Jessica Tandy †

Jessie Alice Tandy

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Biographie

Jessica Tandy © Highlight

Geboren am
Gestorben am:
7.6.1909
11.09.1994
in London, England, Großbritannien
Easton, Connecticut, USA
Autor Thomas Ays

„Hätte ich gewusst, wohin mich mein Leben führen würde, ich hätte gesagt: 'Nicht möglich! Nicht möglich!'“
Jessica Tandy darf man getrost als eine der eindrucksvollsten Schauspielerinnen des 20. Jahrhunderts bezeichnen. 1990, als älteste Darstellerin überhaupt, erhielt sie ihren ersten und einzigen OSCAR als beste Hauptdarstellerin für „Miss Daisy und ihr Chauffeur“. Für „Grüne Tomaten“, den Film, den wohl die meisten Kinogänger mit ihr in Verbindung bringen, wurde sie zwei Jahre später erneut nominiert.
Angefangen hatte der Erfolg der Jessica Tandy jedoch auf der Bühne. Von 1927 trat sie regelmäßig, und auch als sie bereits vor der Kamera erfolgreich war, im Theater auf. Für ihre Rolle der Blanche DuBouis in der Uraufführung von Tennessee Williams' "Endstation Sehnsucht" erhielt sie 1947 ihren ersten Tony-Award, den bedeutendsten Theaterdarstellerpreis überhaupt. Zwei weitere Male wurde sie mit dieser Auszeichnung prämiert. Für „The Gin Game" und "Foxfire“. In beiden Stücken stand sie mit ihrem Ehemann Hume Cronyn auf der Bühne. 1985 stand sie das letzte Mal auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
1937 rief dann auch die große Leinwand. Ihr Filmdebüt gab Jessica Tandy mit „The Indiscretions Of Eve“. Während ihrer Bühnen-und Kinokarriere war sie immer wieder mit ihrem Ehemann, Hume Cronyn, zu sehen. 1963 spielte sie in „Die Vögel“, einem bekannten Alfred Hitchcock Streifen, eine der Hauptrollen. 1987 war sie in Steven Spielbergs Drama „Das Wunder in der 8. Strasse“ mit von der Partie. Erst als sie älter wurde, alte Damen spielte, verliebte sich, neben dem älteren, auch das junge Publikum in sie. Mit „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ und „Grüne Tomaten“ lieferte sie zwei wunderbare Filme ab, die sie unvergessen werden ließen. 1990 bekam Jessica Tandy vom Präsidenten der Vereinigten Staaten die „National Medal of Arts“ in Anerkennung ihres herausragenden Beitrags zur Entwicklung und Förderung der Künste in den Vereinigten Staaten verliehen.
1990 gab es dann schlechte Nachrichten für die Schauspielerin. Krebs wurde diagnostiziert. Kurz darauf sagte sie „Ich finde, man soll lebendig sein bis zum letzten Atemzug." 1994 drehte sie neben Paul Newman den wunderbaren Film „Nobody`s Fool - Auf Dauer unwiderstehlich“, in dem sie wieder Jessica Tandy sein durfte, einen Charakter, der sich unweigerlich in die Herzen der Zuschauer brennt. „Lebendig sein bis zum letzten Atemzug." Jessica Tandy hat es geschafft und uns mir ihren schauspielerischen Leistungen nicht nur einmal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Am 11. September 1994 starb Jessica Tandy im Alter von 85 Jahren.
Jessica Tandy heiratete 1932 den Schauspieler Jack Hawkins. Mit ihm bekam sie eine Tochter. 1942 wurde die Ehe geschieden. Im selben Jahr ehelichte sie Hume Cronyn, ebenfalls einen Schauspielerkollegen. Mit ihm hatte sie zwei weitere Kinder. Sie war bis zu ihrem Tod mit ihm verheiratet. Über ihn sagte sie einmal: „Wenn er zu spät zum Abendessen kommt, weiß ich, er hat entweder eine Affäre, oder er liegt tot auf der Straße. Ich hoffe immer, es ist die Straße.“


Filmographie Jessica Tandy

  • 1937: The Indiscretions Of Eve
  • 1938: Murder In The Family
  • 1938: Glorious Morning (TV)
  • 1939: Fiat Justitia (TV)
  • 1939: Fox in the Morning (TV)
  • 1944: Das siebte Kreuz
  • 1944: Blonde Fever (ungenannt)
  • 1945: Die Entscheidung
  • 1946: Weißer Oleander
  • 1946: Das Vermächtnis
  • 1947: Amber, die große Kurtisane
  • 1947: Qualen der Liebe
  • 1948: Actor's Studio (TV-Serie)
  • 1950: Masterpiece Playhouse (TV-Serie)
  • 1950: Liebesrausch auf Capri
  • 1951: Lights out (TV-Serie)
  • 1951: Somerset Maugham TV Theatre (TV-Serie)
  • 1951: The Prudential Family Playhouse (TV Serie)
  • 1951: Rommel - der Wüstenfuchs
  • 1951: Studio One (TV-Serie)
  • 1953: Omnibus (TV-Serie)
  • 1954: The Marriage (TV-Serie)
  • 1954: Producers' Showcase (TV-Serie)
  • 1955: The Philco Television Playhouse (TV-Serie)
  • 1956: The United States Steel Hour (TV-Serie)
  • 1956: The Alcoa Hour (TV-Serie)
  • 1956: General Electric Theater (TV-Serie)
  • 1956: Goodyear Television Playhouse (TV-Serie)
  • 1956: Alfred Hitchcock präsentiert (TV-Serie)
  • 1957: Schlitz Playhouse of Stars (TV-Serie)
  • 1957: Suspicion (TV-Serie)
  • 1958: Telephone Time (TV-Serie)
  • 1958: Das Herz eines Indianers
  • 1958: Hallmark Hall of Fame (TV-Serie)
  • 1959: The DuPont Show of the Month (TV-Serie)
  • 1959: The Moon and Sixpence (TV)
  • 1961: Hemingway's Abenteuer eines jungen Mannes
  • 1963: Die Vögel
  • 1968: Judd for the Defense (TV-Serie)
  • 1972: O'Hara, U.S. Treasury (TV-Serie)
  • 1972: FBI (TV-Serie)
  • 1974: Butley
  • 1981: Da steht der ganze Freeway kopf
  • 1981: The Gin Game (TV)
  • 1982: Garp und wie er die Welt sah
  • 1982: Zwei dicke Freunde
  • 1982: In der Stille der Nacht
  • 1984: Die Damen aus Boston
  • 1985: Cocoon
  • 1987: Foxfire (TV)
  • 1987: Das Wunder in der 8. Straße
  • 1987: Das Haus in der Carroll Street
  • 1988: Cocoon II - Die Rückkehr
  • 1989: Miss Daisy und ihr Chauffeur
  • 1991: The Story Lady (TV)
  • 1991: Grüne Tomaten
  • 1991: Die Herbstzeitlosen (1991)
  • 1992: Dream On (TV-Serie)
  • 1993: Tanz mit dem weißen Hund (TV)
  • 1994: Camilla
  • 1994: Nobody's Fool - Auf Dauer unwiderstehlich

Filmpreise

Golden Globe Nominierungen
1992: Beste Nebendarstellerin: Grüne Tomaten

Gewonnene Golden Globes
1989: Beste Schauspielerin - Musical / Comedy: Miss Daisy und ihr Chauffeur

OSCAR Nominierungen:
1991: Beste Nebendarstellerin: Grüne Tomaten

Gewonnene OSCARs
1989: Beste Hauptdarstellerin: Miss Daisy und ihr Chauffeur