redford vor der Kamera wurden indes immer seltener. In „Spy Game“ (2001) war er der Lehrmeister von Brad Pitt, er spielte in „Anatomie einer Entführung“ (2004), „Ein ungezähmtes Leben“ (2005) an der Seite von Jennifer Lopez und Morgan Freeman und stand in „Von Löwen und Lämmern“ (2007) mit Tom Cruise und Meryl Streep vor der Kamera. Er führte Regie in „Die Legende von Bagger Vance“ (2000) mit Matt Damon, Will Smith und Charlize Theron in den Hauptrollen und ist auch häufiger Erzähler in Dokumentarfilmen. Für das Drama "Die Lincoln Verschwörung" (2011) kehrte Robert Redford auf den Regie-Stuhl zurück und konnte ein wahres Staraufgebot, unter anderem bestehend aus James McAvoy, Robin Wright, Kevin Kline und Danny Huston um sich vereinen. Im von ihm mit produzierten Thriller "The Company you keep - Die Akte Grant" (2013) führte Robert Redford Regie und spielte, an der Seite von großen Schauspielern wie Susan Sarandon, Nick Nolte und Julie Christie die Hauptrolle. Für seine Rolle im Abenteuerfilm "All Is Lost" (2014) wurde der Mime für den Golden Globe nominiert, und in "The Return of the First Avenger" (2014) hatte er einen Auftritt neben Chris Evans, Scarlett Johansson und Samuel L. Jackson.

Redford, der als Umweltschützer aktiv ist und sich für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner stark macht, nimmt in Interviews nie ein Blatt vor den Mund, wenn es um die Klima- und Kriegspolitik von Ex-Präsident George W. Bush geht. Der Mime führt ein eher zurückgezogenes Privatleben mit seiner Lebensgefährtin, der deutschen Malerin Sibylle Szaggars. Aus seiner ersten Ehe mit Lola Van Wagenen hat Robert vier Kinder und bereits vier Enkel. Redford, der nie Mitglied von Hollywoods Jet Set war, ist eher linksliberal eingestellt. 2010 wurde er zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt. Seine Filme schaut er sich nach eigener Aussage nicht gerne an – einzige Ausnahme ist „Der Clou“, bei dem er mit der eigenen Leistung voll und ganz zufrieden ist. Der Mime, der sich die deutsche Synchronstimme mit Patrick Stewart und Sir Anthony Hopkins teilt, sagt über seine Status als Sexsymbol:
„Früher wurden die Frauen bei meinem Anblick fast ohnmächtig vor Begeisterung, heute sagen sie eher: Was, den gibt es noch?"


Filmographie Robert Redford

  • 1960: Maverick (TV-Serie)
  • 1960: Rescue 8 (TV-Serie)
  • 1960: Je länger, je lieber
  • 1960: Der zweite Mann (TV-Serie)
  • 1960: Hallmark Hall of Fame (TV-Serie)
  • 1960: Playhouse 90 (TV-Serie)
  • 1960: Moment of Fear (TV-Serie)
  • 1960: Tate (TV-Serie)
  • 1960: Perry Mason (TV-Serie)
  • 1960: Der Eismann kommt (TV)
  • 1960: Play of the Week (TV-Serie)
  • 1961: Gnadenlose Stadt (TV-Serie)
  • 1961: The Americans (TV-Serie)
  • 1961: Whispering Smith (TV-Serie)
  • 1961: Route 66 (TV-Serie)
  • 1961: Bus Stop (TV-Serie)
  • 1961: Schauplatz Los Angeles (TV-Serie)
  • 1961: Alfred Hitchcock präsentiert (TV-Serie)
  • 1962: Unglaubliche Geschichten (TV-Serie)
  • 1962: Hinter feindlichen Linien
  • 1962: Dr. Kildare (TV-Serie)
  • 1962: Alcoa Premiere (TV-Serie)
  • 1962: Alfred Hitchcock zeigt (TV-Serie)
  • 1963: Chicago 1930 (TV-Serie)
  • 1963: Heute Abend, Dick Powell! (TV-Serie)
  • 1963: Breaking Point (TV-Serie)
  • 1963: Die Leute von der Shiloh Ranch (TV-Serie)
  • 1964: Preston & Preston (TV-Serie)
  • 1965: Lage hoffnungslos - aber nicht ernst
  • 1965: Dieses Mädchen ist für alle
  • 1965: Verdammte süße Welt
  • 1966: Ein Mann wird gejagt
  • 1967: Barfuss im Park
  • 1969: Butch Cassidy und Sundance Kid
  • 1969: Schußfahrt
  • 1969: Blutige Spur
  • 1970: Stromer der Landstraße
  • 1972: Bill McKay - Der Kandidat
  • 1972: Vier schräge Vögel
  • 1972: Jeremiah Johnson
  • 1973: Der Clou
  • 1973: So wie wir waren
  • 1973: Der große Gatsby
  • 1975: Tollkühne Flieger
  • 1975: Die drei Tage des Condor
  • 1976: Die Unbestechlichen
  • 1977: Die Brücke von Arnheim
  • 1979: Der elektrische Reiter
  • 1980: Brubaker
  • 1980: The Solar Film (nur Ex.Produzent)
  • 1980: Eine ganz normale Familie
  • (nur Regie)
  • 1984: Der Unbeugsame
  • 1985: Jenseits von Afrika
  • 1986: Staatsanwälte küsst man nicht
  • 1987: Gelobtes Land (nur Ex.Produzent)
  • 1988: Milagro - Der Krieg im Bohnenfeld (nur Regie, Produzent)
  • 1988: Some Girls (nur Ex.Produzent)
  • 1988: The American Experience (TV-Serie)
  • 1990: Havanna
  • 1991: Canyon Cop (nur Ex.Produzent)
  • 1992: Sneakers - die Lautlosen
  • 1992: Aus der Mitte entspringt ein Fluss
  • (nur Regie, Produzent)
  • 1992: Zwischenfall in Oglala (nur Ex.Produzent)
  • 1993: Ein unmoralisches Angebot
  • 1994: Quiz Show
  • (nur Regie, Produzent)
  • 1996: Aus nächster Nähe
  • 1996: She´s the One
  • (nur Ex.Produzent)
  • 1996: Grand Avenue (nur Ex.Produzent)
  • 1998: Der Pferdeflüsterer
  • (auch Regie, Produzent)
  • 1998: Auch mehr ist nie genug (nur Ex.Produzent)
  • 1998: Zivilprozess
  • (nur Produzent)
  • 1998: Hauptsache Beverly Hills (nur Ex.Produzent)
  • 2000: Die Legende von Bagger Vance
  • (nur Regie, Produzent)
  • 2000: Die letzte Festung
  • 2000: How to Kill Your Neighbor's Dog (nur Ex.Produzent)
  • 2001: Spy Game
  • 2002: Love In the Time of Money (nur Ex.Produzent)
  • 2002: Im inneren Kreis
  • (nur Ex.Produzent)
  • 2002: Skinwalkers (TV) (nur Ex.Produzent)
  • 2003: Die Lichtung
  • 2003: Coyote Waits (TV) (nur Ex.Produzent)
  • 2004: Anatomie einer Entführung
  • 2004: Die Reise des jungen Che
  • (nur Ex.Produzent)
  • 2004: Thief of Time (TV) (nur Ex.Produzent)
  • 2005: Ein ungezähmtes Leben
  • 2005: Iconoclasts (nur Ex.Produzent)
  • 2006: Wilbur und seine Freunde (nur Stimme)
  • 2007: The Unforeseen (nur Ex.Produzent)
  • 2007: Von Löwen und Lämmern
  • (auch Produzent, Regisseur)
  • 2010: Die Lincoln Verschwörung
  • (nur Produzent und Regie)
  • 2012: Watershed: Exploring a New Water Ethic for the New West (nur Ex.Produzent)
  • 2012: Watergate - Die Unbestechlichen (TV) (nur Ex.Produzent)
  • 2013: The Company you keep - Die Akte Grant
  • (auch Produzent und Regie)
  • 2013: The March (TV) (nur Ex.Produzent)
  • 2013: All the President's Men Revisited (TV) (nur Ex.Produzent)
  • 2014: Cathedrals of Culture (TV) (nur Regie)
  • 2014: All Is Lost
  • 2014: The Return of the First Avenger
  • 2014: Forty Panes (nur Ex.Produzent)
  • 2014: Chicagoland (TV-Mini-Serie) (nur Ex.Produzent)
  • 2014: Death Row Stories (TV-Serie) (nur Ex.Produzent)
  • 2014: Be Natural: The Untold Story of Alice Guy-Blaché (nur Ex.Produzent)
  • 2014: Drunktown's Finest (nur Ex.Produzent)
  • 2014: Forty Panes (nur Ex.Produzent)
  • 2015: The West (TV-Mini-Serie) (nur Ex.Produzent)
  • 2015: A Walk in the Woods (auch Produzent, Regie)
  • 2015: Be Natural: The Untold Story of Alice Guy-Blaché (nur Ex.Produzent)
  • 2016: Truth

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen:
1992: Beste Regie: Aus der Mitte entspringt ein Fluß
1994: Beste Regie: Quiz Show
1998: Beste Regie: Der Pferdeflüsterer
2013: Bester Schauspieler - Drama: All Is Lost

Gewonnene Golden Globes:
1965: Bester Newcomer: Verdammt süße Welt
1980: Beste Regie: Eine ganz normale Familie

OSCAR Nominierungen:
1973: Bester Schauspieler: Der Clou
1994: Bester Film: Quiz Show
1994: Beste Regie: Quiz Show

Gewonnene OSCARs
1980: Beste Regie: Eine ganz normale Familie